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Starker Auftritt: Nic k Jäger (links) vom TSV Penzberg gewann die 3000 Meter in persönlichem Rekord von 8:42,28 Minuten.
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Souverän zu Bronze: Luk Jäger zeigte in der U-18 über 3000 Meter eine gute Leistung.
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Staffel-Sieger: Nach mehreren Anläufen holten die Penzberger endlich Gold über die 4 x 400 Meter. Für den TSV liefen (von links) Michael Speinle, Andreas Kölbl, Matthias Bauer und Tom Jäger. 

Bayerische Leichtathletik-Hallenmeisterschaft

Penzberger Staffel ist endlich am Ziel

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Für die Leichtathleten geht es derzeit Schlag auf Schlag: Nach den südbayerischen Hallen-Meisterschaften standen nun die bayerischen Titelkämpfe auf dem Programm. Die Sportler aus dem Landkreis holten auch dort mehrere Medaillen.

Johannes Trefz

Kurz und knapp, so verlief die Hallen-Saison für Johannes Trefz. Der Weilheimer (25) nahm lediglich an der „Bayerischen“ teil. Das hat einen nachvollziehbaren Grund: „Der Fokus liegt voll auf der Vorbereitung für den Sommer und die Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin“, so Trefz auf „Facebook“. Der amtierende deutsche 400-Meter-Meister möchte bei der Heim-EM unbedingt dabei sein. In der Werner-von-Linde-Halle gelang Trefz mit seinen Kollegen von der LG Stadtwerke München die Titelverteidigung im 4 x 200-Meter-Staffelrennen. Mit Laurin Walter, Benedikt Wiesend und Michael Adolf war er der Konkurrenz deutlich voraus. Das Quartett gewann in 1:27,22 Minuten vor der LG Forchheim (1:30,75) und dem TSV Schwabmünchen (1:31,97). Als „Sprinttest“ absolvierte Trefz auch noch die 60 Meter. Im Finale gelang ihm mit 6,96 Sekunden eine persönliche Bestzeit. Trefz wurde Fünfter. Den Titel holte Aleksandar Askovic (LG Augsburg) in 6,70 Sekunden. Dem Vorlauf hatte Trefz in 7,09 Sekunden, den Zwischenlauf in 7,12 Sekunden bestritten.

TSV Penzberg

„Endlich Gold bei den Männern“, so lautete das Fazit von TSV-Trainer Markus Brennauer nach den Staffelrennen. Zum ersten Mal holte die Penzberger 4 x 400-Meter-Staffel bei den Erwachsenen den bayerischen Meistertitel. Und das auch noch in souveräner Manier. Matthias Bauer, Michael Speinle, Andreas Kölbl und Tom Jäger zeigten mit 3:34,58 Minuten laut ihrem Coach „eine gute Leistung“. Der Vorsprung auf die zweitplatzierte LG Passau betrug fast neuneinhalb Sekunden. Keiner der Penzberger musste an seine Leistungsgrenze gehen, Startläufer Bauer sorgte schon für einen deutlichen Vorsprung. Die Passauer waren allerdings auch gehandicapt: Ihr bester 400-Meter-Läufer, Andreas Feldschmid, hatte bei einem 400-Meter-Zeitlauf am Vortag einen Achillessehnenriss erlitten. Bauer übergab den Staffelstab an Speinle, der bei seinem zweiten 400-Meter-Rennen sich selbst überraschte: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich 54 Sekunden schaffen würde.“ Der 24-jährige Penzberger hatte sich erst im Herbst dazu entschieden, von den Langstrecken auf die Langsprintdistanz zu wechseln. Schnellster Penzberger in der Staffel war Kölbl, der die zwei Runden in 51,0 Sekunden absolvierte.

Gleich mit zwei Medaillen reiste Nick Jäger heim. Der U-20-Athlet belegte am ersten Tag im 3000-Meter-Rennen, das zusammen mit der U-18 ausgetragen wurde, in seiner Altersklasse den ersten Platz. Mit 8:42,28 Minuten war er seinen Konkurrenten deutlich überlegen und schaffte eine persönliche Bestzeit. Er war sogar langsamer als geplant. Eigentlich sollte der 18-Jährige eine Kilometerzeit von 2:50 Minuten anpeilen, was einer 200-Meter-Runde von 34 Sekunden entspricht. Jäger wurde aber gesagt, er solle die Runde in 35 Sekunden laufen, woran er sich prompt hielt.

Tags darauf holte der Penzberger über die 800 Meter mit 1:59,03 Minuten die Silbermedaille. Besser als Nick Jäger war nur sein Freund, Hannes Burger (1:57,86 ) vom LC Buchendorf. Zunächst lief der Penzberger direkt hinter Burger, doch ausgangs der ersten Runde ließ sich Jäger auf den letzten Platz zurückfallen. „Da habe ich etwas verschlafen, ich hätte nicht den Anschluss an Hannes verlieren dürfen“, so der Kommentar des TSV-Athleten. Als Burger nach 400 Metern beschleunigte, war die Lücke bereits zu groß.

Der Jüngste der Jäger-Brüder, Luk, gewann in der Altersklasse U-18 eine Bronzemedaille. Über die 3000 Meter lief er in 9:43,87 Minuten als souveräner Dritter über die Ziellinie. Hürdenspezialist Andreas Kölbl überzeugte bei den Männern über die 400 Meter (51,74 Sekunden/6. Platz) und über die 800 Meter (2:00,04/5. Platz) mit persönlichen Hallen-Bestzeiten. Pech hatte Sprinter Raffieu Deen Johnson. Im 60-Meter-Sprint der Männer gewann er seinen Vorlauf (7,12). Im Zwischenlauf wollte er unbedingt eine persönliche Bestzeit erreichen. Dabei produzierte er jedoch einen Fehlstart, was eine Disqualifikation zur Folge hatte.

TSV Peißenberg

Vom TSV Peißenberg war in München lediglich U-23-Athlet Tim Osenberg am Start. Der Student konzentriert sich vornehmlich aufs Speerwerfen, trainiert aber vor allem im Winter auch gern den Sprint. Über die 60 Meter der Männer war für Osenberg bei seinem ersten Wettkampf 2018 nach dem Vorlauf Schluss. Mit 7,58 Sekunden wurde er in seinem Rennen Fünfter.

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