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Die besten U-18-Fahrer in Götschen: (v.v.l.) 4. Marinus Sennhofer, 5. Tamino Rungg, (h.v.l.) 2. Felix Lindenmayer, 1. Maxi Schwarz und 3. Max Geissler Hauber. 

Ski Alpin

Schnell auf Ski: Maximilian Schwarz ist ein Dauergast auf dem Podest

Skirennläufer Maximilian Schwarz (DAV Peißenberg) will nach oben. Der Weg dorthin ist hart, aber zuletzt hat der 17-Jährige schon einige schöne Erfolge gefeiert.

Landkreis – Es ist ein auf und ab bei den jungen Alpinen, die heuer in ihren ersten FIS-Saisonen stecken. Andreas Strodl, verantwortlicher Trainer für das nationale Leistungszentrum der Region, braucht viel Fingerspitzengefühl, um Lob und Ansporn in der Waage zu halten. „Es gibt einiges Positives, aber auch einiges Negatives, und manchmal ist die genaue Definition gar nicht so einfach“, sagt der frühere Weltcupathlet.

Mit Maximilian Schwarz (DAV Peißenberg) und Fabian Herzog (SC Garmisch) ist er eigentlich sehr zufrieden. Schwarz kürte sich unlängst im Super-G am Götschen zum deutschen Jugendmeister in der U18 und wurde im Riesentorlauf am Jenner Dritter. Zuletzt überzeugte der 17-Jährige bei der deutschen Jugend-Meisterschaft am Sudelfeld. Im Slalom holte sich Schwarz den Vizetitel. Die Medaillen wurden im Rahmen eines internationalen Rennens vergeben. Die Gesamtwertung gewann der Belgier Tom Verbeke (22), der in diesem Winter schon einen Weltcup-Einsatz, beim Slalom in Chamonix, absolviert hat. Schwarz belegte unter 47 Klassierten den 24. Platz. Herzog, als jüngerer Jahrgang 2003, kam am Götschen auf Platz vier im Riesenslalom.

DAV Peißenberg: Maximilian Schwarz deutscher meister im Super-G

„Das sind gute Ergebnisse, und die zwei Fahrer sind damit in Deutschland unter den besten zwei oder gar die Besten in ihrem Jahrgang“, sagt Strodl. Das dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass international noch ein Stück fehlt. Schwarz ist zwar im Super-G genauso wie Luis Vogt (SCG) im Jahrgang 2002 unter den besten elf der Welt, Herzog als bester Deutscher unter den 2003er Jahrgängen aber nur auf dem 25. Rang – international gesehen.

Noch ein bisschen deutlicher wird die Situation im Slalom, wo Fynn-Jorgen Tschan als bester Deutscher 2003er gerade noch unter den Top 50 der Welt firmiert. „Wir sind auf dem richtigen Weg, alle sind in den vergangenen Monaten in die Punkte gefahren, aber wir haben auch noch einiges an Arbeit vor uns“, analysiert Strodl.

Er selbst weiß, wie hart der Schritt vom Schülerrennen zum FIS-Rennen ist und hat daher auch Geduld mit seinen Athleten. Dennoch, die Schritte in den Europacup und in den Weltcup sind noch um ein vielfaches schwieriger und darauf müssen die Rennläufer von Anfang an vorbereitet werden. Dazu gehört auch, dass die etwas Älteren, wie Alois Neff (2001, SCG) nach guten FIS-Resultaten ihre Chancen im Europacup bekommen. Sein erster Einsatz war im Februar in Berchtesgaden. Ein Rennen, das mit vielen Ausfällen – darunter auch Neff – deutlich gezeigt hat, wie schwer der Sprung in den Europacup ist. „Aber diese Erfahrung müssen sie einfach machen, um motiviert zu bleiben und den Willen zum Kämpfen zu entwickeln“, meint Strodl.

Bei den Mädchen gewann Joanne Vogt (SCG) zuletzt auf der Kandahar zwei FIS-Rennen im Super-G. „Eine super Sache“, sagt der Trainer. Gleich danach hat sie die andere Seite des Skisports voll getroffen:. Ein Kreuzbandriss beendete ihre Saison. „Solche Rückschläge sind hart, für uns alle“, sagt Strodl.

Kathrin Schneitberger/Paul Hopp

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