Schachbretter und Schachfiguren bei einem Turnier.
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Symbolfoto zum Thema „Schach“. Fotografie zu einem Turnier.

SCHACH

Deglmann und de Francesco punkten in 1. Liga in Österreich

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Schachspieler des SK Weilheim treten regelmäßig für befreundete Vereine in Tirol an. Daran ändert selbst die Corona-Pandemie nichts. Das hat auch damit zu tun, dass Schach in der Alpenrepublik einen hohen Stellenwert genießt.

Weilheim – Traditionell treten Schachspieler des SK Weilheim auch für befreundete Vereine in Tirol an. Daran ändert selbst die Corona-Pandemie nichts. Zwei SK-Akteure, die Fide-Meister Ludwig Deglmann und Klaus de Francesco, waren jüngst für den SK Absam in Aktion. Der Klub hatte in der vergangenen Saison souverän den Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft. In Graz ging unlängst der erste Teil der Saison über die Bühne.

Deglmann und de Francesco hatten vom Österreichischen Schachbund eine Erlaubnis zur Einreise bekommen. Denn die Bestimmungen in der Alpenrepublik sehen vor, dass es „für den Spitzensport gesetzlich erlaubt ist, dass ausländische Spieler einreisen dürfen, ohne in Österreich in Quarantäne zu müssen“, heißt es auf der Website des Verbandes. Die Sportler „sind damit in ihrer Reisetätigkeit Personen, die aus beruflichen Gründen reisen, gleichgestellt“.

Ludwig Deglmann besiegt Großmeister trotz Schwierigkeiten

Deglmann und de Francesco zeigten vor allem in der ersten Runde, dass sie bei den Tirolern zu den Leistungsträgern zählen. Die Absamer Mannschaft traf dabei auf den Titelaspiranten SV St. Veit. Bei der 2:4-Niederlage der Tiroler erwiesen sich die beiden Weilheimer als Punktgaranten. Deglmann – an Brett fünf mit Weiß spielend – gelang gegen Großmeister Ante Saric (Elo-Zahl 2550) sogar ein Sieg. Der Weilheimer Spieler war selbst gar nicht so übermäßig zufrieden. Er habe „kaum noch einen aktiven Zug“ zur Verfügung gehabt, sagte Deglmann, der eine Elo-Zahl von 2263 aufweist. Trotz des eingeschränkten Spielraums auf dem Brett entschied er das Duell nach dem 48. Zug für sich. Klaus de Francesco (2178) saß – an Brett sechs mit den schwarzen Steinen spielend – ebenfalls einem Großmeister, Davor Rogic (2500), gegenüber. Nach 51 Zügen endete das Match mit einem Remis. Einen weiteren halben Punkt für Absam holte an Brett zwei Darko Doric gegen Ivan Saric. Bei St. Veit spielte am Spitzenbrett der Ungar Richard Rapport. Der kommt derzeit auf eine beachtliche Elo-Zahl von 2759 Punkten und liegt in der Weltrangliste an der 13. Stelle.

In der zweiten Runde verlor der SK Absam mit 1:5 gegen den SV Raika Rapid Feffernitz recht deutlich. Sowohl Deglmann als auch de Francesco gingen in ihren Partien jeweils leer aus. In der dritten Runde waren die Tiroler spielfrei. Am dritten Tag ging es für Absam noch gegen die SG Fürstenfeld/Hartberg. Auch in diesem Duell hatte das Tiroler Team mit 1:5 das Nachsehen. Deglmann verlor seine Partie, de Francesco war nicht am Start.

Die noch ausstehenden Partien in der 1. Bundesliga werden vom 12. bis 14. März in St. Veit ausgetragen. Aufgrund der Pandemie starteten bei den Männern nur sieben von zwölf teilnahmeberechtigten Mannschaften. Die Abstiegsfrage „ist noch nicht geklärt, sondern wird erst in einer eigenen Sitzung beschlossen“, heißt es auf der Website des Tiroler Schachverbandes.. Bei den Frauen waren nur vier Teams angetreten. Sie haben ihre Saison schon absolviert – es gewann der SK Erste Bank Baden (Niederösterreich).

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