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Endlich durften sie wieder die La-Ola-Welle zeigen: Weilheims Basketballer freuten sich über den Heimsieg gegen Neumarkt mit dem Publikum. Im Hintergrund Trainer Darryl Millwood, der unter der Woche Benedikt Schiebilski abgelöst hatte.

Basketball: 2. Regionalliga Süd

Erleichterung beim TSV Weilheim: Trainerwechsel zeigt Wirkung

  • vonRoland Halmel
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Mit Darryl Millwood an der Linie läuft es wieder: Gegen Neumarkt zeigten die Basketballer des TSV Weilheim eine engagierte Leistung. Der „neue“ Coach redete seinen Beitrag aber klein.

Weilheim – Der Trainerwechsel, den die Weilheimer Basketballer fünf Spieltage vor Saison-Ende vornahmen, hat Wirkung gezeigt. Unter Rückkehrer Darryl Millwood beendeten die TSV-Männer im Heimspiel gegen die „Fibalon Baskets“ Neumarkt ihre drei Spiele währende Durststrecke. Die Weilheimer gewannen gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt der 2. Regionalliga Süd mit 73:51 (36:26).

Coach Millwood wollte seinen Beitrag aber nicht überbewerten. „An mir lag es nicht, das war schon die Mannschaft“, sagte er. Groß war die Erleichterung auch bei der Abteilungsleitung: „Bei nur noch vier verbleibenden Partien war der Erfolg enorm wichtig“, sagte Spartenleiter Florian Willkomm, der unter der Woche sich mit dem bisherigen Coach Benedikt Schiebilski auf eine Trennung geeinigt hatte und sogar selbst wieder im Kader stand. „Flo hat der Mannschaft viel Stabilität gegeben“, gab es danach viel Lob von Millwood für seinen Routinier. Ansonsten wollte er keinen besonders hervorheben. „Jeder, der von der Bank kam, hat sehr viel Intensität mitgebracht“, sagte Millwood.

Diese Bissigkeit, die den Weilheimern in den vergangenen Partien etwas gefehlt hatte, zeigten sie vor allem in der Defensive. Die mit sieben Spielern angereisten Neumarkter, die vor allem für ihre gefährlichen Distanzwürfe bekannt sind, bekamen so kaum Luft zum Atmen. „Die Abwehr hat das Spiel gewonnen“, sagte Millwood. Obendrein agierten die TSV-Spieler geschickt, sie leisteten sich kaum Fouls.

TSV Weilheim: Starke Leistung gegen Neumarkt in der Defense

Schon im ersten Viertel stand die Defensive der Hausherren bombensicher, sodass den Gästen nur sechs Zähler gelangen. Die Weilheimer waren in der Offensive dagegen kaum zu bremsen. Vor allem Andy Thumser hatte mit seinen drei Dreiern großen Anteil an einer komfortablen 22:6-Führung nach zehn Minuten. Im zweiten Viertel wurden die Neumarkter stärker. Bis zur Halbzeit verkürzten sie den Rückstand auf zehn Punkte. „Nach dem Wechsel starteten wir dann aber durch“, freute sich Willkomm über einen 15:3-Lauf seines Teams, mit dem sich die Hausherren wieder Luft verschafften. Acht Zähler steuerte Alex Thumser dazu bei. Die Gäste aus der Oberpfalz gaben sich trotz eines 20-Punkte-Rückstands nicht geschlagen. Gegen die Weilheimer Abwehrwand, die Bälle immer wieder blockte oder sich Ballgewinne bei Rebounds erarbeitete, war an diesem Abend aber kein Kraut gewachsen.

Nachdem der Vorsprung kurzzeitig auf 13 Punkte geschrumpft war, zogen die TSV-Männer in der Folge durch Treffer von Matthias Modrok wieder davon. Beim Stand von 65:45 (36.) war die Entscheidung schließlich gefallen. Ein kleiner Wermutstropfen blieb am Ende, denn der 22-Punkte-Vorsprung der Weilheimer reichte nicht ganz, um die 92:115-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen zu können. Bei Punktgleichheit am Ende der Saison läge nun Neumarkt in der Tabelle vor Weilheim.

Statistik: Spieler TSV Weilheim: Alex Thumser (16 Punkte/2 Dreier), Andy Thumser (16/4), Matthias Modrok (11/2), Raphael Sedlmayr (10), Philipp Brenner (7), Alex Brem (4), Tilman Legl (3), Florian Willkomm (2), Johny Millwood (2), Matthias Brenner (2).

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