Zweimal Gelb pro Partie ist jetzt möglich: Ein in regulärer Spielzeit verwarnter Akteur kann in einem Elfmeterschießen erneut verwarnt werden, ohne daraufhin mit Gelb-Rot vom Platz zu fliegen.
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Zweimal Gelb pro Partie ist jetzt möglich: Ein in regulärer Spielzeit verwarnter Akteur kann in einem Elfmeterschießen erneut verwarnt werden, ohne daraufhin mit Gelb-Rot vom Platz zu fliegen.

„Bleibt immer kritisch“

Regeländerungen im Amateurbereich: Dafür gibt‘s ab jetzt Gelb - Handspiel neu definiert

  • vonRoland Halmel
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Auf die Fußball-Amateure kommen kleine aber feine Regeländerungen zu. Eine neue Orientierungshilfe beim Handspiel entschärft das Thema nicht.

Landkreis – Der genaue Zeitpunkt, ab dem Fußball wieder im Wettkampf-Modus gespielt werden kann, ist noch offen. Sicher ist aber, dass sich alle Beteiligten auf einige Regeländerungen einstellen müssen. Es sind aber keine gravierenden Änderungen, sondern nur kleinere Anpassungen.

Die wichtigste Änderung betrifft das Handspiel. Als Orientierungshilfe gilt jetzt die Ärmellänge eines T-Shirts. Wird der Ball mit der Schulter oder mit dem Teil des Oberarms gespielt, der normalerweise vom Ärmel des Trikots bedeckt ist, ist dies kein Handspiel. Dieses kann nur vorliegen, wenn der Ball mit dem unteren Teil des Arms berührt wird. „Trotz der neuen Regel bleibt das Handspiel immer kritisch“, sagt Michael Kögel, Obmann der Schiedsrichtergruppe Schongau.

Neu ist zudem, dass Ermahnungen und Verwarnungen, die während des Spiels ausgesprochen wurden, nicht auf das Elfmeterschießen übertragen werden. Somit kann ein verwarnter Spieler beim Elfmeterschießen erneut die gelbe Karte gezeigt bekommen, ohne des Feldes verwiesen zu werden. Eine weitere Änderung betrifft den Elfmeter, bei dessen Ausführung der Torhüter sich oftmals zu früh von der Linie löst. Ab sofort wird der Keeper hierfür beim ersten Vergehen nur ermahnt und nicht wie bisher mit der gelben Karte bestraft. Diese wird erst bei einer weiteren zu frühen Bewegung des Torhüters bei der Wiederholung des Elfmeters oder falls es einen weiteren Strafstoß geben sollte, fällig. Begehen sowohl der Elferschütze als auch der Torwart ein Vergehen, so wird nur der Schütze, beispielsweise wegen unerlaubten Antäuschens, ermahnt, da er mit seinem Fehlverhalten zumeist erst das Vergehen des Keepers auslöst.

Neu ist zudem eine Regel, die die Spielfortsetzung durch den Torwart betrifft. Berührt dieser den Ball ein zweites Mal, ehe ein Mitspieler die Kugel berührt, wird dies jetzt mit Gelb geahndet, da der Keeper einen aussichtsreichen Angriff oder eine offensichtliche Torchance des Gegners unterbindet. Berührt der Torwart den Ball beim zweiten Mal mit dem Arm oder der Hand, wird er wegen der unzulässigen zweiten Berührung und nicht wegen des Handspiels bestraft. Eine gelbe Karte gibt es ab sofort auch dann, wenn ein Spieler den erforderlichen Abstand von vier Metern beim Schiedsrichterball nicht einhält. Bislang war dies nur bei Ecke, Freistoß oder Einwurf der Fall.  ts/rh

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