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Ließ die Muskeln spielen: Alex Gavanas gewann gegen den Bosnier Dragan Janjanin vorzeitig durch technischen K.o.
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Leicht verbeulter Sieger: Alex Rigas musste in seinem Kampf gegen den Portugiesen Celso Neves einmal auf die Bretter.

Profiboxen im Circus Krone in München

Alex Rigas muss auf die Bretter - am Ende jubelt er dennoch

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Wer Erfolg haben will, muss auch leiden können. In seinem neunten Profikampf kam der Weilheimer Alex Rigas nicht ungeschoren davon. 

München/Landkreis – Alexander Rigas, gebürtiger Weilheimer, boxte im Münchner Circus Krone gegen Celso Neves, einen 28-Jährigen aus Sao Tome & Principe, einem afrikanischen Inselstaat. Neves hat die portugiesische Staatsbürgerschaft und lebt in Basel in der Schweiz. Für Rigas ging es also nicht darum, seinen Titel als Deutscher Profimeister im Supermittelgewicht zu verteidigen. Trotzdem brachte er seinen Gürtel mit und ließ ihn von seiner Entourage in den Ring im 100 Jahre alten Krone-Bau tragen. Wenn man solch ein schmückendes Teil schon mal hat, will man es auch herzeigen...

Boxen: Alex Rigas aus Weilheim bestimmt den Kampf, muss aber zu Boden

Es war ein normaler Kampf, einer zwischendurch, einfach zur Fortbildung. Wäre der Titel auf dem Spiel gestanden, hätte Alexander „The Great“ Rigas ihn behalten. Er gewann einstimmig nach Punkten, was in der gegnerischen Ecke aber zu Protesten führte. Denn in der vierten der acht Runden war Rigas umgehauen worden und wankte für ein paar Momente, als Ringrichterin Diani Milani ihn anzählte. Promoter und Rigas-Trainer Levent Cukur fand das Urteil pro seinen Schützling natürlich dennoch in Ordnung, „weil er den Kampf bestimmt hat. Er hat halt einmal nicht aufgepasst, da kam der Aufwärtshaken“. Rigas selbst sagte: „Ich habe einen Punch bekommen. Danach wusste ich: Deckung oben behalten. Ich habe auf meine Ecke gehört und das Ding gedreht.“ So überstand Rigas seinen neunten Auftritt als Profi unbeschadet und dankte Freundin und Familie für die Unterstützung „während der zehn Wochen Vorbereitung auf den Kampf“. Mit der Auswahl des Gegners war er zufrieden: „Jeder soll ein Stück besser sein als der vorherige. Der Junge war ein starker Boxer.“

Boxen: Leon Gavanas aus Peiting gewinnt durch Technischen K.o.

Rigas bestritt den zweiten Hauptkampf des Abends, Leon „Leonidas“ Gavanas, 21, kam früher dran. Der Schwergewichtler aus Peiting besiegte den Bosnier Drazan Janjanin in der dritten Runde durch Technischen K.o. So einfach war seine Aufgabe allerdings nicht. Janjanin, bei dem sich 108 Kilo auf 1,78 Meter verteilen, wirkte bei weitem nicht so athletisch wie Gavanas (1,90 m, 98 kg), konnte aber die Erfahrung aus 47 Profikämpfen einbringen – für Gavanas war es erst der vierte. Zudem steht der Bosnier in der Weltrangliste um die 200 Plätze höher. „Das war kein einfacher Gegner“, bemerkte Gavanas’ Boss Levent Cukur, „der ist selbst Trainer und hat in Bosnien ein Gym“. Cukur wies seinen Schützling an, sich nicht auf den Infight einzulassen: „Box’ lang“, lautete die Anweisung aus der Ecke. Letztlich war Cukur zufrieden: „Leon hat auf mich gehört.“ Gavanas fand: „Ich habe diesen Kampf gut bestritten. Jeder will den Knockout, aber das ist nicht so einfach.“ Sein Ziel, das bestätigte er, „ist die deutsche Spitze“. Unter den 66 lizenzierten deutschen Schwergewichtlern war er vor dem Wochenende 53. (weltweit Platz 628). Ein Thema bleibt für ihn die parallel laufende Kickboxkarriere.

Boxen: Circus Krone ist ein Tempel des Faustkampfs

Als Boxer mit den Fäusten hat er zumindest mal einen Tempel des Faustkampfs kennengelernt. Im Circus Krone trainierte Muhammad Ali und kämpfte der junge Wladimir Klitschko. Mit nun 2100 Plätzen ist die Halle ideal für einen kleinen, aber wachsenden Boxstall wie Cukurs „Lionssportpromotion“. Alexander Rigas jedenfalls war begeistert: „Geile Halle, geile Stimmung.“

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