1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Weilheim

„Bavarian Airhawks“ bei bayerischer Premiere auf dem Podest

Erstellt:

Von: Paul Hopp

Kommentare

Die „Airhawks“-Spieler bei der bayerischen Meisterschaft: (von links) Stefan Kessler, Maximilian Lorenz, Nikolas Wittmaack, Philipp Rall und Alfred Buchner. Nicht Letzter, und zufrieden damit
Die „Airhawks“-Spieler bei der bayerischen Meisterschaft: (von links) Stefan Kessler, Maximilian Lorenz, Nikolas Wittmaack, Philipp Rall und Alfred Buchner. © privat

Erstmals fand eine bayerische Meisterschaft im Discgolf statt. Die „Bavarian Airhawks“ waren mit dabei. Und einer von ihnen stand in der Open-Klasse auf dem Podest.

Gößweinstein – Für seinen Teamkollegen hatte Philipp Rall ausschließlich lobende Worte parat. „Spitze“ und „bärenstark“ sei es gewesen, was Maximilian Lorenz da auf dem Parcours in Gößweinstein gezeigte hatte. Und als es im Finale der besten vier der Open-Klasse auf sechs Bahnen um die Medaillen ging, bewies Lorenz nochmals eine Extra-Portion Nervenstärke.

Die bescherte dem Mitglied der „Bavarian Airhawks“ den Bronzeplatz bei der ersten bayerischen Meisterschaft überhaupt. Es sei schon stark gewesen, „da so cool zu bleiben“, sagte Rall. Immerhin waren die Augen aller Zuschauer und der restlichen Spieler auf die vier Kontrahenten gerichtet.

Maximilian Lorenz behält im Finale die Nerven

Rall selbst war von den Top-Rängen ein gutes Stück entfernt, reiste aber dennoch absolut zufrieden nach seinem erst zweiten Turnierauftritt wieder heim. Sein Ziel für die bayerische Meisterschaft war klar: „Nicht Letzter werden.“ Das Vorhaben gelang: Unter 30 Startern in der Open-Klasse sprang der 23. Platz heraus.

Der 31-Jährige Penzberger, von Beruf Biologielaborant bei „Roche“, ist erst heuer so richtig ins Discgolf-Geschehen eingestiegen. Über den ehemaligen Weilheimer Benedikt Heiß kam er mit dem Sport in Berührung. Der gehört dem Nationalkader an und wird demnächst für Deutschland bei der „World Team Discgolf Championship“ in Kroatien antreten. Bei seiner ersten Turnierteilnahme stand Rall am Ende auf dem letzten Platz. Das war freilich nicht das, was er sich erhofft hatte.

Es war aber auch keine Tragödie, weil der Penzberger mitbekam, dass beim Discgolf eine spezielle Atmosphäre herrscht: „Die Community ist total entspannt.“ Bei guten Würfen applaudiert man sich gegenseitig. Diejenigen, bei denen es nicht so gut läuft, werden keineswegs links liegen gelassen. Rall, der früher unter anderem Handball gespielt hat, sagt dazu: „Diese Art Sportsgeist kannte ich so noch nicht.“

Philipp Rall: Nicht Letzter - und zufrieden damit

Der Kurs in Gößweinstein hat im Gegensatz zum Weilheimer Parcours nicht die große Anzahl an langen Bahnen, bei denen bis zum Korb viele Meter zu überwinden sind. Er ist deswegen „aber keineswegs leicht“, so Rall. Im Vergleich zur Anlage am Gögerl „muss man anders werfen“. In der ersten Runde über die 18 Bahnen blieb er sieben Würfe über Par. In der zweiten Runde hatte der Penzberger als Resultat sechs über Par zu Buche stehen. Als „sehr gut“ bezeichnete Rall sein Resultat. In Weilheim beendet er seine Runden bislang meist mit zehn über Par.

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Schongau-Newsletter. Und in unserem Weilheim-Penzberg-Newsletter.

Wer bei der bayerischen Meisterschaft in der Open-Klasse ins Finale einziehen wollte, der musste auf den 18 Bahnen in beiden Runden deutlich unter den vorgegebenen 59 Würfen bleiben. „Airhawks“-Spieler Lorenz schaffte es mit sieben unter Par in die Top-Vier. Alfred Buchner lag zur Halbzeit auch noch bestens im Rennen (zwei unter Par). Eine schwächere zweite Runde, die bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius ausgespielt wurde, verhinderte dann allerdings den Einzug in die Endrunde. Mit 126 Würfen belegte er den 16. Platz.

„Airhwaks“ mischen in Open-Klasse gut mit

Gleich dahinter landete Nikolas Wittmaack (127). Konstant auf hohem Niveau spielte Stefan Kessler: Mit einem Resultat von drei über Paar (121 Würfe) schaffte er es als Neunter unter die besten zehn der Open-Klasse.

Das Finale führte nochmals über sechs Bahnen, dazu gehörte auch die mit Abstand längste Bahn (215 Meter/Par vier). „Airhawks“-Spieler Lorenz sicherte mit einem Ergebnis von eins unter Par seinen dritten Platz gegenüber Dominik Weindl (München) ab. Vorn musste gar ein Stechen entscheiden: Dabei setzte sich Stephan Stölzle (Wehringen) gegenüber Hamish Rankine (Nürnberg) durch.

Philipp Rall hat die Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft zusätzlich motiviert. Fürs nächste Turnier „habe ich mich schon angemeldet“.

Auch interessant

Kommentare