Training mal anders: Mit einem Bad im Eisbach im Englischen Garten in München will sich Alexander Rigas die nötige Wettkampfhärte holen.
+
Training mal anders: Mit einem Bad im Eisbach im Englischen Garten in München will sich Alexander Rigas die nötige Wettkampfhärte holen.

Boxen: Weilheimer Profi steigt am Samstag wieder in den Ring

Die 13 soll für Alex Rigas zur Glückszahl werden

  • vonRoland Halmel
    schließen

Das dürfte ein spannendes Duell: In seinem 13. Profikampf boxt Alex Rigas gegen einen Kontrahenten, der wie er selbst noch ungeschlagen ist.

Weilheim – Nach seinem vorerst letzten Einsatz im vergangenen Dezember, bei dem er gegen den Georgier Nikolozi Gviniashvili seinen zwölften Sieg im zwölften Kampf errungen hatte, kündigte Alexander Rigas sein nächstes Ringduell für Februar oder März 2021 an. Dieses Versprechen wird Rigas einlösen: „Ich habe letzte Woche die Verträge unterschrieben“, berichtete der 28-jährige Boxprofi aus Weilheim.

Sein 13. Auftritt im Profibereich führt ihn, wie schon gegen Gviniashvili kurz vor Weihnachten, in den „Boxclub Eggenstein“ unweit von Karlsruhe. Dort trifft er auf Faton Vukshinaj. Der Schweizer, der ein Jahr älter als Rigas ist, hat bisher 13 Profikämpfe bestritten. Elf davon hat er gewonnen, siebenmal durch K.o, die anderen beiden Kämpfe endeten jeweils unentschieden – wie Rigas ist der Schweizer noch unbesiegt. „Das ist ein starker Gegner“, urteilt der Weilheimer über seinen Kontrahenten aus Basel, der allerdings eine Gewichtsklasse tiefer im Mittelgewicht boxt. „Ich werde in diese Klasse runtergehen“, sagt Rigas, der bisher im Super-Mittelgewicht unterwegs war. Das heißt: Bis zum Kampf am Samstag, 20. Februar, muss er ein paar Kilo leichter werden, um auf das erlaubte Maximalgewicht von 72,570 Kilo (160 Pounds) zu kommen. Zum Vergleich: In seiner bisherigen Gewichtsklasse sind bis zu 76,203 Kilo (168 Pounds) zulässig.

Voll konzentriert: Der Weilheimer bereitet sich akribisch auf seinen nächsten Kampf vor.

Boxen: Rigas und sein Gegner haben viele ihrer Kämpfe durch K.o. gewonnen

Das Duell gegen den 1,75 Meter großen Schweizer wird über acht Runden gehen, sofern es kein vorzeitiges Ende gibt. Letzteres ist nicht auszuschließen, da sowohl Rigas (Kampfname „The Great“) als auch Vukshinaj, der passend zum Nachnamen als „El Vulcano“, sprich der Vulkan, promoted wird, wissen, wie man Kämpfe bereits vor dem Schlussgong beendet. Der bis dato letzte Kampf von Vukshinaj ist allerdings schon eine ganze Weile her: Am 14. Dezember 2019 stand der Schweizer letztmals im Ring. damals gewann er vorzeitig durch Aufgabe seines Gegners, dem Kroaten Frane Radnic.

Bei Rigas läuft die Vorbereitung auf Hochtouren. „Ich bin voll fokussiert auf den Kampf“, berichtet Rigas. Der Weilheimer arbeitete in der „CrossFit Körperschmiede“ in München vor allem mit Gewichten. Es gab aber auch andere, durchaus außergewöhnliche Einheiten, um sich die nötige Härte für den kommenden Fight zu holen. „Im Januar war ich beim Eisbaden im Eisbach im Englischen Garten in München“, verrät Rigas. Damit hat er sich schon einmal einen Vorgeschmack auf einen eiskalten Auftritt in seinem 13. Kampf verschafft.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare