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Klippenspringerin Iris Schmidbauer startet bei der WM in Südkorea.

Klippenspringen

Der Top-Sprung klappt, aber Schmidbauer will sich noch nicht festlegen

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Die Spannung steigt bei Iris Schmidbauer: Bei der Schwimm-WM in Gwangju naht der Wettbewerb im High Diving. Im Training lief es für die Pählerin gut, doch welchen Kürsprung sie zeigt, ist noch offen.

Gwangju/Pähl - Regen und Wind sind nicht gerade Bedingungen, die Klippenspringer lieben. Iris Schmidbauer konnte darüber aber hinwegsehen. Beim ersten offiziellen Training für den WM-Wettbewerb im High Diving (so heißt das Klippenspringen bei der FINA) konzentrierte sich die Pählerin vornehmlich darauf, ihren neuen Sprung - einen Dreifach-Rückwärtssalto mit zwei Schrauben - sicher aus 20 Metern über die Bühne zu bringen. „Der Sprung hat gut funktioniert“, berichtete die 24-Jährige. „Die Eintauchphase war noch etwas spritzig.“

Ob Schmidbauer den Sprung - derzeit der schwierigste, den Frauen zeigen - auch tatsächlich im Wettkampf zeigen wird, will sie kurzfristig entscheiden. „Ich muss schauen, ob es sich lohnt“, sagte sie. Denn die Schwierigkeit eines Sprunges ist nur die eine Sache, ebenso wichtig ist die sichere und vor allem saubere Ausführung. Am Montag, 21. Juli, ab 11.30 Uhr Ortszeit (in Deutschland ist es dann 2.30 Uhr in der Früh) findet die erste von zwei Runden statt. Die Athletinnen müssen je einen Pflicht- und einen Kürsprung demonstrieren. Am Dienstag, 22. Juli, steigt dann das Finale. Aufgrund ihrer Ergebnisse in dieser Saison darf Schmidbauer durchaus mit einer Medaille liebäugeln. Sie selbst sagte dazu vor der Abreise nach Südkorea: „Ich will meine persönlichen Bestleistungen springen.“ 

Gwangju: Klippenspringen in einen kreisrunden Pool hinein 

Für die WM wurde extra auf dem Gelände der Chosun-University eine Sprunganlage mit einem gewaltigen Turm (die Männer springen gar aus 27 Metern) und einem Becken installiert. Das Becken ist kreisrund und wirkt aus der Höhe wie ein kleiner Pool. Schmidbauer schreckt das nicht, sie kennt das Ganze schon, „das ist wie bei der WM in Budapest“. 2017, bei den Wettkämpfen in der ungarischen Hauptstadt, gab die Pählerin ihr WM-Debüt. Damals wurde sie Zehnte. Seither hat Schmidbauer viel trainiert und sich deutlich verbessert.

Gemeinsam mit den anderen deutschen Athleten ist die Pählerin in einem Athletendorf untergebracht. Der Wohlfühlfaktor hält sich dabei eher in Grenzen. „Man kommt sich vor, als würde man auf einer Baustelle wohnen“, berichtet die Klippenspringerin. Viele Bereiche sind abgeklebt, denn nach den Titelkämpfen sollen die Appartements an Privatpersonen verkauft werden. Dennoch gefällt es Schmidbauer bei der WM, „es ist wirklich cool“. 

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