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Erinnerungsfoto vor einem Stück der Berliner Mauer: Die Rhönratruppe des TSV Weilheim nutzte die zeit in der Bundeshauptstadt auch, um markante Punkte zu besichtigen.
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Starker Auftritt in der „Spirale“: Stefanie Peisker (15) verpasste nur hauchdünn das Einzelfinale.
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Dominierend in der Bundesklasse: Karina Peisker (17) gewann alle drei Einzelfinals.  

DM im Rhönradturnen

Karina Peisker gleich dreimal meisterlich

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Karina Peisker vom TSV Weilheim  gewinnt bei der deutschen Meisterschaft  sämtliche Einzelfinals.   Die 17-Jährige muss im Mehrkampf aber außer Konkurrenz starten.  

Weilheim – Die Reise zum Deutschen Turnfest und die Tage in Berlin waren für die Rhönradturner des TSV Weilheim eine stressige Angelegenheit, aber eine, die sich gelohnt hat. Mit drei Meister-Titel und weiteren drei Top-Plätzen im Gepäck kehrte die Truppe um Trainerin Sandra Ryschka aus der Bundeshauptstadt zurück. „Es hat wirklich Spaß gemacht“, sagte Ryschka.

In der Bundesklasse wurden die offiziellen deutschen Meisterschaften ausgetragen. Karina Peisker zeigte in der Altersklasse 17/18 eindrucksvoll, „dass sie zur absoluten Spitze gehört“, so Ryschka. Da die 17-Jährige sich bei der süddeutschen Meisterschaft beim Aufwärmen am Fuß verletzt hatte, nicht starten konnte und daher kein Quali-Ergebnis vorweisen konnte, durfte sie im Mehrkampf nur außer Konkurrenz starten. Sie schaffte das zweitbeste Ergebnis. Immerhin: Ihr Auftritt wurde für die Qualifikation zur WM 2018 gewertet. Obendrein durfte Peisker an den Einzelfinals teilnehmen. Und da legte sie drei ganz starke Vorstellungen hin. In der Disziplin „Gerade“ siegte sie mit 0,3 Punkten Vorsprung. In der „Spirale“ war sie der Mehrkampf-Meisterin Franka Eiche (SG Darmstadt) 0,45 Punkte voraus. Peiskers 11,0 Punkte hätten auch bei den Erwachsenen zum Sieg gereicht. Und im „Sprung“ gewann sie mit 0,15 Punkten Differenz.

Eine gute Leistung vor den bis zu 1000 Zuschauern in der Messehalle 21a zeigte auch Karina Peiskers jüngere Schwester Stefanie (15). Sie turnt seit einem Jahr für den TSV Weilheim und hat sich „mit viel Fleiß in den vergangenen Jahren stark verbessert“, so Trainerin Ryschka. In der Altersklasse 15/16 überzeugte sie mit dem elften Platz. In der „Spirale“ erzielte die Freisingerin mit 7,40 Punkten das drittbeste Ergebnis der Konkurrenz und verpasste nur hauchdünn das Einzelfinale. In den Einzelfinals starteten die zwei besten Athletinnen der Klasse 15/16 und die vier besten Turnerinnen der Klasse 17/18 zusammen.

Nicht nur die ungewohnt große Zuschauerzahl und der entsprechende Lärmpegel in der Halle waren für die Athletinnen eine Herausforderung. Auf dem Boden in der Messehalle, die für derlei Wettbewerbe nicht ausgerichtet ist, war es „sehr schwierig zu turnen. Vielen ist das Rhönrad weggerutscht“, berichtete Ryschka.

Für die Turner in der Landesklasse standen so genannte Pokalwettkämpfe und Turnfestwettkämpfe auf dem Programm. Im schwierigeren Pokalwettkampf (dort wurden alle drei Disziplinen geturnt) glänzte bei den Erwachsenen Xenia Selbach als Klassensiegerin. Sie „hat überragend geturnt“, lobte Trainerin Ryschka. Die Gerade-Kür gelang ihr fehlerfrei, zudem zeigte sie den besten Sprung. Nur in der Spirale unterlief Selbach ein kleiner Schnitzer, dennoch siegte sie mit 0,75 Zählern Vorsprung. Eveline Heck zeigte in allen drei Disziplinen eine stabile Leistung und wurde unter 17 Starterinnen Fünfte.

In den Turnfestwettkämpfen der Landesklasse (dort wurde lediglich die Gerade-Kür geturnt) war die Konkurrenz groß. Pro Altersklasse waren bis zu 74 Teilnehmer am Start. Für die Athleten bedeutete das nach dem Einturnen oft langes Warten. Die Weilheimer ließen sich davon zumeist nicht aus dem Konzept bringen. „Sie haben alle das gezeigt, zu was sie imstande sind“, sagte Trainerin Ryschka.

In der Altersklasse der Zwölfjährigen glänzte Valentina Hammer (11) mit dem zweiten Platz. In ihrem ersten Wettkampf überhaupt zeigte sie eine starke Vorstellung. Erst die letzte der insgesamt 40 Turnerinnen, Sarah Seiler (TV Remagen), überflügelte sie noch. „Turnfestsiegerin“ darf sich Celina Sinner (Altersklasse 13) nennen. Sie musste lange auf ihren Einsatz warten, war dann aber fit auf den Punkt und siegte mit 0,45 Punkten Vorsprung – im Rhönradturnen schon eine Hausnummer.

Mit fast einem ganzen Zähler Abstand auf die weiteren Verfolger entschied Florian Weiss den Wettkampf bei den 15- und 16-jährigen Burschen für sich. Der Weilheimer hatte in den Vorjahren deutschlandweit schon mehrere Spitzenplätze eingeheimst. „Er hat gezeigt, dass er es kann“, so Ryschka anerkennend.

In der Altersklasse 18 landeten Heidi Ryschka (4. Platz) und Lisa Steffes (6.) unter den 38 Teilnehmerinnen zwar im Vorderfeld. Einige Fehler in den Übungen kosteten allerdings mögliche Podestplätze.

Ausdauer und Einsatzwillen bewiesen nicht nur die Weilheimer Athleten, sondern auch Max Brinkmann und Peter Peisker, die als Kampfrichter fungierten. An den Wettkampftagen brachten sie viele Stunden in der Halle zu, um die mehreren hundert Rhönradturner zu bewerten.

Weitere Ergebnisse

Landesklasse: Ak 16 weiblich: 19. Nina Beerbohm, 51. Marla Oelker; Ak 17 weiblich: 9. Emma Emmerich, 21. Alina Unsinn.

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