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Der Moment des Triumphs: Johannes Trefz überquerte als Erster die Ziellinie. Er verteidigte nicht nur seinen Titel über 400 Meter, mit 45,81 Sekunden stellte er zudem eine neue persönliche Bestleistung auf. 

Deutscher Meister über 400 Meter

„Eine Riesenerleichterung“  für Johannes Trefz

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Nach seinem  deutschen Meistertitel über 400 Meter ist Johannes Trefz  mehr als zufrieden.  Erstmals unterbot er seine Schallmauer von 46 Sekunden.

Weilheim – Eines stellte Johannes Trefz gleich einmal klar: Zwar sei er als Favorit über die 400 Meter angetreten, „aber eine deutsche Meisterschaft ist kein Selbstläufer“, so der 25-jährige Weilheimer in Diensten der LG Stadtwerke München. Allein schon deswegen ist der Gewinn des DM-Titels, des zweiten in Folge, eine wunderbare Sache gewesen. Was aber fast noch schwerer wog: Erstmals in seiner Karriere durchbrach Trefz die Schallmauer von 46 Sekunden. Der Weilheimer überquerte nach 45,81 Sekunden die Ziellinie im Erfurter Steigerwaldstadion. „Das war für mich schon eine Riesenerleichterung“ gab er zu. „Ich habe gemerkt, dass ein gewaltiger Druck von mir abgefallen ist.“ Eine Zeit von 45,8 Sekunden hatte der 25-Jährige als Saisonziel ausgegeben, das hat er jetzt endlich erreicht.

Denn das Unterbieten der 46-Sekunden-Marke war durchaus belastend: „Vergangenes Jahr habe ich mich daran fast aufgerieben“, berichtete Trefz. Auch im Vorfeld der deutschen Titelkämpfe habe er über 400 Meter einige sehr gute Rennen abgeliefert, „aber die entsprechenden Zeiten sind nicht zustandegekommen“. Dass es jetzt geklappt hat, habe er auch seiner Mentaltrainerin zu verdanken. „30 bis 40 Prozent sind Kopfsache“, so Trefz. „Und jetzt kann ich die nächsten Aufgaben unbeschwert angehen.“ Der nächste Schritt über die Stadionrunde soll dann „Richtung 45,5 Sekunden“ gehen.

Vorerst aber stehen die 400 Meter bei dem Weilheimer aber nicht mehr auf dem Programm. Bei den bayerischen Meisterschaften in etwa zwei Wochen in Augsburg wird Trefz zwar an den Start gehen, dann aber nicht auf seiner Paradestrecke, sondern über die 100 und 200 Meter. „Vielleicht werde ich bei einem Meeting die 400 Meter laufen“, so Trefz, für den diese Saison im Grunde aber – und das im positiven Sinn – gelaufen ist. Das trifft sich ganz gut, denn bei dem 25-Jährigen geht sein Biologie-Studium in die entscheidende Phase. Er schreibt gerade an seiner Masterarbeit, diese soll bis zum Jahresende fertiggestellt sein.

Trotz der erfolgreichen Titelverteidigung samt neuer persönlicher Bestzeit war bei Johannes Trefz die Freude nicht ungetrübt. Geärgert hat er sich über das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), das die Meisterschaften zwar übertrug, den 400-Meter-Endlauf aber nicht sendete. „Zu Hause saßen alle vor dem Fernseher, und dann kommt nichts. Das ist schon sehr traurig“, so Trefz. Seine Erkenntnis: „Unsere Leistungen werden nicht gewürdigt.“

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