+
Da stand der Sieger noch nicht fest: die Kegler von Frischauf Weilheim (in roten Jacken) und vom FC Seeshaupt (hinten von links Schiedrichterin Inge Dietrich, Herbert Eibl, Michael Heinfling, Dominik Schütz, Alexander Wassermann, Christian Lindner, Thomas Wagner, Florian König baur, vorn von links Karlheinz Kölsch, Pascal Schouten, Markus Großkopf, Stefan Greisinger) vor dem Wettkampf. 

„Desaströses Schlusspaar“

Weilheim gewinnt, ist aber unzufrieden

  • schließen

Gemessen am Tabellenstand, endete das Landkreisderby der Regionalliga Schwaben/Oberbayern wie erwartet. Die Sportkegler von Frischauf Weilheim setzten sich im Heimkampf gegen den Tabellenletzten FC Seeshaupt deutlich mit 6:2 (Gesamtholz 3239:3201) durch.

Weilheim/Seeshaupt –  Mit diesem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage von Steppach bei Töging/Erharting II rückten die Weilheimer auf den zweiten Platz vor. Überschäumende Freude kam bei den Kreisstädtern deswegen jedoch nicht auf. Als Stimmungskiller erwies sich „ein destaströses Weilheimer Schlusspaar“, wie es Frischauf-Sprecher Florian Königbaur wenig schmeichelhaft ausdrückte.

Sich selbst nahm Königbaur von der Kritik am wenigsten aus. Er hatte aber auch einen rabenschwarzen Tag erwischt. Der ansonsten konstant gut spielende Königbaur, der einen Heimschnitt jenseits der 550 Holz aufweist, musste sich diesmal mit 488 Zählern begnügen. Damit verlor er gegen seinen Seeshaupter Kontrahenten Thomas Lackinger, am Ende Tagesbester beim FC (561) alle vier Sätze sowie 73 Holz. Der Frischauf-Sprecher bescheinigte sich selbst „eine katastrophale Leistung“. Recht viel besser erging es auch dem anderen Weilheimer Spieler im Schlusspaar nicht. Herbert Eibl durchbrach zwar im Gegensatz zu Königbaur die 500-Holz-Marke, doch auch er war unterm Strich chancenlos. Der Mannschaftspunkt ging souverän an den Seeshaupter Alexander Wassermann.

Doch jetzt folgt die gute Nachricht für die Weilheimer: Die Leistungen ihrer beiden Schlusskegler waren zwar unerfreulich, negative Folgen hatten sie jedoch nicht. Die vier vorangegangenen Frischauf-Kegler hatten nämlich gute Arbeit geleistet und bereits die Entscheidung zu Gunsten ihrer Mannschaft herbeigeführt. Christian Lindner und Karlheinz Kölsch holten sich im Startpaar ebenso den Mannschaftspunkt wie Markus Großkopf und Dominik Schütz im Mittelpaar. Obendrein hatte sich das Weilheimer Quartett einen Vorsprung von 153 Holz erkegelt. Im Schlusspaar wurde es für die Gastgeber zwar „noch etwas eng, aber zu keiner Zeit wirklich gefährlich“, so Königbaur. Auch wenn es am Ende ein ungefährdeter Sieg für die Kreisstädter war, fand Königbaur mahnende Worte: Seine Mannschaft hätte großes Glück gehabt, dass es gegen „extrem angeschlagene“ Seeshaupter gegangen sei. „Gegen fast alle anderen Teams hätte man mit einer solchen Leistung mit Sicherheit verloren“, so der Frischauf-Teamsprecher.

Am kommenden Wochenende ruht der Spielbetrieb in der Regionalliga. Weiter geht es für die Weilheimer am Samstag, 24. Februar, mit dem Auswärtskampf bei den Kegelfreunden Jedesheim. Die Seeshaupter sind am Sonntag, 25. Februar, auf heimischer Bahn gegen den SKC Töging/Erharting II im Einsatz (11.30 Uhr). Im vorletzten Heimspiel der Saison wollen die Seeshaupter gegen die Reserve des Landesligisten den vierten Sieg einfahren.

Weilheim:Christian Lindner (559 Holz/2,5:1,5 Sätze/1 Mannschaftspunkt), Karlheinz Kölsch (558/3:1/1), Markus Großkopf (570/2,5:1,5/1), Dominik Schütz (548/3:1/1), Herbert Eibl (516/2:2/0), Florian Königbaur (488/0:4/0).

Seeshaupt: Pascal Schouten (533 Holz/1,5:2,5 Sätze/0 Mannschaftspunkte), Michael Heinfling (505/1:3/0), Thomas Wagner (544/1,5:2,5/0), Stefan Greisinger (500/1:3/0), Alexander Wassermann (2:2/558/1), Thomas Lackinger (561/0:4/0).

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das besondere Duell der Resch-Schwestern
Die jungen Kegler haben bei der Oberbayerischen richtig abgeräumt. Bei der weiblichen U-18 gab es ein hochspannendes Duell unter zwei Schwestern.
Das besondere Duell der Resch-Schwestern
Hohenpeißenberg II zufrieden mit Platz vier
Die Tischtennisspieler des TSV Hohenpeißenberg II sind mit ihrem Resultat in der 2. Bezirksliga zufrieden. Zum Abschluss zeigte das Team Kampfgeist.
Hohenpeißenberg II zufrieden mit Platz vier
Au-Lauf: Gut machbar für jeden Läufer-Typ
Der Au-Lauf ist ein Klassiker für alle Bewegungswilligen. Am 1. Mai steigt die 83. Auflage - mit bewährtem Konzept und kleinen Neuerungen. 
Au-Lauf: Gut machbar für jeden Läufer-Typ
FC Penzberg: Brunner macht’s wieder
Auf die Schnelle während der Saison einen Trainer zu finden, ist nicht einfach. Beim FC Penzberg hat sich ein alter Bekannter zur Verfügung gestellt.
FC Penzberg: Brunner macht’s wieder

Kommentare