Das BMX-Foto zeigt eine Szene mit Regine Rill (rechts) vom BMX-Team Weilheim bei den „Cruiser Women 30 & over“.
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Rad-an-Rad-Duell: In allen Klassen wurde mit großem Einsatz um die Plätze gekämpft. Das Foto zeigt eine Szene mit Regine Rill (rechts) vom BMX-Team Weilheim bei den „Cruiser Women 30 & over“.

BMX: Bayerische Meisterschaft in Weilheim

MC Weilheim gelingt zum Jubiläum Sieg in der Teamwertung

  • Paul Hopp
    VonPaul Hopp
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Zu seinem 25-jährigen Bestehen richtete das BMX-Team Weilheim die bayerische Meisterschaft aus - in Corona-Zeiten keine leichte Aufgabe. Die Mühen haben sich gelohnt. Auch sportlich lief es bestens.

Weilheim – Corona hin oder her – das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen wollte sich das BMX-Team Weilheim nicht vermiesen lassen. Die MC-Sparte hatte im Vorfeld viel Aufwand betrieben, um das Ereignis in besonderem Rahmen, mit der Austragung der bayerischen Meisterschaft, zu begehen. So wurde die Bahn in der Au hergerichtet und ein Hygienekonzept erstellt. Die Mühen haben sich gelohnt: Über 200 Sportler zeigten bei bestem Wetter spannenden Rennsport.

BMX-Team Weilheim: Die Ehrengäste waren angetan von dem, was das BMX-Team Weilheim auf die Beine gestellt hatte. So waren Peter Bohmann, Vizepräsident Leistungssport des Bayerischen Radsportverbands, ebenso beeindruckt wie Angelika Flock, die zweite Bürgermeisterin der Kreisstadt. Für die Meisterschaft hatten die Weilheimer moderne Technik angeschafft, dazu zählten ein vollelektronisches Startgatter und eine elektronische Zeitnahme. Die Weilheimer waren mit 22 Fahrerinnen und Fahrern angetreten. Vier Meistertitel und vier zweite Plätze bedeuteten den Sieg in der Mannschaftswertung unter zehn Klubs. Sehr zufrieden war Vorsitzender Torsten Perlik: Zwei Jahre nach dem letzten Heimrennen sei die Motivation und der Spirit im Team besonders hoch gewesen, heißt es in einer Mitteilung.

Zu den strahlenden Siegern gehörten Anastasia Frison (7 und 8 Jahre), Elias Hartmann (9-10) und Jakob Paternoster (11-12), die jeweils in der Beginner-Klasse gefahren waren. Im Lizenzbereich wurde der amtierende deutsche Meister Fiete Müller bei den „Boys 9-10“ seiner Favoritenrolle gerecht. Alle vier Weilheimer dominierten ihre Klassen und gewannen alle ihre Läufe. Durch die Silbermedaillen von Gregorio Frison (Beginner 7/8) und Valentin Rill (Beginner 9/10) gab es sogar zwei Doppelsiege für die Gastgeber.

Bester seiner Klasse: Fiete Müller vom Weilheimer BMX-Team.

Unbeeindruckt von der männlichen Konkurrenz zeigte sich Anika Rill (Beginner 5/6): Sie zog mit zwei Siegen und zwei zweiten Rängen sicher ins Finale ein. Dort machte sie die Silbermedaille perfekt. Johannes Hartmann, mit fünf Jahren der Jüngste im Team, mischte in den Vorläufen unter den Besten mit, gewann sogar einen Lauf. Im Finale schwanden aber die Kräfte – er wurde Siebter. Die vierte Medaille für die Gastgeber holte Johann Holbe (Beginner 13/14), der alle seine Läufe als Zweiter beendete und dafür Silber erhielt.

Nur ganz knapp fuhr Mattis Perlik in der Lizenzklasse „Boys 13-14“ an einem Podestplatz vorbei. In einem spannenden Finale musste er sich im Kampf um Bronze nur um wenige Zehntelsekunden geschlagen geben. Finlay Rae (Beginner 11/12) qualifizierte sich ebenfalls für ein A-Finale – er wurde Fünfter.

Die anderen Team-Mitglieder sammelten gute Rennerfahrungen. Marlon Abenthum (Beginner 7/8) gelang mit Rang vier im B-Finale ein guter Einstieg in den Rennsport. Lara Krowosch hatte bei den „Beginner 13/14“ einen schweren Stand gegen männliche Konkurrenz. Sie belegte Rang vier. Ebenfalls Vierte wurde Regine Rill in der Lizenzklasse der Cruiser-Fahrerinnen ab 30 Jahren.

MC Peißenberg: Das Peißenberger Trainerteam um Gerhard Lengger gibt sich viel Mühe in der Nachwuchsförderung, auch in Coronazeiten. „Viele unserer Nachwuchsfahrer haben in dieser Saison in die Lizenzklassen gewechselt, inzwischen haben wir 40 Lizenzfahrer im Verein“, berichtet Pressesprecherin Simone Schaberl. Dass die Peißenberger mittlerweile in fast allen Klassen vorn mitmischen können, zeigten die Ergebnisse in Weilheim: Sechsmal Gold, dreimal Silber und viermal Bronze holten die Athleten aus der Marktgemeinde. Der MC Peißenberg hatte heuer schon die oberbayerischen Titelkämpfe ausgerichtet.

Zwei Starts, ein Titel: Benedikt Bichlmeyr vom MC Peißenberg gewann in der Klasse der „Cruiser 17-29“.

Benedikt Bichlmeyr, der sich laut Mitteilung in den vergangenen Jahren stetig verbesserte, ging in Weilheim gleich zweimal an den Start. Am Samstag beeindruckte er in der Cruiserklasse 17-29 mit Rang eins. Der 14-Jährige setzte sich mit starken Starts und guter Kurventechnik gegen die deutlich ältere Konkurrenz durch. Am Sonntag qualifizierte er sich bei den „Boys 13/14“ souverän für das Finale. Dort traf Bichlmeyr auf Teamkollege Jamiro Löbel, der ebenfalls in den Vorläufen und seinem Halbfinale mit Top-Plätzen überzeugt hatte. Im Endlauf legte Löbel einen Blitzstart hin und setzte sich an die Spitze des Feldes, dicht gefolgt von Bichlmeyr. Beim Versuch, an Löbel dranzubleiben, stürzte Bichlmeyr und beendete das Rennen als Achter. Löbel verteidigte auf der technisch anspruchsvollen Bahn seine Spitzenposition und holte Gold. Pech hatte Jakob Lengger bei den „Boys 15/16“: Auch er qualifizierte sich zunächst mit starken Vorläufen für das Finale, stürzte dort aber an aussichtsreicher Position liegend und fuhr als Siebter ins Ziel.

Top drauf im Endlauf: Jamiro Löbel vom MC Peißenberg holte Gold bei den Lizenzfahrern „Boys 13/14“.

Die Medaillengewinner aus Peißenberg: Gold: Benedikt Bichlmeyr (Cruiser <16), Thorsten Stranninger (Cruiser 30-39), Jonas Hellmer (Boys 5-8), Lena Tafertshofer (Girls 13/14), Jamiro Löbel (Boys 13/14), Franziska Lengger (Women Elite). Silber: Miriam Thumann (Cruiser Women), Jonas Auhorn (Cruiser 17-29) und Moritz Tafertshofer (Boys 15/16). Bronze: David Pölzl (Cruiser 17-29), Vinzenz Kronacker (Boys 5-8), Miriam Guggenmos (Girls 9-11), Miriam Thumann (Girls 15/16).

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