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Erfolgstruppe: das Luftgewehr-Team der SG Eglfing mit (von links) Tobias Leis, Elisabeth Streicher, Bernhard Lidl, Franziska Streicher, Christoph Leis und Hermann Leis (2. Schützenmeister).

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SG Eglfing freut sich: Ein Erfolg für die Geschichtsbücher

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Die Luftgewehr-Mannschaft der SG Eglfing hat in den Vorjahren diverse Aufstiege geschafft. Das neueste Resultat stellt aber alles bisherige in den Schatten.

Eglfing – Meistertitel und Aufstiege sind die Luftgewehrschützen aus Eglfing seit ihrem Wiedereintritt in den Rundenwettkampf ja schon gewöhnt. Doch dieses Ergebnis ist „einmalig in der Geschichte der SG“, freut sich Hermann Leis, der 2. Schützenmeister. Die Luftgewehr-Truppe der im Jahre 1864 gegründeten Schützengesellschaft hat nun den Sprung in die Bezirksliga Süd-West geschafft.

Zum fünften Mal in Folge geht es für die Schützen nun in die nächsthöhere Klasse. Mit einem neuerlichen Aufstieg hatten die Athleten beim Beginn der vergangenen Saison gar nicht gerechnet. Der Aufstieg von der A-Klasse in die Gauliga „war schon ein riesiger Erfolg“, sagt Hermann Leis. Die Erwartungen waren eher niedrig angesetzt: „Eigentlich wollte man nur den Klassenerhalt schaffen.“ Am Ende stand mit 18:6 Punkten und einem Schnitt von 1509,5 Ringen der erste Platz zu Buche. Als „eine kleine Sensation“ bezeichnet Hermann Leis das Abschneiden.

SG Eglfing: Gauliga-Meister mit drei Punkten Vorsprung

Zu Beginn lief es noch keineswegs rund: Gegen die SG Alt-Bernried (-6 Ringe) und gegen die SG Huglfing (-23 Ringe) setzte es Niederlagen. Mit einem knappen 1522:1520-Heimerfolg über den SV Eberfing wendete sich das Blatt. Sieben Mal in Folge verließen die Eglfinger als Sieger den jeweiligen Stand. Eine hauchdünne Niederlage gegen die FSG Weilheim mit nur einem Ring Unterschied sorgte dann wieder für Spannung im Titelkampf. Doch die Eglfinger ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Mit zwei deutlichen Siegen brachten sie den Titel unter Dach und Fach. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten, den SV Eberfing, betrug letztlich drei Punkte.

Ausschlaggebend für das Abschneiden waren laut Hermann Leis „eine geschlossene Mannschaftsleistung mit beachtlichen Einzel-Erfolgen“. Ihr höchstes Gesamtresultat erzielte die SG mit 1532 Ringen beim Heimsieg über den SV Dürnhausen-Habach. Das beste Eglfinger Einzelergebnis schaffte Tobias Leis mit 390 Ringen – es war ligaweit der Topwert in der dritten Wettkampfrunde. Das absolut höchste Resultat in der Gauliga waren 391 Ringe; erzielt von Maria-Kristin Kistler (SG Alt-Bernried) in der siebten Runde.

SG Eglfing: Tobias Leis drittbester Einzelschütze der Gauliga

In der Einzelwertung über die gesamte Saison hinweg gesehen erwies sich Daniela Plötz (FSG Weilheim) mit einem Schnitt von 385,17 Ringen (12 Wettkämpfe) als die treffsicherste Athletin. Auf dem dritten Platz in dieser Liste steht Tobias Leis mit 383,50 Ringen (10 Wettkämpfe). Von der SGE schaffte es Elisabeth Streicher (380,92 Ringe/12 Wettkämpfe) als Sechste ebenfalls in die Top Ten. Zum Team gehörten darüber hinaus Bernhard Lidl (376,3), Franziska Streicher (373,4), Christoph Leis (367,3) und Hermann Leis (347,4). Letzterer fungierte als Ersatzmann und kam acht Mal zum Einsatz.

SG Eglfing: In der Bezirksliga geht es um den Klassenerhalt

Die Eglfinger rechnen damit, dass sie in der kommenden Saison um den Klassenerhalt werden kämpfen müssen. So ist das Niveau auf Bezirksebene doch um einiges höher als im Gau-Bereich. Der Tabellenletzte in der Staffel Süd-West, Schöne Linde Schwifting, hatte einen Schnitt von 1510,9 Ringen. Darüber hinaus gibt es Einschränkungen in personeller Hinsicht. 

Christoph Leis beginnt mit dem Bau eines Eigenheims und Franziska Streicher ist beruflich deutlich mehr eingespannt. „Die Trainingseinheiten dieser beiden Schützen werden sich wohl eher überschaubar gestalten“, sagt Hermann Leis. Der 2. Schützenmeister selbst, über die Jahre meist als Ersatz-Schütze und Fahrer im Dienst, wird in der Bezirksliga nicht antreten. Die Klasse sei für ihn „mindestens eine Nummer zu groß“.

Ziel der Schützengesellschaft sei, „so gut wie möglich mitzuhalten“, sagt Hermann Leis. Mittelfristig wollen die Eglfinger auch eine zweite Mannschaft im Rundenwettkampf etablieren, um genügend Nachwuchs für die erste Mannschaft bereitstellen zu können.

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