Tobias Schwarzenberger (re.) und Markus Brennauer bieten einen besonderen Lauf-Wettbewerb an.
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Lassen sich von Corona nicht stoppen: Tobias Schwarzenberger (re.) und Markus Brennauer bieten einen besonderen Wettbewerb an.

LEICHTATHLETIK

Eine Berglauf-Challenge für das Oberland

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Die Liste an Läufen, die wegen Corona zum Teil zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden müssen, ist lang. Um Lauffreunden dennoch etwas bieten zu können, haben Tobias Schwarzenberger und Markus Brennauer sich etwas Besonderes überlegt.

Landkreis – Gögerltraillauf, Söcheringer Stunden-Teamlauf, Schlierseer Sixtus-Lauf – die Liste an Wettbewerben, die wegen Corona zum Teil zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden müssen, ist lang. Und sie droht, noch länger zu werden. Um Lauffreunden dennoch etwas bieten zu können, haben Tobias Schwarzenberger aus Sindelsdorf und Markus Brennauer aus Penzberg nun den „Isar Loisach Gipfelcup“ ins Leben gerufen.

Der Isar-Loisach-Gipfelcup „ist eine virtuelle Berglaufserie. Dafür haben wir zehn Gipfel in der Region ausgesucht“, erklärt Schwarzenberger, dem die Idee dazu gekommen war. Er, der Radsportler, und Brennauer, der Leichtathlet, haben sich in den vergangenen Jahren beim Training des Öfteren virtuell, per GPS-Tracker, im Berglauf herausgefordert. Nach einem Telefonat mit Brennauer, der von der Idee begeistert war, standen schnell das Wettkampfformat und die Gipfel fest.

Neuer Wettkampf „Isar Loisach Gipfelcup“

Die Ziele sind: Hohe Kisten und Hirschberg (Start-Ort: Eschenlohe), Rötelstein (Großweil), Herzogstand (Schlehdorf), Benediktenwand (Benediktbeuern), Zwiesel (Blomberg-Parkplatz), Rechelkopf (Gaißach), Fockenstein und Seekarkreuz (Lenggries), Hirschhörnlkopf (Jachenau). Läuferinnen und Läufer haben ab sofort bis zum 31. Oktober die Gelegenheit, fünf Gipfel im Loisachtal, vier Gipfel im Isartal sowie einen Gipfel in der Jachenau zu erklimmen. Um in die Gesamtwertung des Cups zu kommen, muss eine/einer mindestens vier verschiedene Bergläufe mittels GPS aufzeichnen. Dies ist – noch dazu recht einfach – mit der Lauf-App „Strava“ möglich. Maximal sechs Gipfel kommen in die Wertung. „Um die Leistungen vergleichbar zu machen, werden pro Gipfel die Zeiten im Vergleich zum jeweils schnellsten Läufer in Punkte umgerechnet und die Gesamtpunktzahlen berechnet“, erklärt Markus Brennauer. Er verweist für die Details auf die von ihm erstellte Internetseite www.gipfelcup.de. „Aber auch unsere Fleißigsten werden belohnt. Dabei zählt schlichtweg jeder Gipfel. Wer also in täglicher Routine an seinem Lieblingsberg trainiert, hätte sehr gute Chancen, am Ende des Wertungszeitraums diese Wertung zu gewinnen“, so Brennauer.

Streckenauswahl kommt allen Läufertypen entgegen

Mit dem Isar-Loisach-Gipfelcup richten sich die beiden vor allem an Sportler aus der Region. „Die Streckenauswahl soll unterschiedlichen Läufertypen gerecht werden und Strategie ins Spiel bringen“, so Schwarzenberger. So gibt es „Bergsprints“, wie den 3,6-Kilometer-Anstieg mit 640 Höhenmetern zum Rechelkopf, und Ausdauersegmente, wie die Benediktenwand (11,6 Kilometer/1100 Höhenmeter). Darüber hinaus bietet die Auswahl einfach zu laufende Strecken, wie die Forstwege auf den Zwiesel, und technisch anspruchsvolle Passagen, wie die Gipfelüberschreitung des Geiersteins auf dem Weg zum Fockenstein.

Der Isar-Loisach-Gipfelcup soll mehr als einfach nur eine Wettkampf-Serie sein. „Wir wollen die Läufergemeinde im Oberland auch in Corona-Zeiten näher zusammenrücken lassen“, sagt Brennauer. So sollen, wenn es die Regeln zulassen, „Community-Runs“ stattfinden, also gemeinsame Läufe in der Gruppe ohne Wettkampfcharakter. Außerdem werden auf der Internetseite nicht nur regelmäßig die Ergebnisse veröffentlicht, sondern auch Teilnehmererlebnisse und Fotos. Nicht zuletzt betonen beide, dass die Strecken nur auf ausgeschilderten Wanderwegen verlaufen. Es gilt also auch, auf Wanderer, Mountainbiker etc. zu achten. Abkürzungen oder Streckenabweichungen würden durch das GPS-Tracking ohnehin dazu führen, dass der Lauf nicht in die Wertung kommt.

Zudem sind alle Startorte, wie auf der Internetseite beschrieben, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Und sollte am Ende zwischen Athleten Punktegleichstand herrschen, wird dann dank Bonuspunkten derjenige bzw. diejenige mit den häufigsten Bus-, Bahn- oder Rad-Anreisen gewinnen. Die Veranstalter weisen ausdrücklich darauf hin, die geltenden Corona-Regeln einzuhalten. Die Teilnahme ist im Übrigen kostenlos. Schwarzenberger und Brennauer engagieren sich völlig unentgeltlich.

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