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Hohes Tempo bei über 35 Grad

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Größenvorteil Peißenberg: Stefan Staltmayr (re.) gewann seinen Super-Schwergewichtskampf nach Punkten. foto: ruder
Größenvorteil Peißenberg: Stefan Staltmayr (re.) gewann seinen Super-Schwergewichtskampf nach Punkten. © Ruder

Weilheim - Ein heißes Duell im wahrsten Sinn des Wortes lieferten sich die Boxer des TSV Peißenberg und ihre Gäste aus Ungarn in Weilheim. Im Ring herrschten mehr als 35 Grad.

Jürgen Grimbs, der Trainer der Peißenberger Boxer, wirkte, als habe er soeben selbst drei Runden im Ring absolviert. Schweißnass und mit gerötetem Gesicht saß er da. „Es war echt hart“, sagte Grimbs. Und damit meinte er vor allem die Bedingungen im Weilheimer Festzelt. Alle Kämpfer, sowohl die des TSV Peißenberg als auch die des SE Geyevat aus Sopron (Ungarn), hatten jeweils noch einen weiteren Kontrahenten: die Hitze. Auf 35,6 Grad, gemessen unterhalb des Rings, stiegen die Temperaturen. Dafür zeigten die Athleten vor den rund 350 Zuschauern allesamt ein hohes Tempo. Das Endergebnis war deutlich: Mit 18:12 siegte der TSV Peißenberg.

Acht der zehn Kämpfe konnten die Peißenberger mit Eigengewächsen besetzten. „Ich war mit allen zufrieden“, so lautete Grimbs’ Fazit. An vier seiner Athleten verteilte der Coach ein Sonderlob. Dazu gehörte Leon Gavanas. Im Junioren-Halbschwer-Gewicht stieg er gegen den deutlich erfahreneren Roland Erdelyi in den Ring. Der Landesmeister aus Ungarn trat schon bei EM- und WM-Turnieren an. „Den zu boxen, das war frech“, sagte Grimbs. Und Gavanas machte seine Sache gut, zeigte starke Aktionen und verlor nur knapp.

Auch Johann Hutter (Jugend-Schwergewicht) zeigte in seinem dritten Kampf eine ansprechende Leistung. Mit dem ungarischen Jugendmeister Daniel Weber lieferte er sich einen Schlagabtausch, der das Publikum zum Toben brachte. Hutter verlor nach Punkten, doch das war für Grimbs nicht das Entscheidende: „Er hat durch so einen Kampf gewonnen.“

Eine Revanche glückte Leon Vollmann (Kadetten-Fliegengewicht) gegen Marcell Kuzbelt: Im Vorjahr hatte der Peißenberger gegen den Ungarn noch klar verloren, diesmal siegte Vollmann nach Punkten. Der TSV-Kämpfer ließ sich dabei auch nicht von einer schweren Rechten aus dem Konzept bringen, die er ganz zu Beginn kassierte. Zu Vollmann meinte Grimbs: „Er hat sich riesig gesteigert.“ Nicht zufrieden mit dem Urteil war der ungarische Trainer. Er quittierte das Ergebnis mit einem Kopfschütteln.

Einen technisch starken Auftritt zeigten im Männer-Halbschwergewicht Alex Rigas (54 Kämpfe) und sein Kontrahent Joszef Toth (134 Kämpfe). Rigas gelangen die besseren Aktionen, was mit einem Sieg nach Punkten belohnt wurde.

Die weiteren Kämpfe (Peißenberger zuerst genannt): Junioren-Leichtgewicht: Patrick Feistl besiegt Martin Koloszar in einem guten Duell nach Punkten; Männer-Halbschwer: Markus Schelke siegt gegen den etwas ungestümen Andreas Hanglberger nach Punkten; Jugend-Mittel: Michael Eifert behält gegen Viktor Toth nach Punkten die Oberhand; Männer-Super-Schwer: Stefan Staltmayr gewinnt gegen den deutlich kleineren, aber mutig kämpfenden Imre Eszes nach Punkten; Männer-Welter: Sebastian Speckamp gewinnt gegen Kristof Huszar verdient nach Punkten; Jugend-Welter: Arthur Krischanowski gewinnt einen technisch guten Kampf gegen Robert Sziqeti nach Punkten.

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