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Neuling im Viereck: „Pasadena“ holte – mit den Hilfen von Nicole Raili (RV Weilheim-Lichtenau) im Sattel – gleich eine Schleife.
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Vier Starts, drei Schleifen: Für Raphaela Adami vom Reitverein Weilheim-Lichtenau und „Benetton’s Bugatti“ verlief die Teilnahme am heimischen Turnier erfolgreich.
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Einmal Erste, einmal Zweite: Carolin Lenttner (RV Weilheim-Lichtenau) und „Jet Set“ präsentierten sich in starker Form. 
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Andrea Wende (RV Weilheim-Lichtenau) auf Big Surprise 2.
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Erfolgreich: Carolin Lenttner (vo) und Raphaela Adami, beide vom RV Weilheim-Lichtenau.
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Die Top-Paare in der M-Dressur am letzten Tag.
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Die Siegerin in der M-Dressur am letzten Tag, Sabrina Frei (SVG Langerringen), mit Benjamin Koch vom Reitstall Koch.
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Die Siegerin in der L*-Dressur, Dr. Andrea Bräun (RFV Weilheimer Pffrd.) mit Dezemberfee. Die Siegerehrung nahm Benjamin Koch vom Reitstall Koch vor. 

Reiten

Da war was los bei den Reitern: „Abartiger Andrang“ in der Lichtenau

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Nach zwei Jahren richtete der RV Weilheim-Lichtenau wieder ein Dressurturnier aus. Bedenken, dass die Reiter ausbleiben könnten, erwiesen sich als unbegründet. Eine Lokalmatadorin war nach ihrem Ritt fassungslos.

Lichtenau – Das Turnier war für Raphaela Adami (RV Weilheim-Lichtenau) und „Benetton’s Bugatti“ sehr gut verlaufen, die dritte Platzierung war eingetütet. Da war das kleine Missgeschick bei der Ehrenrunde nach der L**-Dressur auch kein Problem mehr. Im Galopp ging die am Zaumzeug befestigte grüne Schleife verlustig. Die Trophäe war schnell gefunden – und Adami ritt mit einem Lächeln von dannen.

Glückliche Gesichter gab es beim Dressurturnier des RV Weilheim-Lichtenau nicht nur bei den platzierten Reitern zu sehen. Die Organisatoren waren mit dem Verlauf „sehr zufrieden“, sagte Natascha Koch, Kassierin des gastgebenden Vereins. Die Prüfungen fanden wie gewohnt auf der Reitanlage der Familie Koch statt. Nach zwei Jahren Pause hatte der RV wieder zu einem Turnier geladen – und freute sich über „einen abartigen Andrang“, wie Koch sagte. Abgesehen von zwei Prüfungen waren alle Startplätze belegt. „Wir hatten mit weitaus weniger Teilnehmern gerechnet und waren positiv überrascht“, sagte Koch. Zuschauer waren auch reichlich gekommen, am zweiten Turniertag musste sogar kurzfristig Nachschub bei den Getränken geordert werden. Bei der Bewirtung wurden die Veranstalter vom Gasthof „Zum Eibenwald“ unterstützt.

Lichtenau: Turnier-Comeback nach zwei Jahren Pause 

Die sportliche Bilanz stimmte Natascha Koch ebenfalls zufrieden. Das Turnier ist ja nicht zuletzt für die Protagonisten des eigenen Vereins gedacht. Und die einheimischen Reiter „waren auch super drauf“, so lautete ihr Fazit. Absolut glücklich über ihr Abschneiden war Carolin Lenttner (RV Weilheim-Lichtenau). Die 20-Jährige aus Peißenberg belegte mit der Stute „Jet Set“ in der M*-Dressur um den Karl-Prinz-von-Auersperg-Gedächtnispreis den zweiten Platz. Als sie aus dem Geviert ritt und ihre Wertnote – eine 7,3 – erfuhr, „war ich überrascht und erst einmal fassungslos“, so Lenttner. Mit so einem Resultat „habe ich gar nicht gerechnet“. Ihre Stute gilt als Pony, und in einem großen Viereck kommen die Auftritte kleinerer Pferde bei Richtern oft nicht so an. Doch „Jet Set“, mit der Lenttner seit knapp drei Jahren ein Gespann bildet, „hat gute Grundgangarten und ein gutes Gesamtbild“, sagt die Peißenbergerin. Sie und ihre Stute seien in einer Prüfung besonders motiviert. Da gelängen dann oftmals Dinge, die vorher auf dem Abreiteplatz noch nicht funktioniert hätten.

Lichtenau: Carolin Lenttner einmal Erste, einmal Zweite 

Die ganze Saison „lief super“, so Lenttner. Die Peißenbergerin trat des Öfteren in Österreich an und holte dort mit „Jet Set“ selbst in Zwei-Sterne-M-Prüfungen Schleifen. Beim Turnier in Igls gab’s unter anderem gar einen M-Sieg. Aufs bloße Resultat achtet Lenttner nicht. Jeder gelungene Ritt, egal, wie er letztlich in der Ergebnisliste auftaucht, „ist für mich ein wichtiger Schritt“. Freilich machen Siege Freude – so wie der Erfolg in der Lichtenau am letzten Tag in der L**-Prüfung mit der beachtlichen Note 7,8. Eine große Rolle spielt Lenttner zufolge auch die Zusammenarbeit mit Trainerin Nicole Raili: „Sie ist ein Glücksfall für mich.“

Lichtenau: Nicole Raili kann‘s mit jungen Pferden 

Raili bewies in der Lichtenau ihr besonderes Geschick im Umgang mit Pferden. Mit den dreijährigen „On Time S“ und „Pasadena“ holte die Zellseerin in der Reitpferdeprüfung jeweils Schleifen. „Pasadena“ ist erst seit Juli unterm Sattel, kürzlich wurde sie bei der zentralen Trakehner-Stuteneintragung für Bayern und Österreich in Mailham zur Siegerstute gekürt. Mit der fünfjährigen „Ophelia“ – wie die anderen beiden Pferde „Hibiskus“-Töchter – gewann Raili in der A-Dressurpferdeprüfung eine weitere Schleife.

Lichtenau: Sieg mit der Top-Note von 8,0 

Erfolgreich waren neben den Gastgebern auch Reiter aus den umliegenden Vereinen. Andrea Bräun vom „RFV Weilheimer Pferdefreunde“ gewann mit „Dezemberfee“ die L*-Dressur (Trense). Zweite wurde Hanna de la Fontaine (RFV Ammersee) mit „Higgens“. Die Prüfung war zugleich eine Qualifikation zum „,Bayerns Pferde‘ Champions Club“. Davinia Hoyle (Weilheimer Pferdefreunde) holte sich im Sattel von „Ahoy“ mit der Top-Note von 8,0 den Sieg in der A*-Dressur. Beste in der Prüfung um den Auersperg-Gedächtnispokal war Melanie Witzke (TG Schwaiganger) mit „Coconut Kiss“ (7,5). In der abschließenden M*-Dressur belegte Sophie Röthig (Weilheimer Pferdefreunde) mit „Belcanto del Mondo“ als Vierte einen vorderen Rang.

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