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Die Medaillengewinner bei den Frauen und Männern: Das Foto von der Siegerehrung zeigt (v.l.) Inge Dietrich (Verbands-Aufsicht), Kuni Steinbrecher (Oberau), Sylvia Winkler (Farchant), Erika Mährlein (Penzberg), Janos Sendula (Penzberg), Alexander Leupold (Oberau), Michael Schlachtbauer (Peiting) und Alois Kriesmair (Aufsicht). 
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Sie waren die besten U-23-Kegler: (v.l.) Andrea Seitz (FC Seeshaupt), Cathrin Mühl (TSV Peißenberg), Michael Drexl (Schwarz-Blau Burggen), Michael Fried und Raphael Fried (beide von Blau-Weiß Peiting). 

Kegeln: Einzelmeisterschaft

Erika Mährlein spitze im entscheidenden Satz

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Die Athleten zeigten starke Leistungen, die Fans machten ordentlich Stimmung: Die Finalturniere der Frauen, Männer und U-23 waren Werbung fürs Kegeln.

Huglfing – Alois Kriesmair hätte sicher gern mitgespielt. Der Forster ist beim KSV Peißenberg in der Bezirksoberliga aber selbst aktiv – und dort einer der Leistungsträger. Beim Finalturnier im Einzel (120 Wurf) war er aber „nur“ als Sportwart des Kreises „Zugspitze“ zugegen, im Viertelfinale – vor wenigen Wochen ausgespielt – war er ausgeschieden. Doch auch als Zuschauer hatte Kriesmair seine Freude, denn die Finalisten bei den Frauen und Männern sowie bei der U-23 zeigten auf den Bahnen in Huglfing „sehr gute Leistungen auf sehr hohem Niveau“, wie er zufrieden bilanzierte. Höchste Unterhaltung und Spannung sei geboten worden. Was Kriesmair zudem gefiel, war der Umstand, dass die Athleten von ihren jeweiligen Anhängern lautstark angefeuert wurden.

Bei den Männern brannten die vier Teilnehmer „gleich im ersten Satz ein Feuerwerk ab“, so Kriesmair. Michael Schlachtbauer (Blau-Weiß Peiting) holte sich mit 156 Holz die volle Punktzahl. Janos Sendula junior (Oberland Penzberg/149), Alexander Leupold (SKC Oberau/146) und Michael Heinfling junior (FC Seeshaupt/146) lagen allerdings nur knapp hinter ihm. Schlachtbauer gewann auch den zweiten Durchgang (147), doch danach kam Leupold ins Rollen. Der SKC-Spieler glänzte im dritten Satz mit 170 Holz (61 im Abräumen) und verpasste damit nur knapp einen Einzel-Bahnrekord. Im vierten Durchgang holte sich Leupold mit starken 145 Holz erneut vier Punkte. Somit kam er auf zwölf Zähler (599 Holz), was ihm Gold vor Schlachtbauer (11) bescherte. Bronze holte sich Sendula (9,5) vor Heinfling (7,5).

Spannend ging es auch bei den Frauen zu. Dort gab es in den ersten drei Sätzen jeweils eine andere Siegerin. Im vierten Durchgang war Erika Mährlein (Fortuna Penzberg) den Konkurrentinnen mit ihren 146 Holz klar überlegen. Damit holte sie sich überlegen die Goldmedaille (14 Satzpunkte). Mit dem letzten Wurf zog Sylvia Winkler (TSV Farchant) nach Holz mit Stephanie Jung (SKC Oberau) gleich – jede bekam damit im letzten Durchgang 1,5 Satzpunkte. Winkler sicherte sich die Silbermedaille (9,5 Satzpunkte) vor Kunigunde Steinbrecher (SKC Oberau), die im Schluss-Satz drei Punkte geholt hatte und so Bronze (9 Satzpunkte) perfekt machte. Im Vorjahr hatte Steinbrecher die seinerzeit erstmals ausgespielte Finalrunde gewonnen. Jung blieb mit 7,5 Zählern der undankbare vierte Rang. Ein kleiner Trost: Alle Sportler, die an der Finalrunde teilnahmen, waren vorab schon für die Bezirksmeisterschaft qualifiziert.

Bei den U-23-Juniorinnen gingen lediglich zwei Spielerinnen an den Start. Andrea Seitz (FC Seeshaupt) gewann drei der vier Durchgänge und siegte mit 15 Satzpunkten. Vor allem im dritten Satz trumpfte Seitz (153 Holz) stark auf. Den ersten Durchgang hatte sie aufgrund eines guten Abräumens (45 Holz) noch für sich entschieden. Cathrin Verena Mühl (TSV Peißenberg) gab trotz des Rückstandes nie auf und holte sich mit guten 135 Holz immerhin den vierten Satz.

Erst auf den letzten Würfen wurde die Konkurrenz der U-23-Junioren entschieden. Dort hatten am Ende Michael Drexl (Schwarz-Blau Burggen) und Michael Fried (Blau-Weiß Peiting) jeweils 13 Satzpunkte auf dem Konto. Aufgrund der höheren Gesamtholzzahl gewann Drexl (556) vor Fried (547). Im letzten Durchgang hatte der Burggener mit 153 Holz noch vier Satzpunkte geholt und war damit am Peitinger (149 Holz/3 Satzpunkte) vorbeigezogen. Dritter wurde Raphael Fried (Blau-Weiß Peiting) , der auf zehn Satzpunkte kam und den dritten Durchgang gewonnen hatte. Thomas Ludwig (Blau-Weiß Peiting), der sich ebenfalls für das Finale qualifiziert hatte, war nicht am Start. Er fehlte entschuldigt.

Der Turniermodus

Je vier Spieler/innen stehen in der Finalrunde. Gespielt wird im Modus 120 Wurf (4 x 30). Nach jedem einzelnen Satz wird abgerechnet. Der Spieler mit der höchsten Holzzahl bekommt vier Satzpunkte. Die anderen bekommen (absteigend) drei, zwei und einen Satzpunkt(e). Haben zwei Spieler die gleiche Holzzahl, werden die entsprechenden Satzpunkte geteilt. Am Ende der vier Durchgänge gewinnt derjenige Spieler mit der insgesamt höchsten Anzahl an Satzpunkten. Bei Gleichstand an Satzpunkten entscheidet die höhere Gesamtholzzahl.

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