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Freute sich über Team-Gold: Lucas Herbeck überzeugte im Rennen der U-23-Athleten.
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Spannendes Duell: Julia Rath (l.) entschied in der W-15 erst auf der Zielgeraden den Zweikampf mit Sophia Schwarz (r.) für sich. 
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Nicht aufzuhalten: Nick Jäger (r.) ließ Konkurrent Gabriel Allgayer keine Chance.
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Am Ende gab es die Silbermedaille: Luk Jäger (r.) zeigte im U-18-Lauf eine starke Leistung, musste am Schluss aber Finn Hösch (l.) vorbeiziehen lassen.
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Nick Jäger (Mi., hier ein Archivbild) war der Crosslauf-Konkurrenz einmal mehr voraus.

Leichtathletik

Nick Jäger mit unwiderstehlichem Antritt

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Deutlich größer als in den Jahren davor war die Konkurrenz bei der bayerischen Crosslaufmeisterschaft. Den TSV Penzberg konnte das nicht stoppen.

Penzberg/Kemmern – Die Aktion wird Gabriel Allgayer (LG Stadtwerke München) im Nachhinein bereut haben. Im U-23-Rennen lag der Top-Triathlet nach einer von drei Runden vor Nick Jäger (TSV Penzberg) in Führung. Allgayer zeigte mit einer Handbewegung an, dass nun mal der Verfolger die Führungsarbeit übernehmen sollte – und Jäger tat ihm den Gefallen, sorgte aber zugleich für eine Tempoverschärfung.

„Da das Rennen mit 3750 Metern relativ kurz war, habe ich sofort die Chance genutzt, um eine Lücke zu reißen“, erklärte der Penzberger Student mit einem Lächeln. Sogleich hatte er 20 Meter Vorsprung, wobei Allgayer nun alles versuchte, die Lücke nicht größer werden zu lassen. Für knapp einen Kilometer gelang ihm dies auch, doch dann wurde der Abstand zusehends größer. In der dritten Runde wuchs der Vorsprung von Jäger auf 50 Meter an, weshalb er am Ende sogar relativ locker seinen ersten bayerischen Meistertitel in der Altersklasse U-23 nach Hause lief. Mit 10:53 Minuten hatte er am Ende elf Sekunden Vorsprung auf Allgayer.

Jägers Lauf war einer von gleich mehreren starken Vorstellungen der Penzberger Athleten bei der bayerischen Crosslaufmeisterschaft, die in Kemmern bei Bamberg über die Bühne ging. Die Veranstalter vermeldeten mit 524 Finishern ein Rekordergebnis – im Vergleich zu 2018 in Ruhstorf bedeutete das einen Zuwachs von 42 Prozent. Angesichts der starken Konkurrenz ist das Ergebnis der TSV-Athleten umso höher zu bewerten.

Ebenfalls bei der U-23 zeigte Lucas Herbeck (11:18/4. Platz) eine starke Leistung. Auf den Dritten, Brian Weisheit (LSC Höchstadt), fehlten ihm nur zwölf Sekunden. „Ich bin in der ersten Runde extra ein wenig langsamer gestartet und konnte dann die Lücke nach vorne schließen. Leider habe ich auf den letzten 500 Metern der Tempoverschärfung nicht folgen können. Trotzdem bin ich voll zufrieden“, so der Student. Tom Jäger (11:30/6. Platz) rundete das Penzberger Teamergebnis ab. Das Trio gewann souverän die Mannschaftswertung vor der LG Stadtwerke München und dem 1. FC Passau.

Spannend machte es Julia Rath, die im W-15-Rennen über 2500 Meter mit 8:54 Minuten nur zwei Sekunden Vorsprung auf Sophia Schwarz (LG Oberland) hatte. „Eigentlich wollte ich gar nicht mehr Cross laufen, doch der Start heute hat sich echt gelohnt“, so die 14-jährige Gymnasiastin. Corinna Braun (9:36) erreichte als Sechste das Ziel, Hanna Ackermann (10:15) wurde Zwölfte. Das TSV-Trio, das mit einer Medaille geliebäugelt hatte, musste lange warten, bis die Ergebnislisten ausgehängt wurden. „Als dann feststand, dass sie Bronze gewonnen hatten, brach großer Jubel aus“, so der TSV in einer Mitteilung.

Eine kleine Hoffnung auf eine Teammedaille hatten auch Luk Jäger, Marvin Bertram und Colin Klein, die aber am Ende „nur“ Fünfte wurden. Die stärkste Leistung zeigte dabei der 16-jährige Luk Jäger, der in der U-18-Klasse (3750 Meter) mit 11:56 Minuten Zweiter wurde. Das ganze Rennen über hatte er versucht, seinen stärksten Konkurrenten Finn Hösch (LG Stadtwerke München) abzuhängen. „Letztendlich war es dann so wie bei den oberbayerischen Meisterschaften: Am Ende konnte ich im Schlussspurt nicht gegenhalten“, so Jäger, der aber mit dem Abschneiden nicht unzufrieden war. Marvin Bertram (11:50) landete in der U-20-Klasse auf dem sechsten Rang, hatte sich jedoch mehr erhofft. Der Abstand zu Bronze betrug 17 Sekunden. Der 15-jährige Colin Klein (13:37/14. Platz) zeigte laut dem TSV „eine zufriedenstellende Leistung“. Die Auftritte der Penzberger Youngster blieben auch Landestrainer Jörg Stäcker nicht verborgen. Insbesondere freute er sich über die Leistungen von Luk Jäger und Julia Rath, heißt es auf der Homepage des Bayerischen Leichtathletik-Verbandes.

Bei den Männern belegte Markus Brennauer mit 25:37 Minuten über 7500 Meter den vierten Platz in der Altersklasse M-35. „Die Leistung stimmte einigermaßen, der Platz natürlich nicht“, so sein Fazit. Bis zur Hälfte der Distanz lag der Penzberger (39) noch gleichauf mit dem späteren Sieger, Edwin Singer (LG Allgäu), und dem späteren Zweiten, Heiko Middelhoff (MTV Ingolstadt). Doch auf der zweiten Hälfte ging dem Realschullehrer die Kraft aus. Eine gute Platzierung erzielte bei seiner ersten bayerischen Meisterschaft Lorenz Hieber. Der 13-Jährige benötigte für die 2500 Meter nur 9:32 Minuten und landete damit in seiner Klasse auf dem 15. Platz.

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