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Eine Macht in Orange: die jungen Frauen und Männer des TSV Penzberg, die bei den Langstaffel-Meisterschaften im schwäbischen Türkheim gleich mehrere Podestplätze holten. 

Leichtathletik

Cooler Tom Jäger sichert Staffelgold

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Die Penzberger Leichtathleten holten bei der Landesmeisterschaft  in Türkheim insgesamt fünf Medaillen. Dank Tom Jäger gab es sogar Staffelgold.

Penzberg – Die Attacke des Gegners kam eingangs der letzten Kurve. 800 Meter hatte lang hatte sich Cornelius Rüth (LG Stadtwerke München) im Windschatten von Tom Jäger aufgehalten und damit Kräfte gespart. Dann zog der LG-Läufer vorbei. Doch der 19-jährige Jäger ließ sich nicht beirren – er setzte in der Kurve zum Konter an. Obwohl er einen weiteren Weg als Rüth gehen musste, zog er sofort vorbei und lief bis ins Ziel zehn Meter Vorsprung heraus. Ein weiteres Spitzenergebnis für den TSV Penzberg war in trockenen Tüchern. Im Staffelwettbewerb der U-23 über 3 x 1000 Meter hatten die Penzberger (offiziell als Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach angetreten) in der Zeit von 8:10,30 Minuten den bayerischen Meistertitel geholt.

Mit 2:33 Minuten war Tom Jäger am Schluss der schnellste Läufer. Lucas Herbeck hatte das Rennen mit ausgezeichneten 2:35 Minuten eröffnet und das Staffelholz als Zweiter mit fünf Metern Rückstand auf die führenden Münchener an Samuel Kennerknecht übergeben. „Dass ich so schnell laufen könnte, damit hatte ich nicht gerechnet“, so Herbeck. Kennerknecht, für den es bereits der zweite Einsatz an diesem Tag war, verlor zunächst knapp 40 Meter auf den Münchener. Doch 200 Meter vor dem Wechsel mobilisierte der 19-jährige Habacher seine letzten Kraftreserven und überholte den Münchener.

Knapp zwei Stunden vor dem Sieg hatte Kennerknecht mit der 4 x 400-Meter-Männerstaffel gewonnen. Mit Matthias Bauer, Andreas Kölbl und Marinus Huppenberger kam er auf eine beachtliche Zeit von 3:29,48 Minuten. Schneller waren nur der LAC Quelle Fürth (3:21,33) und der TSV Schwabmünchen (3:28,04). Startläufer Bauer und Kölbl als zweiter Läufer waren mit je knapp 50 Sekunden die schnellsten Penzberger Viertelmeiler. „Ich war überrascht, dass ich nach meiner Verletzung und dem schlechten Ergebnis von Germering vor vier Tagen doch so schnell laufen konnte“, sagte 22-jährige Kölbl lächelnd. Auch Bauer (23) war zufrieden, nachdem er noch mit großen Zweifeln an den Start gegangen war. „Matthias hat gezeigt, dass die schlechten Leistungen aus Germering nur ein Ausrutscher waren. Die harte Arbeit im Trainingslager hat sich jetzt ausgezahlt“, so Trainer Markus Brennauer.

Ebenfalls belohnt für ihr konsequentes Training wurden Nick Jäger und Marvin Bertram, die mit dem Geretsrieder Julian Meyer Silber über 3 x 1000 Meter in der U-20 gewannen. Mit 8:02,78 Minuten mussten sie sich nur dem favorisierten 1. FC Passau (7:57,65) geschlagen geben. Startläufer Meyer (19), der gerade im Abiturstress ist, übergab fast zeitgleich mit seinem Passauer Kontrahenten an Bertram. Der erst 15-Jährige musste dann seinen deutlich älteren Passauer Gegner ziehen lassen. Nick Jäger konnte so trotz der schnellsten Zeit im gesamten Teilnehmerfeld (2:35) nur noch knapp die Hälfte des Rückstandes gutmachen. „Obwohl der Rückstand so groß war, habe ich versucht, so schnell wie möglich zu laufen, schließlich wollte ich noch die Norm für die deutschen Meisterschaften unterbieten“, so der 17-Jährige. Die Norm verpassten die drei Penzberger nur um 0,58 Sekunden. „Das ist natürlich schade für die Jungs“, so Trainerin Melanie Jäger, „aber vielleicht versuchen wir es noch einmal in den nächsten Wochen.“

Eine weitere Silbermedaille sicherte Schlussläufer Luk Jäger der 3 x 1000-Meter-Staffel in der Altersklasse U16. Mit 9:24,33 Minuten musste das Trio nur der Staffel des LAC Quelle Fürth den Vortritt lassen. Mit 2:55 Minuten für seinen Kilometer war der 13-jährige Luk Jäger der Schnellste, wobei Colin Klein und Luis Viertlböck ebenfalls starke Leistungen zeigten.

Nicht mit einer Medaille belohnt wurden Michaela Kölbl und Alicia Wutz, die über 4 x 400-Meter mit Elisabeth Mayr und Manuela Bauer in 4:15,44 Minuten Vierte der U-20 wurden. „Es ist wirklich sehr schade, dass beide ohne Medaille nach Hause fahren mussten, da sie wirklich toll gelaufen sind“, so Melanie Jäger. Mayr (16) und Bauer (16) waren in ihrem ersten Rennen des Tages, den 3 x 800 Metern der U-18, nicht an ihr Limit gegangen, um sich für den 4 x 400-Meter-Einsatz etwas zu schonen. Mit Sophie Huber hatten sie Bronze geholt, wobei alle zwischen 2:45 und 2:49 Minuten unterwegs waren.  

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