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Der Gegner ließ sich nicht abdrängen: Weilheims Basketballer (in weißen Trikots, hier Andreas Brem) kassierten in Schrobenhausen (hier eine Szene aus dem Hinspiel) eine deutliche Niederlage.

Basketball

Weilheims erfolgloser Doppeleinsatz

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Das war nix: Erst verloren die Basketballer des TSV Weilheim das Kellerduell der 2. Regionalliga Süd in Schrobenhausen, tags darauf flogen sie in Traunstein aus dem Bayernpokal.

Weilheim – Außer Spesen nichts gewesen. Das ist die Bilanz des Quer-durch-Oberbayern-Trips der Weilheimer Basketballer am vergangenen Wochenende mit einem Liga- und Pokalspiel innerhalb von 16 Stunden. Beim Schlusslicht der 2. Regionalliga, den Green Devils Schrobenhausen, verpassten die Kreisstädter den Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Durch die deutliche 80:105 (32:51)-Niederlage müssen die TSV-Korbjäger weiter um den Ligaverbleib zittern. Im anschließenden Pokalduell beim TV Traunstein verpassten die Weilheimer in der Verlängerung einen Erfolg. Sie mussten sich dem Bayernligisten mit 84:88 (46:39, 76:76) geschlagen geben.

„Die Niederlage in Schrobenhausen wiegt mehr als die im Pokal“, gestand TSV-Teamsprecher Florian Willkomm nach dem enttäuschenden Doppeleinsatz. „Für die Green Devils ging es ums Überleben, und so sind sie dann auch aufgetreten“, berichtete Willkomm über den Auftritt beim Tabellenletzten, der zielstrebig, schnell und kämpferisch zu Werke ging. „Alles Eigenschaften, die bei uns gefehlt haben“, so Willkomm, der bei seinen Weilheimern stattdessen Angst vor möglichen Fehlern erkannte, wodurch die Mannschaft verkrampft sei. Am deutlichsten machte sich das in der Abwehr bemerkbar. „Da sind wir fast nur hinterhergelaufen“, so Willkomm.

Der Start mit einem 0:11-Rückstand (4.) war für die Weilheimer bereits wenig verheißungsvoll. In der Folge wurde es nicht viel besser. Bis zum Seitenwechsel bauten die Gastgeber ihren Vorsprung auf 19 Punkte aus, nicht zuletzt weil ihr Kapitän Claus-Jürgen Ludwig (am Ende 29 Zähler) immer wieder traf. Eine bessere Bilanz wies zwar Weilheims Top-Scorer Alex Thumser auf (32), da die TSV-Abwehr aber auch nach der Pause diesen Namen nicht verdiente und seine Teamkollegen zu viele Bälle nicht ins Ziel brachten, rannten sie den Schrobenhausern, die alle Viertel für sich entschieden, bis zum Schluss vergeblich hinterher.

„Auf der Fahrt nach Traunstein in der Nacht haben wir versucht, das Spiel aufzuarbeiten“, berichtete Willkomm. Das schien zunächst auch zu fruchten. Die TSV-Herren traten im Pokalspiel beim Bayernligisten nach einigen Anlaufproblemen deutlich konzentrierter auf. Die Sieben-Punkte-Führung des TSV zur Pause begann dann aber zu bröckeln, da sich wieder die Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr einstellten und in engen Situationen der letzte Biss fehlte. Das führte schließlich zu einem 76:76 am Ende der regulären Spielzeit. Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen – und da hatten die Hausherren das bessere Ende für sich.

Weilheims Spieler und Punkte gegen Schrobenhausen: Alex Thumser 32/1 Dreier, Andreas Brem 13/1, Andy Thumser 13/2, Sebastian Jungwirth 6, Alex Brem 5, Florian Willkomm 5, Matthias Brenner 3, Matthias Modrok 2, Philipp Brenner 1, Martin Fernholz.

Weilheims Spieler und Punkte gegen Traunstein: Andy Thumser 29, Alex Thumser 19/4, Modrok 10, Andy Brem 8, Philipp Brenner 8/1, Fernholz 6/2, Alex Brem 4, Jungwirth, Willkomm.

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