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Starker Auftritt: Marvin Bertram (re.) distanzierte mit einer taktisch feinen Leistung Felix Gramelsberger und holte Gold bei der Jugend.
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Gold in der M-40-Klasse: Markus Brennauer (l.) absolvierte in Buttenwiesen gleich zwei Rennen.
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Das Tief ist überwunden: Nick Jäger gewann die U-23-Klasse. Hinter ihm Gesamtsieger Hiob Gebisso.
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Hugo Mann belegt in seiner Klasse den vierten Platz.
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Die Youngster des TSV Penzberg in Buttenwiesen in Aktion.
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Die Youngster des TSV Penzberg in Buttenwiesen in Aktion.
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Die Youngster des TSV Penzberg in Buttenwiesen in Aktion.
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Die Youngster des TSV Penzberg in Buttenwiesen in Aktion.

Leichtathletik

Crosslauf-Spektakel: Nick Jäger in Topform, Marvin Bertram taktisch clever

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Bei der bayerischen Meisterschaft im Crosslauf spielte der TSV Penzberg eine gute Rolle. Überglücklich im Ziel war Nick Jäger, der zuletzt mit seiner Form haderte.

Buttenwiesen – „Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Heute hat es sich endlich wieder gut angefühlt.“ Mit einem breiten Lächeln nahm Nick Jäger die Glückwünsche seiner Konkurrenten und Teamkameraden entgehen. Der Penzberger hatte bei der bayerischen Crosslauf-Meisterschaft auf der Mittelstrecke (4400 Meter) Gold in der U23 und Silber bei den Männern gewonnen. Mit 13:12 Minuten lag er nur eine Sekunde hinter Gesamtsieger Hiob Gebisso (LG Augsburg).

„Ich bin einfach nur froh, dass die Form wieder da ist. Seit dem Höhentrainingslager über Weihnachten in Kenia fehlte mir schlichtweg die Energie. Doch nach zwei Wochen ruhigem Training bin ich endlich wieder frisch und erholt“, sagte Jäger. Er hatte sich in einer sechs Läufer umfassenden Spitzengruppe vom Rest des Feldes abgesetzt. In der letzten von vier Runden forcierte Gebisso (24) auf einem Bergabstück das Tempo, nur Jäger konnte folgen. An einem knapp 30 Meter langen Anstieg kurz vor dem Ziel konnte sich der Augsburger fünf Meter absetzen. Diese Lücke konnte Jäger nicht mehr schließen.

TSV Penzberg: Banges Warten auf die Ergebnisliste

Im Ziel wartete der Student auf seinen Bruder Tom und Markus Brennauer. Alle drei hatten sich Chancen auf eine Team-Medaille ausgerechnet. Tom Jäger (22) hatte den 14. Platz (13:58) belegt – und war laut einer Mitteilung „überhaupt nicht zufrieden“. Brennauer (40) war auf dem 25. Platz (14:38) ins Ziel gelaufen. Danach ging das Spekulieren los. Denn in der Teamwertung werden die Platzierungen der drei besten Läufer eines Vereins addiert. Als die Listen an der Außenwand der Turnhalle in Buttenwiesen veröffentlicht wurden, war die Freude bei den Penzbergern groß – mit 41 Punkten hatten sie Bronze geholt. Sowohl für Tom Jäger als auch für Brennauer war es die erste Medaille über die Männer-Mittelstrecke.

TSV Penzberg: Brennauer gleich zweimal in Aktion

Zwei Stunden zuvor hatte Brennauer den Titel in der Altersklasse M40 gewonnen. Über die 6600 Meter setzte sich der Realschullehrer mit zehn Sekunden Vorsprung gegen Jürgen Wittmann (TV 1848 Coburg) durch. Nach drei von sechs Runden befand sich Brennauer in einer Spitzengruppe mit fünf Athleten. „Da ich wusste, dass ich noch einmal laufen werde, habe ich versucht, Kraft zu sparen.“ Am Ende der vierten Runde erhöhte Yves Brack (DJK Beucherling/M45) das Tempo, nur Brennauer und der spätere Sieger der M35, Michael Lang (SV Amberg), konnten folgen. Der Penzberger ging aber nicht ans Limit, da er wusste, dass er in seiner Klasse Gold holen würde. Mit 22:04 Minuten erreichte er als Gesamtvierter das Ziel.

TSV Penzberg: Marvin Bertram überrascht die Experten

Die dritte Goldmedaille für den TSV Penzberg errang Marvin Bertram im Jugendlauf über 3300 Meter. Der 18-Jährige zeigte auf dem teilweise sehr matschigen Rundkurs eine taktische Meisterleistung und überraschte die Fachleute im Publikum. „Ich wusste, dass ich gut drauf bin, aber dass ich am Ende Gold gewinnen würde, damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet“, sagte der Fachoberschüler. Es war vor allem die Art und Weise, wie er sich auf den letzten 500 Metern von Favorit Felix Gramelsberger (SC Ainring) lösen konnte, die für Erstaunen sorgte. Am tiefsten Punkt der Strecke distanzierte Bertram mit leichtfüßigem Schritt seinen Kontrahenten. Mit 9:59 Minuten hatte er elf Sekunden Vorsprung auf Gramelsberger und 17 Sekunden auf Justus Kaufmann (MTV 1881 Ingolstadt). Die drei hatten sich nach der Hälfte vom Rest des Feldes abgesetzt. Als Bertram zur entscheidenden Attacke blies, „flippten die anderen Penzberger nahezu aus und feuerten ihren Teamkameraden an“, so Brennauer.

TSV Penzberg: Überraschende Bronzemedaille für U-16-Trio 

Eine nie erwartete Bronzemedaille holte auf der 2200-Meter-Strecke das U-16-Trio Lorenz Hieber (7:43 Minuten/9. Platz), Sören Kuschel (8:04/15. Platz) und Xaver Wintzingerode (8:23/18. Platz). Die drei lagen punktgleich mit dem LAC Quelle Fürth auf Rang drei. Im selben Rennen lief Annemarie Seevogel in der W-15-Klasse auf den 14. Rang (9:47 Minuten).

TSV Penzberg: Hugo Mann auch ohne Medaille zufrieden

Als erster Penzberger war an diesem Tag Hugo Mann auf die Strecke gegangen. Der 66-jährige Penzberger wurde in der M-65-Klasse über 5500 Meter Vierter. „Ich habe einfach gemerkt, dass ich in den vergangenen Wochen nie auf Matsch oder Wiese trainiert habe. Sonst hätte ich wohl in den Kampf um die Medaillen miteingreifen können.“ Mit 22:15 Minuten fehlten dem Marathon-Spezialisten zehn Sekunden zu Bronze und 13 Sekunden zu Silber.

Für den 800-Meter-Spezialisten Colin Klein waren die 3300 Meter in der U-18-Klasse „eindeutig zu weit“, so TSV-Coach Brennauer. Rang 17 in 11:53 Minuten bedeuteten dennoch ein ordentliches Resultat. Gleiches galt für Corinna Braun (15), die mit 13:20 Minuten Elfte wurde.

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