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Fliegen vor dem Guggenheim-Museum: Das Foto zeigt Iris Schmidbauer bei einem ihrer Sprünge am Finaltag des „Red Bull Cliff Diving“ in Bilbao.
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Das Foto zeigt Iris Schmidbauer bei einem trainingssprung beim Wettbewerb in Bilbao.
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Fliegen vor dem Guggenheim-Museum: Das Foto zeigt Iris Schmidbauer bei einem ihrer Sprünge am Finaltag des „Red Bull Cliff Diving“ in Bilbao.
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Fliegen vor dem Guggenheim-Museum: Das Foto zeigt Iris Schmidbauer bei einem ihrer Sprünge am Finaltag des „Red Bull Cliff Diving“ in Bilbao.

Cliff Diving

Cliff-Diving: Platz sieben beim Saisonfinale ist für Schmidbauer Gold wert

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Iris Schmidbauer hat beim „Red Bull Cliff Diving“ in Bilbao das Podest verpasst, aber dennoch ist ihr ein wichtiger Schritt gelungen: Die Pählerin gehört 2020 zu den gesetzten Athletinnen.

Bilbao/Pähl – Iris Schmidbauer war nach dem Wettkampf ziemlich erledigt, wie sie ihren Fans kurz vor dem Rückflug aus Bilbao via „Instagram“ mitteilte. Sie habe große Schmerzen im gesamten Rückenbereich und am Nacken, dazu Kopfweh und einen entzündeten Hals. Aber die – selbst gestellte – Frage, ob sie in Bilbao trotz allem eine gute Zeit gehabt habe, beantwortete die Pählerin mit einem klaren „Ja“.

Das Ergebnis des letztes Saison-Wettkampfes in der „Red Bull Cliff Diving“-Serie war für Schmidbauer ja auch sehr erfreulich, wenngleich es mit einem Podestrang nicht geklappt hatte. Als Siebte holte sich die Pählerin in der Gesamtwertung wichtige Punkte und machte damit den achten Rang perfekt. Eine Platzierung, die ihr im kommenden Jahr ein dauerhaftes Startrecht in dem prestigeträchtigen Wettkampfformat garantiert. Bis dato gehörte Schmidbauer zu den Wildcard-Springern; das heißt, sie musste vor jedem einzelnen Wettkampf hoffen, von den Veranstaltern eingeladen zu werden. Für Schmidbauer ist die Qualifikation ein weiterer Schritt auf dem Weg in die absolute Elite ihres Sports.

Cliff-Diving: Schmidbauer bei Red-Bull-Contest 2020 gesetzt 

Mit zwei vierten Plätzen in der „Red Bull“-Serie sowie einem fünften Rang beim FINA-World-Cup in China hat die Pählerin gezeigt, dass sie mit den Besten mithalten kann. In Thun gewann Schmidbauer die internationale Schweizer Meisterschaft – es war das erste Mal, dass in einem Land ein derartiger Titel im Klippenspringen vergeben wurde. Mittlerweile zeigt die 24-Jährige im Wettkampf regelmäßig auch den bislang schwierigsten Sprung, den Frauen von der 20-Meter-Plattform wagen: einen dreifachen Rückwärts-Salto mit zwei Schrauben.

In Bilbao traten die Frauen zum ersten Mal an. Gesprungen wurde dort von einer Brücke in unmittelbarer Nähe des Guggenheim-Museums, das mit einer besonderen Architektur aufwartet. Rund 27 000 Zuschauer wohnten dem Wettbewerb bei, in dem die Australierin Rhiannan Iffland mit dem siebten Sieg im siebten Springen einer bestens verlaufenen Saison die Krone aufsetzte. 

Die 28-Jährige hatte heuer auch den FINA-World-Cup in China gewonnen sowie bei der WM in Südkorea Gold geholt. Den Titel in der „Red Bull“-Serie holte sie zum mittlerweile vierten Mal in Folge. In Bilbao gewann Iffland mit 327,60 Punkten souverän vor Lysanne Richard (Kanada/300,80) und Jessica Macaulay (Großbritannien/295,50). Schmidbauer kam nach vier Sprüngen auf 259,0 Zähler, nur 1,3 Punkte trennten sie von der Sechsten, der Weißrussin Yana Nestsiarava. Sie hatte 2015 und 2017 jeweils WM-Bronze geholt.

Schmidbauer ist einerseits etwas traurig, dass die „Red Bull Cliff Diving“-Saison vorbei ist, andererseits freut sie sich auf eine Wettkampf-Pause. Die ein oder andere Aktion im Klippenspringen wird sie heuer trotzdem noch abliefern, versprach sie den Followern auf „Instagram“. Doch erst einmal gilt es, die Wehwehchen vom Bilbao-Wettkampf auszukurieren.

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Iris Schmidbauer verspührt plötzlich speziellen Druck - Beim „Red Bull Cliff Diving“ in Mostar musste sich Iris Schmidbauer mit Rang neun zufrieden geben. Die Pählerin war danach selbstkritisch, erhielt aber auch Lob von einer Springer-Legende.

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