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Ein alter Bekannter: Der neue Trainer Aleks Simic spielte sieben Jahre lang für die Antdorfer.
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Amtszeit beendet: Hans-Peter Oswald hat aus beruflichen und privaten Gründen aufgehört.

Fußball: Kreisklasse 

ASV Antdorf geht mit neuem Trainer in die Restsaison

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Auch wenn derzeit nicht gespielt wird, beim ASV Antdorf rührt sich was: Der bisherige Trainer hört auf, ein alter Bekannter übernimmt.

Antdorf – Wie bei zahlreichen Vereinen in der Region rollt auch beim ASV Antdorf der Ball noch nicht. Der Kreisklassist wird die Möglichkeit, das Training unter Corona-Auflagen wieder aufzunehmen, vorerst nicht nutzen. Wenn es dann aber so weit ist, wird Hans-Peter Oswald nicht mehr die Anweisungen geben. Der 53-Jährige, der erst im vergangenen Sommer das Amt beim Kreisliga-Absteiger übernommen hatte, teilte der ASV-Führung mit, schon jetzt und nicht erst zum Ende der Saison aus familiären und beruflichen Gründen aufzuhören. „Wenn der ASV keinen Nachfolger gefunden hätte, hätte ich schon weitergemacht“, bekräftigt Oswald.

Fußball: In seinem letzten Spiel hatte Oswald den Schiedsrichter heftig kritisiert

Der 53-Jährige hatte zuletzt nicht gerade für positive Schlagzeilen gesorgt: Im vorerst letzten Punktspiel seiner Mannschaft im vergangenen November in Höhenrain war es nach Abpfiff zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen, die das Anrücken eines Rettungswagens und der Polizei zur Folge hatte. Oswald hatte das Ganze mit seiner heftigen Kritik an der Leistung des Schiedsrichters noch befeuert. Später entschuldigte er sich schriftlich für seine Aussagen und wurde vom Sportgericht zu einer Strafe von 50 Euro verurteilt.

Fußball: Der Spielerpass von Aleks Simic bleibt weiterhin beim FC Penzberg

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Oswald sind die Antdorfer bereits fündig geworden. Neuer Coach wird ein alter Bekannter: Aleks Simic, der von 2012 bis 2019 beim ASV spielte, wird die Mannschaft übernehmen. „Ich habe gewusst, dass Aleks ins Trainergeschäft einsteigen will. Er hat in Antdorf einen guten Ruf, deshalb war er meine erste Anlaufstation“, berichtete der ASV-Vorsizende Anton Panholzer, der sich nach ersten Gesprächen schnell mit dem Wunschkandidaten einigte. „Ich mache aber nur Trainer und keinen Spielertrainer“, stellte der Mittelfeldmann, dessen Spielerpass beim FC Penzberg bleibt, als Bedingung.

Fußball: Markus Winkler bleibt spielender Co-Trainer beim ASV Antdorf

Ansonsten wird sich im Trainerteam des Tabellenfünften der Kreisklasse 3 aber nichts ändern. Markus Winkler bleibt spielender Co-Trainer und Tobias Zerluth Coach der zweiten Mannschaft. Mit Zerluth wird sich Simic in Zukunft öfter austauschen. „Wir wollen enger mit der Zweiten zusammenrücken“, lautet die Devise des neuen ASV-Trainers, der seine ersten Erfahrungen als Trainer vor zwölf Jahren bei den C-Junioren des FC Penzberg sammelte. Eigentlich wäre der 32-Jährige aktuell dabei, seine B-Lizenz zu erwerben. Dieses Thema musste er wegen der Corona-Krise aber erst einmal verschieben. „Ich hoffe, dass es bis zum Ende des Jahres klappt“, sagt Simic, der von seinem neuem Team überzeugt ist. „Trotz der vielen Spielerabgänge der letzten Jahre hat die Mannschaft Qualität“, urteilt Simic.

Fußball: Simic will Fußball mit Kampfkraft und Leidenschaft statt Tiki-taka

Sein Ziel ist es, die altbekannten Stärken des ASV, der 25 Jahre ununterbrochen in der Kreisliga spielte und dann vergangene Saison abstieg, wiederzubeleben. Kampfkraft und Leidenschaft sollen wieder in den Fokus rücken. „Wir müssen Antdorf-konformen Fußball spielen und kein Tiki-Taka“, lautet die Ansage von Simic, der sich diesbezügich schon Gedanken gemacht hat: „Ich habe da auch ein paar Spieler im Auge, die in dieser Richtung vorausgehen können.“ Dazu will er viele Gespräche führen. „Um den Jungs auch das Gefühl zu geben, dass sie wertgeschätzt werden“.

Fußball: Antdorfs Vorsitzender Anton Panholzer blickt zuversichtlich in die Zukunft

Spätestens ab dem 1. Juli geht es dann auch auf dem Platz richtig los, wenn der ASV offiziell in den Trainingsbetrieb startet. „Ich bin zuversichtlich, dass Aleks auf die jungen Spieler einen guten Einfluss hat und zusammen mit Markus Winkler ein starkes Team formen kann“, so Panholzer. Der ASV-Vorsitzende blickt optimistisch in die Zukunft.

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