1 von 3
Da lag er noch vorn: Nick Jäger (Nummer 620) lieferte sich mit Gabriel Allgayer (674) ein packendes Duell und wurde schließlich Zweiter. 
2 von 3
Vereinskollegen als Konkurrenten: Im Männerlauf über 3750 Meter wurde Julian Zenke (re.) Neunter, Markus Brennauer belegte am Ende Platz elf.
3 von 3
Knapp an Gold vorbei: Luk Jäger belegte in der Klasse „M 15“ den zweiten Platz.

leichtathletik: bayerische crosslauf-meisterschaften

Dreimal Silber für Penzberg

  • schließen

Markus Brennauer, Luk und Nick Jäger  waren bei den bayerischen Crosslauf-Meisterschaften erfolgreich. Sie belegten  in ihren Altersklassen jeweils Rang zwei.

Penzberg/Kemmern – Vor zwei Wochen hatten die Starter des TSV Penzberg bei den oberbayerischen Crosslauf-Meisterschaften groß aufgetrumpft und vier Titel geholt. Auch auf Freistaat-Ebene sammelten die Penzberger fleißig Edelmetall: Bei den bayerischen Crosslaufmeisterschaften im oberfränkischen Kemmern holten die Penzberger Läufer dreimal Silber. Luk Jäger und Markus Brennauer hatten sogar Gold vor Augen. Sie verloren erst auf den letzten 100 Metern den Titel. Nick Jäger hingegen musste seinen stärksten Konkurrenten bereits zu Beginn der letzten Runde ziehen lassen. Fast hätte es noch zu einer vierten Medaille gereicht, doch dem Männerteam mit Markus Brennauer, Julian Zenke und Lucas Herbeck fehlten nur wenige Punkte zu Bronze.

Brennauer, der in der Altersklasse „M35-M45“ über 7500 Meter gemeldet war, ging eigenem Bekunden nach als Favorit an den Start. Kurz nach dem Start setzte er sich an Platz zwei und „lief locker im Spitzenfeld mit“, wie der 37-Jährige berichtete. Auf der anspruchsvollen 1250 Meter langen Runde, die neben einem künstlich angelegten, etwa 20 Meter langen und 15 Prozent steilen Anstieg drei Senken und einige enge matschige Kurven hatte, wartete der Penzberger auf den richtigen Moment zur Attacke. Etwa 800 Meter vor dem Ziel an der ersten Senke beschleunigte Brennauer und setzte sich etwa zehn Meter vom Berglaufspezialisten Edwin Singer (LG Allgäu/Kempten) ab. Alle anderen Konkurrenten mussten sofort abreißen lassen. Allerdings konnte sich der Penzberger nicht entscheidend von Singer absetzen. In der letzten Kurve vor dem Ziel musste er den Allgäuer vorbeiziehen lassen. Mit 25:22 Minuten war Brennauer nur weniger als eine Sekunde langsamer als Singer.

Exakt diesen Rückstand hatte auch Luk Jäger, der in der Altersklasse „M15“ (2500 Meter) mit 8:15 Minuten nur Quentin Uzmann (DJK Weiden) den Vortritt lassen musste. Der 14-jährige Penzberger hatte sich mit seinem Konkurrenten bereits am Ende der ersten von zwei Runden vom Rest des Feldes abgesetzt. Dabei drückte Jäger kräftig aufs Tempo: „Ich wusste, dass ich Quentin auf der Strecke loswerden musste, denn im Schlussspurt ist er eindeutig stärker ich“, so der Penzberger. Dieses Szenario wurde für Jäger dann auch Realität. Kurz vor dem Ziel hatte es aber noch so ausgesehen, als könne der TSV-Läufer noch gewinnen. 200 Meter vor dem Ziel hatte Jäger wieder die Führung übernommen, doch nach der letzten Kurve konterte Uzmann und lief sich bis ins Ziel fünf Meter Vorsprung heraus.

Relativ deutlich war hingegen der Rückstand von Nick Jäger. Im Jugendlauf über 3750 Meter musste sich der 17-Jährige in der Altersklasse „U 20“ mit 11:42 Minuten dem Münchener Gabriel Allgayer geschlagen geben. In den ersten zwei Runden hielt sich der Penzberger in einer siebenköpfigen Spitzengruppe auf, wobei er gegen Ende der zweiten Runde die Führung übernahm. „Leider wurde mir gleich nach dem Start schlecht, sodass ich mich ziemlich quälen musste“, berichtete Jäger. Deshalb habe Allgayer Mitte der dritten und letzten Runde auch nicht mehr folgen können. Immerhin gelang es Jäger, den Rest der Konkurrenz souverän in Schach zu halten. Am Ende war er mit dem Vizemeistertitel sehr zufrieden.

Ähnlich fiel das Fazit von Julian Zenke, Markus Brennauer und Lucas Herbeck aus die im Männer-Lauf (3750 Meter gerade einmal elf Sekunden trennten. Gegen die starke bayerische Konkurrenz behaupteten sich die drei Penzberger Läufer laut Brennauer „sehr gut“. In der Mannschaftswertung musste sich das TSV-Trio aber mit dem undankbaren vierten Platz begnügen (37 Punkte). Damit fehlten den Penzbergern nur vier Punkte auf die drittplatzierte LAC Quelle Fürth. Der Titel ging an die LG Telis Finanz Regensburg.

Schnellster Penzberger war der 25-jährige Julian Zenke, der mit 11:53 Minuten Platz neun in der Einzelwertung belegte. „Ich war erstaunt über diese gute Leistung, da ich die vergangenen Wochen aufgrund des Prüfungsstresses in der Uni nicht so trainieren konnte wie geplant“, so der Masters-Student. „Leider bin ich etwas zu defensiv gelaufen, ich hätte sonst sicherlich noch einige Sekunden gutmachen können“, so Zenke. Genauso fiel das Fazit von Brennauer aus, der mit 11:56 Minuten Platz elf belegte: „Meine Beine waren von meinem ersten Lauf zu Beginn relativ schwer, doch ab der Hälfte des Rennens wurden sie immer lockerer, und gegen Ende habe ich noch einige Läufer überholen können.“ Einer dieser Läufer war sein 19-jähriger Vereinskamerad Lucas Herbeck, der mit 12:04 Minuten Platz 17 bei den Männern und Platz sieben in der Altersklasse „U 23“ belegte. „Leider hatte ich ab der zweiten von drei Runden Probleme mit meinem Magen, deshalb habe ich dann Julian und Markus ziehen lassen müssen“, berichtete der Penzberger Student. Vierter Penzberger im Männerlauf war Paul Hahn, der in 12:42 Minuten Rang 25 belegt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Verrückte Tour am Mont Ventoux
Silvia und Dieter Spitzl aus Bernried  haben etwas außergewöhnliches geschafft.   Sie bezwangen den Mont Ventoux binnen eines Tages auf  drei verschiedenen Strecken.
Verrückte Tour am Mont Ventoux

Kommentare