Der Peißenberger Dominik Bittner (hier beim „MagentaSport Cup“ im November und Dezember 2020) spielt in der Saison 2020/21 für Wolfsburg Grizzlys.
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Endlich wieder auf dem Eis: Dominik Bittner (hier beim „MagentaSport Cup“ im vergangenen November) feierte am vergangenen Montag nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback.

Eishockey: Peißenberger erlebte in Wolfsburg zuletzt schwere Wochen

Jetzt hat Dominik Bittner gleich doppelten Grund zur Freude

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Dominik Bittner hat keine leichte Zeit hinter sich. Viele Wochen war er verletzt, die Spiele seiner Wolfsburg Grizzlys erlebte er nur als Zuschauer. Jetzt aber gibt es gleich zwei positive Nachrichten für ihn.

Peißenberg/Wolfsburg – In dieser ungewöhnlichen Saison in der DEL, die erst am 17. Dezember vergangenen Jahres begann, hat Dominik Bittner bisher noch kein Spiel bestritten. Der Peißenberger, der für die Wolfsburg Grizzlys aufs Eis geht, zog sich im letzten Vorbereitungsspiel eine Muskelverletzung zu. Nach einer dreimonatigen Pause ist die Leidenszeit des 28-jährigen Verteidigers aber beendet: Beim 3:2-Sieg der Wolfsburger nach Verlängerung bei den Eisbären Berlin am vergangenen Montag stand Bittner erstmals in dieser Saison in einer DEL-Partie im Aufgebot. Er kam in der zweiten Reihe zum Einsatz und war insgesamt 14:36 Minuten auf dem Eis. Im Duell am Donnerstag gegen die Krefeld Pinguine lief Bittner dann erstmals in dieser Spielzeit in der heimischen „Eis Arena“ auf. Vor zwei Wochen war er ins Training eingestiegen.

Eishockey: Bittner verlängert seinen Vertrag in Wolfsburg um weitere zwei Jahre

Fit gemacht wurde Bittner in der „Reha-Welt“ des VfB Stuttgart. „Die Reha war sehr gut“, berichtet der Peißenberger, der zuletzt aber nicht nur an seiner Fitness arbeitete. Der Abwehrmann, der neunmal für die deutsche Nationalmannschaft spielte und der inzwischen 332 DEL-Partien in seiner Vita stehen hat, verhandelte mit seinem Arbeitgeber auch über eine Vertragsverlängerung – die dann auch zustande kam. Bittner bleibt für zwei weitere Jahre, also bis 2023, ein „Grizzly“. „Die Verhandlungen liefen eigentlich ganz normal ab wie immer, nur dass man eben mehr in Video-Meetings miteinander gesprochen hat“, so Bittner, der sich über die Verlängerung seines Kontrakts beim aktuellen Tabellendritten der DEL-Nordgruppe freut. „Ich bin aus verschiedenen Gründen sehr froh, in Wolfsburg zu bleiben. In der Mannschaft und der Organisation steckt ein großes Potenzial. Alle Voraussetzungen, die es braucht, um erfolgreich sein und sich selbst weiterzuentwickeln, sind hier gegeben“, begründete der Peißenberger die Entscheidung, in der Autostadt zu bleiben. „Auch die Art und Weise, mit der die Grizzlys mit der Pandemie umgehen und wie sie mich in der Zeit meiner Verletzung unterstützt haben, haben eine Rolle gespielt. Ich möchte meine Rolle, die ich mir hier erarbeitet habe, weiter ausbauen und in den kommenden zwei Jahren mehr Verantwortung übernehmen“, hat Bittner durchaus ehrgeizige Ziele.

Eishockey: Wolfsburgs Sportdirektor Charly Fliegauf findet lobende Worte für Bittner

Lobende Worte über den Verteidiger kommen auch von Wolfsburgs Sportdirektor und Geschäftsführer, dem aus Peiting stammenden Charly Fliegauf. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Bits weiter langfristig planen können“, so der Peitinger. „Es gibt nicht sehr viele deutsche Verteidiger seines Kalibers auf dem freien Spielermarkt.“ Er sei sehr vielseitig in den Special-Teams einsetzbar, identifiziere sich voll und ganz mit dem Klub und verkörpere die Attribute, die es in der Mannschaft brauche, um erfolgreich zu sein. „Dass er eine enorme Verstärkung ist, hat er bereits in der letzten Saison gezeigt“, lobt Fliegauf den Peißenberger Defensivspieler. „Wir wünschen ihm natürlich jetzt ganz besonders, dass er verletzungsfrei bleibt und er seine Stärken auf und neben dem Eis wieder eindrucksvoll zeigen kann“, so Fliegauf.

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