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Alles im Griff: Im Hinspiel fuhren Oberhausens Frauen (in weißen Trikots) gegen Waltenhofens Reserve einen deutlichen Sieg ein. Damals hatten die Gäste aus dem Allgäu allerdings keine Unterstützung aus der ersten Mannschaft. 

Handball: Bezirksliga

Oberhausen beklagt Wettbewerbsverzerrung

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Nach der deutlichen Niederlage beim TV Waltenhofen II beklagten die Handballerinnen des BSC Oberhausen ein unsportliches Verhalten des Gegners.

Oberhausen – In der entscheidenden Saisonphase, wenn es um den Aufstieg oder gegen den Abstieg geht, nutzen Vereine mit mehreren Mannschaften gern die Gelegenheit, ihre zweite Garnitur mit Akteuren aus der Ersten aufzupolieren. Mit diesem Umstand sahen sich die Handballerinnen des BSC Oberhausen völlig überraschend bereits zum Rückrundenstart in der Bezirksliga konfrontiert. Im ersten Spiel dieses Jahres beim TV Waltenhofen II trat die Reserve der Allgäuerinnen fast mit der kompletten ersten Garnitur an, deren Heimpartie ausfiel. Der ungeschlagene Spitzenreiter der Bezirksoberliga, der auf dem besten Weg in die Landesliga ist, nutzte die Partie gegen den BSC sozusagen als Testspiel.

Gegen den hochgerüsteten Gegner – die Gastgeberinnen sprachen in ihrem Internet-Bericht hingegen lediglich von „Kader-Unterstützung“ – erwiesen sich die Schützlinge von Trainerin Karin Feistl als völlig chancenlos. Zur Information: Die Waltenhofener Reserve dümpelt im Mittelfeld der Bezirksliga jenseits der Auf- und Abstiegsplätze umher. Die Oberhausenerinnen, die das Hinspiel noch deutlich mit 30:17 gewonnen hatten, waren diesmal ohne den Hauch einer Chance und unterlagen mit 19:34 (10:16). „Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass durch so eine Aktion das Ergebnis der Liga verfälscht wird“, beklagte BSC-Teamsprecherin Alexandra Vincenzi Wettbewerbsverzerrung. Durch diese deutliche Niederlage verlor der BSC die Tabellenführung an den bisherigen Zweiten, die SG Kaufbeuren/Neugablonz.

Die ersatzgeschwächten Oberhausenerinnen, die zudem drei angeschlagene Spielerinnen im Kader hatten, starteten holprig in die Partie. Erst nach sechs Minuten gelang ihnen das erste Tor. Dennoch gestalteten sie die Partie bis zum 3:4 (11.) offen. Nach dem verletzungsbedingten Aus von Theresa Nutzinger riss bei den BSC-Damen jedoch der Faden. In der Folge wurde die Partie hektisch und der Rückstand des BSC immer größer, da die mit neun Spielerinnen aus der ersten Mannschaft angetretenen Waltenhofenerinnen ihre Chancen, vor allem bei Gegenstößen, eiskalt verwerteten. Erst nach dem 5:12 (20.) fingen sich die Oberhausenerinnen wieder. Bis zur Pause gestalteten sie die Partie offen, weil vor allem Regina Weingand, die ein starkes Spiel ablieferte, immer wieder traf.

In der zweiten Hälfte versuchten die BSC-Damen, mit Kampf dagegenzuhalten. Die Waltenhofener Frauen, insbesondere die drei besten Werferinnen aus dem Bezirksoberliga-Team, ließen sich aber nicht mehr bremsen. „Die kämpferische Leistung war dennoch herauszuheben“, bilanzierte Vincenzi nach dem unerfreulichen Jahresauftakt für ihre Mannschaft. 

Oberhausens Spielerinnen und Tore: Regina Weingand (9/2 Siebenmeter), Eva Benedikt (3), Kaya Richter (2), Simone Schüller (2), Elisabeth Vincenzi (1), Magdalena Reindl (1), Christine Lautenbacher (1), Carina Köberlein, Irmi Dittel, Theresa Nutzinger; Torhüterin: Michaela Scheffel

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