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Machte mit einer Tempoverschärfung alles klar: Nick Jäger gewann überlegen die U-20-Klasse.
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Von Beginn an in Führung: Julia Rath war in der W-14 -Klasse der Konkurrenz weit voraus.
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Zusammen auf dem Podest: (v.l.) Markus Brennauer, Paul Hahn und Christian Oppel vom TSV Penzberg belegten in der Teamwertung auf der Langstrecke den dritten Platz. Bester im Einzel war Oppel als Fünfter.  L echner-Brennauer

Bayerische Crosslaufmeisterschaft

Nick Jäger wählt die richtige Taktik

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Dreimal Gold und einmal Bronze. Die Leichtathleten des TSV Penzberg freuten sich  nach den bayerischen Crosslauf-Meisterschaften über einen erfolgreichen Wettkampftag.

Penzberg –  Die Penzberger ließen sich im niederbayerischen Ruhstorf (Landkreis Passau) auch von eisigen Temperaturen um die minus fünf Grad Celsius und böigem Wind nicht bremsen. Mit den vier Medaillen zählte der TSV zu den erfolgreichsten Vereinen bei den Titelkämpfen.

Jeweils starke Leistungen boten die drei Penzberger Läuferinnen in der W-14, die allesamt das erste Mal bei einer bayerischen Crosslaufmeisterschaft antraten. Julia Rath (13) drückte schon in der ersten von zwei Runden aufs Tempo und schüttelte so ihre Konkurrentinnen ab. Gleich nach dem Start hängte sie sich an die Fersen der späteren Siegerin der Altersklasse W-15, Lisa Schreyer (SC Ainring). Die 2500 Meter lief Rath in 8:57 Minuten, am Ende hatte sie fast 100 Meter Vorsprung auf die Zweitplatzierte in der W-14, Sophia Schwarz (LG Oberland). Danach dauerte es auch nicht lange, bis die zweite Penzberger Läuferin das Ziel erreichte. Corinna Braun (9:56) wurde starke Sechste, Hanna Ackermann (10:09) überzeugte als Achte.

In der Teamwertung holte das Penzberger Trio mit 20 Punkten überlegen die Goldmedaille vor dem LAC Quelle Fürth (41) und der LG Telis Finanz Regensburg (42). Gemäß der Platzierung beim Zieleinlauf im gemeinsamen Rennen von W-14 und W-15 erhielt jede Athletin eine bestimmte Punktzahl (Platz 1 = 1 Punkte, Platz 2 = 2 Punkte usw.). Das Trio mit der niedrigsten Punktzahl landete vorn.

Deutlich mehr Erfahrung bei Wettkämpfen auf Bayern-Ebene als seine Teamkolleginnen hat Nick Jäger. Er freute sich über sein Einzel-Gold in der U-20 aber genauso wie die W-14-Mädchen. Mit nach oben gestreckten Armen überquerte er nach 3600 Metern, die er in 10:50 Minuten gelaufen war, die Ziellinie. In den ersten beiden von drei Runden hatte sich der 18-jährige Penzberger zunächst in einer fünfköpfigen Spitzengruppe „etwas versteckt“, so der TSV in einer Mitteilung. Zu Beginn der dritten Runde übernahm Jäger dann die Führung. Mit einer Tempoverschärfung sprengte er die Gruppe und schüttelte zwei Konkurrenten ab. Auf dem leicht bergab führenden Weg durch einen halbgefroren Acker konnten ihm nur noch die beiden U-23-Athleten Niklas Buchholz (LSC Höchstadt) und Gabriel Allgayer (LG Stadtwerke München) folgen. Am tiefsten Punkt der Strecke, wo der eisige Wind den Athleten kontinuierlich ins Gesicht blies, löste sich Jäger dann von Allgayer, nur noch der deutsche 2000-Meter-Hindernis-Meister Buchholz hielt Kontakt. Am letzten kurzen Anstieg, knapp 100 Meter vor dem Ziel, zog dann Buchholz vorbei und erreichte wenige Meter vor Jäger als Sieger der U-23 das Ziel. Dies war Jäger allerdings egal, hatte er doch seine U-20-Konkurrenten deutlich hinter sich gelassen.

Nicht ganz so zufrieden war hingegen Lucas Herbeck, der im selben Lauf lange Zeit nur 100 Meter hinter seinem Vereinskameraden lief. Auf der letzten Runde verließen ihn dann die Kräfte. Mit 11:44 Minuten belegte er in der U-23 den neunten Rang. Im selben Rennen zeigte sich Marvin Bertram in starker Form: Er wurde in 12:29 Minuten Zwölfter in der U-18.

Im letzten Rennen des Tages, dem Langstreckenrennen der Männer über 8750 Meter, wurden die Penzberger Starter mit einer Bronzemedaille in der Teamwertung belohnt. Bester Penzberger war Christian Oppel, der mit 27:44 Minuten den fünften Platz in der Einzelwertung belegte. Der 27-Jährige startete zunächst etwas verhalten in das Rennen, arbeitete sich dann aber nach vorn. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit so wenig Laufkilometern in der Vorbereitung so weit vorne landen würde“, sagte Oppel.

Recht zufrieden war auch Markus Brennauer, der mit 28:50 Minuten Zehnter wurde. „Ich bin erst wieder seit sieben Wochen im Training, dafür lief es ganz gut“, so der 38-Jährige. Das TSV-Trio komplettierte Paul Hahn (30:09), der aus der Marathon-Vorbereitung heraus den 15. Rang belegte. „Die ersten drei Runden hat es sich echt locker angefühlt, doch ab der vierten Runden ging nichts mehr“, so das Fazit des 26-jährigen Masters-Studenten aus Pöcking, der die erste Rennhälfte gemeinsam mit Brennauer gelaufen war. Seine Unzufriedenheit wich dann aber schnell der Freude über seine erste (Team-)Medaille bei bayerischen Meisterschaften. paul hopp

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