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Fliegen am anderen Ende der Welt: An ihrem derzeitigen Aufenthaltsort, in Neuseeland, hat Iris Schmidbauer ein paar Orte entdeckt, an denen sie aus großer Höhe ins Wasser springen kann – hier im McLaren Falls Park. 
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Iris Schmidbauer aus Pähl.

Cliff Diving

Corona im Spitzensport: Bittere Nachricht für Pähler Klippenspringerin

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Das Coronavirus macht dem weltweiten Spitzensport zu schaffen: Nun muss Klippenspringerin Iris Schmidbauer eine bittere Nachricht hinnehmen - es geht um die Red-Bull-Cliff-Diving-Serie.

Pähl/Auckland – Die schlechte Nachricht quittierte Iris Schmidbauer auf ihrem Instagram-Account mit klarem Zeichen: drei Emojis, die bittere Tränen vergießen. Die „Red Bull Cliff Diving Serie“ findet in diesem Jahr nicht statt. Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie sahen sich die Organisatoren der Veranstaltung zu dem Schritt gezwungen.

Cliff Diving: Saisonstart hätte in Bali erfolgen sollen

Ursprünglich hätte der Auftakt am 16. Mai in Bali erfolgen sollen. Zwischenzeitlich war der Saisonstart dann auf den August verschoben worden. Nun also das komplette Aus, das für Schmidbauer besonders bitter ist. Denn die 25-Jährige aus Pähl hätte heuer erstmals zu den acht Athletinnen gehört, die fest für alle Wettkämpfe der weltweiten High-Diving-Serie gesetzt waren. Seit Herbst vergangenen Jahres weilt Schmidbauer in Auckland. Dort trainiert sie bei einem Klub, dem mehrere neuseeländische WM- und Olympia-Teilnehmer in Sachen „Wasserspringen“ angehören.

Cliff Diving: Schmidbauer gehört zu den gesetzten Athletinnen

Eventuell findet zumindest ein Wettbewerb statt: Laut den Organisatoren um den ehemaligen US-Topspringer Greg Louganis (1984 und 1988 vierfacher Olympiasieger im Kunst- und Turmspringen) soll ein Springen im November in Sydney (Australien) über die Bühne gehen – allerdings nur, wenn die Sicherheit aller Zuschauer und Athleten sowie der ansonsten Beteiligten gesichert ist. Im ursprünglichen Kalender standen acht Stationen auf dem Programm: Bali (Indonesien), La Rochelle (Frankreich), Texas (USA), Polignano a Mare (Italien), Oslo (Norwegen), Sao Miguel (Azoren/Portugal), Mostar (Bosnien-Herzegowina) und Sydney (Australien). Die Serie gibt es seit 2009, Schmidbauer war erstmals 2016 dabei. Bis dato gehörte sie zu den Athletinnen mit einer Wildcard. 

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Woke up to heartbreaking news yesterday. The Red Bull Cliff Diving World Series 2020 has been cancelled. Compared to the hardships that so many people throughout the world are facing during this very difficult time, I truly do understand that cancellation of a sporting event is something quite small. Still, it is a big change in my life, at this point competition is my job. I am sad that I will miss seeing and competing against my friends, some of the bravest and most talented extreme athletes in the world. We all train for hundreds of days, but only getting the chance to compete a few days each year. Only there do we find out if our hard work has paid off. As we usually can only practice 20m cliff dives at a competition. When we train, we do so much work doing partial tricks from 10m. When you arrive at the competition, will that hard work on 10m work out correctly for doing the entire dive from 20m? It’s a dive into uncertainty! If you are successful, it’s such a relief and reassurance. It’s pure joy, and something that all of the athletes share with one another as we know what each other is facing…when someone is successful with a dive that they are fearful of, EVERYONE celebrates! I will miss challenging myself. I will miss celebrating for, and with others! I might have other opportunities to dive this year, but odds are quite low. As of now I am planning to stay in New Zealand. I am sad to know that I might not make it home this year, but if I had to be anywhere else than home, that place is right here. It’s an incredibly beautiful place where you walk out to a beautiful sunrise every day. As soon as quarantine is lifted, I will join these amazing Kiwi’s in their love of the sea, and learn to surf. Also, without competition, I don’t have my place to earn income so I will do that thing that adults do…find a job! And of course I will continue training and getting ready and excited about the RBCDWS 2021!

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Auch das ist interessant:

Das Neuseeland-Abenteuer von Iris Schmidbauer - Klippenspringerin Iris Schmidbauer ging dieses Jahr einen besonderen Weg. Sie zog nach Neuseeland. Auf den nächsten Wettkampf muss sie aber erst einmal warten.

Iris Schmidbauer dran an der Weltspitze - Bei ihren Wettkämpfen springt sie abwärts, und dennoch geht es für Iris Schmidbauer steil bergauf: Die Klippenspringerin aus Pähl hat sich an die Weltspitze herangeschoben.

Iris Schmidbauer ist für die WM gerüstet - An zwei spektakulären Orten machte jüngst die „Red Bull Cliff Diving“-Serie Station. Die Pählerin Iris Schmidbauer behauptete sich im Feld der Besten, wagte einen neuen Sprung und zeigte, dass sie für die WM gerüstet ist.

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