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Lauf mit Hindernissen: Marvin Bertram (vo.) und Luk Jäger (hi./Nr. 292) hatten im U-20-Rennen mit körperlichen Problemen zu kämpfen.
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Vize-Titel: Nick Jäger lief bei der U23 ein starkes Rennen.
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Teaminternes Duell: Lucas Herbeck (vo.) und Tom Jäger (Mi.) lagen auf der Männer-Mittelstrecke am Ende acht Sekunden auseinander.

Crosslauf: Deutsche Meisterschaft

Crosslauf in Sindelfingen: Nick Jäger auch im Schlamm pfeilschnell

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Die Crosslauf-DM in Sindelfingen entwickelte sich zu einer wahren Schlammschlacht. Nick Jäger (TSV Penzberg) ließ sich davon nicht bremsen. Und nach dem Rennen wurde es erst richtig hektisch.

Sindelfingen – Nach dem Rennen ging die Hetzerei für Nick Jäger erst richtig los. Der Penzberger sprang nach seinem Auftritt bei der deutschen Meisterschaft im Crosslauf gleich unter die Dusche, um sich den Matsch von Beinen und Armen abzuwaschen – das Rennen war eine echte Schlammschlacht gewesen. Danach ging es sofort zur Siegerehrung und weiter zum Frankfurter Flughafen, von wo aus der 20-jährige DLV-Kader-Athlet zu einem dreiwöchigen Trainingslager in Südafrika aufbrach. Im Gepäck hatte er dabei eine Silbermedaille, die er in Sindelfingen in der U-23-Klasse geholt hatte.

TSV Penzberg: Nick Jäger zufrieden mit Silber

Die 7,7 Kilometer auf einer extrem anspruchsvollen und matschigen Strecke hatte Jäger in 27:02 Minuten absolviert und damit bis auf einen Konkurrenten alle anderen klar distanziert. Die starke Leistung von Markus Görger (LG region Karlsruhe), der in 26:01 Minuten gewann, erkannte Jäger neidlos an: „Markus war heute eine Klasse für sich. Trotzdem bin ich nach DM-Bronze 2019 mit meiner Silbermedaille sehr zufrieden.“ Der spätere Sieger hatte sich schon nach der ersten von sieben Runden deutlich von Jäger abgesetzt. Jäger hatte am Ende auf den Drittplatzierten, Dustin Uhlig (TSG Heilbronn), satte 21 Sekunden Vorsprung.

Für die anderen Athleten des TSV Penzberg lief es in Sindelfingen „eher durchwachsen“, berichtete Markus Brennauer. Der 40-Jährige verletzte sich im Rennen der Altersklasse M40 (6,6 Kilometer): „Ich habe mir mit dem ersten Schritt nach dem Startschuss die Oberschenkelrückseite links gezerrt. Ich bin dann noch die erste Runde zu Ende gehumpelt und habe dann aufgegeben.“ Danach konnte er nicht – wie geplant – am Mittelstrecken-Rennen der Männer teilnehmen. Über die 4,4 Kilometer wollte Brennauer zusammen mit Lucas Herbeck und Tom Jäger in der Teamwertung eine gute Rolle spielen. Brennauers Vereinskollegen liefen so „nur“ für eine gute Einzelplatzierung.

TSV Penzberg: Markus Brennauer muss verletzt aufgeben

Das Duo lieferte sich ein spannendes teaminternes Duell, das der 22-jährige Herbeck (15:42 Minuten/34. Platz) knapp für sich entschied. Tom Jäger, der ältere Bruder von Nick, belegte mit 15:50 Minuten den 39. Rang unter 89 Finishern. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, schließlich konnte ich im Januar und Februar aufgrund einer Knieverletzung nur wenig trainieren“, so Herbeck. Tom Jäger sagte zu seinem Rennen: „Ich bin in der zweiten Runde etwas zu offensiv gelaufen. Das habe ich hinten raus etwas büßen müssen.“

Der Senior im TSV-Team in Sindelfingen, Hugo Mann (66), belegte in seiner Altersklasse den fünften Platz. Über die 5,5 Kilometer fehlten dem Penzberger, der nach 24:18 Minuten ins Ziel gelaufen war, 28 Sekunden auf den Bronzerang. „Ich bin leider viel zu vorsichtig in das Rennen gestartet. Ich hatte etwas zu viel Respekt vor der völlig aufgeweichten Strecke. Deshalb musste ich in den ersten zwei Runden einen Läufer nach dem anderen überholen, was mich sehr viel Kraft gekostet hat.“ Der Sieg ging an Ludwig Lang (SVG Ruhstorf / Rott), der mit 22:02 Minuten die M-65-Klasse dominierte.

TSV Penzberg: Hugo Mann hadert mit vorsichtigem Rennbeginn

Einen weiteren fünften Rang für den TSV Penzberg erlief sich das U-20-Team in der Besetzung Marvin Bertram (24:18 Minuten/7. Platz), Luk Jäger (25:33/19.) und Colin Klein (28:37/51.). Bertram (18) lag nach der Hälfte der 6,6 Kilometer noch auf Rang vier. „Ich habe in der dritten Runde Seitenstechen bekommen. Deshalb konnte ich heute nicht an mein Limit gehen“, so der bayerische Crosslaufmeister. Luk Jäger (17) plagten ab der ersten Runde Magenprobleme: „Ich habe keine Ahnung, warum mir sofort schlecht geworden ist. Es war echt zermürbend. Deshalb bin ich auch überhaupt nicht zufrieden mit meinem 19. Platz.“ Positiver fiel das Fazit für Klein (16) aus: Der 800-Meter-Spezialist, lief ein konstantes Rennen und trug damit maßgeblich zum guten Mannschaftsergebnis bei.

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