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Denkt ans Aufhören: Monika Bittner aus Peißenberg, die seit 2003 im Nationalteam spielt. das Foto entstand beim Test-Länderspiel der DEB-Auswahl gegen Finnland in Peißenberg.

Eishockey-Nationalspielerin aus Peißenberg

Monika Bittner denkt ans Karriere-Ende

Peißenberg - Monika Bittner spielt seit Jahren in der Bundesliga und im Nationalteam. Nun denkt die Peißenbergerin über ihr Karriereende nach.

Es wird vielleicht der letzte „Nations Cup“ für Monika Bittner sein. Wenn die Damen-Nationalmannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes in den nächsten Tagen in Füssen ihr Vorbereitungsturnier für die A-Weltmeisterschaft in Schweden austrägt, beginnt die Abschiedstournee für die 26-Jährige aus Peißenberg. „Ich weiß nicht, wie es nächstes Jahr weitergeht“, sagt die Nationalspielerin, die mit über 150 Länderspielen zu den erfahrensten Akteurinnen im Team von Bundestrainer Benjamin Hinterstocker zählt.

Sicher ist nur, dass Bittner nach ihrem Bachelor an der Universität ins Berufsleben einsteigen möchte, um im Bereich „Marketing und Öffentlichkkeitsarbeit“ tätig zu sein. Die Sportsoldatin wird womöglich den Vertrag, den sie mit der Bundeswehr geschlossen hat, nicht mehr bis zu seinem Ende im August erfüllen können. Die quirlige Angreiferin hinterlässt eine große Lücke im DEB-Team.

Spielte mehr als 150 Mal im DEB-Team: Monika Bittner.

Seit sie vor zehn Jahren ihr Debüt im Trikot mit dem Bundesadler gab, bestach die 1,56 Meter große Spielerin stets durch ihren Kampfgeist. Mit den Jahren entwickelte sie sich zu einer Spielmacherin mit Übersicht. Bittner spielte aber nicht nur engagiert, sie fiel auch jenseits des Eises durch ihre Geradlinigkeit auf. Für die Studentin war es ganz normal, ihre Meinung zu sagen und – wenn nötig – auch Kritik zu üben. Als sie im Februar in Sotschi mitspielte, hatte sie ihr Karriereziel erreicht. Schon nach Olympia überlegte sie sich – wie viele Mitstreiterinnen auch –, ihre internationale Laufbahn zu beenden. Sie hat dann doch noch ein Jahr drangehängt und die Mannschaft beim Neuaufbau unterstützt. „Ich denke, dass ich so weit bin, dass ich dem Ganzen nicht mehr nachweine“, sagt Bittner. Auch beim ESC Planegg werden sie sich darauf einstellen müssen, dass Bittner ihren Spind räumt. Bis es so weit ist, arbeitet sie mit den „Pinguinen“ am nächsten Meisterstück. Derzeit führt die Mannschaft souverän die Tabelle der Bundesliga an. „Wenn man viermal in Folge Meister geworden ist, ist es auf jeden Fall ein Ziel, dass wir den Titel verteidigen“, sagt sie. Mit Julia Zorn und Kerstin Spielberger bildet Bittner die beste deutsche Reihe in der Bundesliga. In 14 Spielen hat sie 17 Scorerpunkte (5 Tore/12 Assists) gesammelt. Dass es die Planeggerinnen beim „European Women Champions Cup“ (EWCC) nicht ins Finale der besten vier Teams geschafft haben, war zwar bitter, für Bittner aber nur konsequent: „Mit der Leistung haben wir es auch nicht verdient, weiter zu kommen.“ Ihre Aufrichtigkeit und ihr Kampfgeist werden dem deutschen Frauen-Eishockey fehlen.

-Christian Heinrich-

"Nations-Cup" in Füssen

Der „Nations Cup“ findet von Samstag, 3. Januar, bis Dienstag, 6. Januar, im Bundesleistungszentrum in Füssen statt. Sechs Mannschaften in zwei Gruppen nehmen teil, nach der Vorrunde werden Platzierungsspiele ausgetragen. Gruppe A: Deutschland, Schweden, Schweiz. Gruppe B: Kanada, Finnland, Russland.

Spielplan:
Samstag, 3. Januar

FIN - CAN (15 Uhr)
GER - SWE (18.30 Uhr)
Sonntag, 4. Januar
SWE - SUI (15 Uhr)
CAN - RUS (18.30 Uhr)
Montag, 5. Januar
SUI - GER
RUS - FIN
Dienstag, 6. Januar
Dritter A - Dritter B (12 Uhr)
Zweiter A - Zweiter B (15 Uhr)
Erster A - Erster B (19 Uhr)

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