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Sprach über die Talentsichtung: Hermann Schöpf vom DFB-Stützpunkt Issing bei der Wintertagung.  
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Beim Nachwuchs wird wieder mehr Wert auf Dribbeln gelegt. Das Foto zeigt eine Szene von einem G-Junioren-Turnier in Mammendorf.

Fussball: Tagung im Kreis Zugspitze

Das alles ist neu beim Fußball-Nachwuchs

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Selbstkritik, Kicken nach „Funino“ und eine neue Talentsichtung: Das waren die wichtigsten Themen bei der Tagung der Fußballvereine in Oberhausen.

Oberhausen – Selbstkritische Töne, neue Spielformen für die Jüngsten und eine reformierte Talentsichtung bei den U-11-Fußballern: Das waren die zentralen Punkte bei der „Wintertagung“ des Kreises Zugspitze für den Kleinfeld-Bereich in Oberhausen. Um die Vereinsvertreter zu informieren, war Verbands-Jugendleiter Florian Weißmann gekommen. Er stellte für den Freistaat fest: „Beim Kinderfußball sind wir hinter dem Mond.“ Damit der Nachwuchs das Fußballspielen wirklich lernt, werden künftig „kleinere Spielformen“, so Weißmann, zum Zuge kommen.

Statt wie bisher auf dem Kleinfeld mit „Sieben gegen sieben“ wird bei den Jüngsten (G- und F-Jugend sowie jüngere E-Jugend) verstärkt auf das Konzept „Funiño“ gesetzt. Dabei spielen auf einem kleinen Feld „Drei gegen drei“ auf insgesamt vier kleine Tore. In den Benelux-Staaten, so Weißmann, wird „Funiño“ schon als Wettkampfform praktiziert. Vorteile der Spielform seien: Alle Kinder lernen Angriff und Abwehr, die Fixierung auf Positionen wird aufgehoben, alle kommen an den Ball, es gibt viele Spielverlagerungen, das Dribbeln wird gefördert. Bei der herkömmlichen Variante mit „Sieben gegen sieben“ sei es doch oft so, sagte Weißmann: „Zwei gute Spieler in einem Team schießen die Tore, der Rest läuft mit und hat kaum den Ball.“ Genau dies wolle man ändern. In der BFV-Satzung, deren geänderte Form am 1. Juli in Kraft tritt, taucht „Mini-Fußball“ als „ausbildungsorientierte Spielform“ ganz offiziell auf. Weißmann appellierte an die Vereinsvertreter im Saal des „Stroblwirts“, dem „Funiño“ eine Chance zu geben, und nicht schon vorab lauthals Kritik zu üben. „Erst mal mitmachen und erst dann schimpfen“, so sein Hinweis.

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Neuerungen gibt es auch beim „Talentsichtungstag“, der an allen BFV-Stützpunkten in Bayern stattfindet. An diesem Tag steht „die erste, leistungsorientierte Erfassung der talentiertesten Kinder im Altersbereich U-11“ an, so der BFV. Heuer sind Kinder des Jahrgangs 2008 an der Reihe. Gesichtet wird am Samstag, 4. Mai, oder am Sonntag, 5. Mai (abhängig vom jeweiligen Ort). In der Region gibt es Stützpunkte in Issing und in Garmisch-Partenkirchen. Neu ist, dass die Kinder den gesamten Tag über in Spielformen ihr Können zeigen. Bisher spielte sich ein Großteil der Zeit an einzelnen Übungsstationen ab. „Die Kinder sollen im Team auftreten und innerhalb eines Turniers verschiedene fußballerische Fertigkeiten zeigen“, erklärte Hermann Schöpf vom DFB-Stützpunkt in Issing. Die Anmeldung zum Tag erfolgt über die Vereinstrainer.

Auf kleinen Feldern und in kleinen Mannschaften (vier gegen vier, fünf gegen fünf; mit und ohne Torwart) sind die Kinder in Aktion. Die Vereinstrainer sind mit dabei: „Sie sollen die Kinder betreuen, aber nicht coachen“, sagte Schöpf. Ob ein Spieler mit seinem Team in allen Spielen gewinnt oder verliert, ist an diesem Tag egal. „Die Ergebnisse zählen nicht“, so Schöpf. „Wir wollen sehen, wo die Kinder fußballerisch stehen.“ Andere Landesverbände, wie der in Baden, machen Talentsichtungen in Turnierform „schon lange“, sagte Schöpf. „In Bayern sind wir keineswegs immer auf der Pole-Position.“

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Obendrein wolle man einen „engeren Kontakt zu Vereinen und Trainern aufbauen“, so Schöpf. Wenn Talente entdeckt und danach durch regelmäßiges Stützpunkt-Training gefördert werden, komme das später den jeweiligen Heimatvereinen und ihren Herren-Mannschaften zugute. Und wer meint, eine Sichtung dient vornehmlich großen Vereinen dazu, frühzeitig Talente zu erspähen, liegt laut Schöpf falsch. Die 64 Stützpunkte „sollen Vereine in der Ausbildung unterstützen. Wir sind neutral.“ Und überhaupt: „Nur 0,1 Prozent aller Kinder landen im bezahlten Fußball.“ Weitere Informationen zum Mini-Fußball und zur Talentsichtung gibt es online unter www.bfv.de. 

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