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Für die Deutsche Triathlon-Union in Aktion: Marianne Grünebach, die mit ihrem Mann  Peter bei der EM im Cross-Triathlon ihre Medaillenbilanz  auffrischte.

Triathlon

Grünebachs erfolgreich in Transsilvanien

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Marianne und Peter Grünebach zog es weit weg, um einen Triathlon zu bestreiten. In Transilvanien holten sie Medaillen. 

Polling – So ein Triathlon ist eine anstrengende Sache. Doch manchmal ist der sportliche Part nur ein Teil der Herausforderungen. Für Marianne und Peter Grünebach war schon die Reise zu ihrem jüngsten Auftritt nicht ohne. Immerhin ging es mit dem Auto ins knapp 1400 Kilometer entfernte Târgu Mureş (dt. Neumarkt) nach Siebenbürgen. Dort nahmen die beiden Ausdauersportler aus Polling bei der Europameisterschaft im Cross-Triathlon teil – und das wieder einmal erfolgreich. Das Ehepaar kehrte mit einer Gold- und einer Silbermedaille heim.

Für die Altersklassenathleten standen ein Kilometer Schwimmen in einem Altarm des Flusses Mureş (dt. Mieresch), danach 23,5 Kilometer (800 Höhenmeter) mit dem Mountainbike und 6,2 Kilometer Laufen über Trails auf dem Programm. Aufgrund der Wassertemperatur von 24 Grad Celsius hatten die Teilnehmer ohne Neoprenanzug zu schwimmen. Peter Grünebach hatte eigenem Bekunden zufolge beim Schwimmen (22:50 Minuten) einige Orientierungsschwierigkeiten, kam aber zeitgleich mit seinem Hauptkonkurrenten, dem Russen Sergey Geydrikh, aus der Wechselzone. Auf dem Rad musste Grünebach den Russen dann ziehen lassen, der Pollinger kam auf eine Zeit von 1:46:44 Stunden. Geydrikh war um gut zehn Minuten schneller. Beim Laufen waren beide Athleten dann wieder fast gleichschnell. Grünebach brachte die letzte Disziplin in 42:27 Minuten hinter sich. Mit der Gesamtzeit von 2:54:33 Stunden wurde er souverän Zweiter hinter Geydrikh (2:41:23) und vor dem Italiener Valet de Rossi (3:17:13). Es war das 23. Mal, dass der Pollinger bei offiziellen Welt-und Europameisterschaften das Podest erklomm.

Marianne Grünebach (63) kam – als älteste Teilnehmerin der insgesamt rund 800 Athleten – gut durch den Wettkampf. Die Distanzen für ihre Altersklasse sowie die Para- und Juniorenathleten betrugen 500 Meter (Schwimmen), 10 Kilometer (Mountainbike) und 3,1 Kilometer (Laufen). Das Schwimmen absolvierte sie in 15:24 Minuten. Das Radfahren spulte die Pollingerin, die erstmals an einem Cross-Triathlon teilnahm, in 1:09:10 Stunden ab. Für das Laufen, dort strauchelte Marianne Grünebach einmal an einer Wurzel, benötigte sie 21:56 Minuten, was eine Gesamtzeit von 1:48:50 Stunden bedeutete. Neben ihr wagte sich keine andere Frau jenseits der 60 Jahre auf die anspruchsvolle Strecke. Für sie war es die neunte Medaille bei einem Wettkampf der Internationalen bzw. der Europäischen Triathlon-Union.

Zwei Tage vor der EM hatten Marianne und Peter Grünebach noch beim „Dracula Night Run“ über 6,5 Kilometer (128 Höhenmeter) mitgemacht. Um 21 Uhr ging es für die mit Stirnlampen ausgerüsteten Sportler los. Ein Gag der Veranstalter: Hie und da „überraschten die Runner dann auch Geister und Vampire hinter Büschen im dunklen Wald“, berichtet Peter Grünebach. Seine Ehefrau wurde in der Kategorie „Frauen 50plus“ in 36:21 Minuten Zweite (vier Finisher), der Pollinger landete in der Klasse „Männer 50plus“ (neun Finisher) in 32:24 Minuten auf Rang sechs. Beide Pollinger waren die mit Abstand ältesten Teilnehmer. 

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