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Knapp entwischt: In einem überaus spannenden Nachbarderby behielten die Peißenberger Handballerinnen (in weißen Trikots, hier Madita Rinke) gegen Weilheim mit 23:22 die Oberhand.

Handball: Bezirksoberliga

Im Nachbarderby entscheiden die besseren Nerven

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Nicht unbedingt hochklassig, dafür aber überaus spannend war das Bezirksoberliga-Derby zwischen den Handballerinnen des TSV Peißenberg und des TSV Weilheim. Es gewann das Team mit den besseren Nerven. 

Peißenberg –„Auf dem Feld waren beide Teams gleichwertig. Den Unterschied machte die Torhüterleistung“, urteilte Peißenbergs Trainer Christian Führer nach dem ersten Saisonsieg seiner Schützlinge im fünften Spiel. „Das Spiel müssen wir nicht verlieren. Leider haben wir für zehn Minuten nach der Pause wieder Nerven gezeigt“, war für Weilheims Coach Michael Sander der psychologische Faktor entscheidend für die Niederlage seines Teams. „Wir haben uns da zu viele technische Fehler und unnötige Würfe geleistet“, bemängelte Sander, dessen Team im umkämpften, aber dennoch fairen Nachbarderby deutlich mehr Strafzeiten kassierte als die Gastgeberinnen. Hinzu kamen oftmals Strafwürfe, bei deren Ausführung die Peißenbergerinnen die Nerven behielten. Steffi Führmann und Julia Brauer verwandelten alle neun Siebenmeter. Den etwas besseren Start erwischten allerdings die Weilheimerinnen. Bis zum 8:8 (17.) legten sie stets einen Treffer vor. Bis zur Halbzeit wechselte die Führung dann mehrfach.

Handball: Peißenberg kommt mit mehr Schwung aus der Kabine

Aus der Kabine kamen die Peißenbergerinnen, die ohne gelernte Torfrau sowie ohne Lucia Heger und Franziska Welzmüller antraten, mit mehr Schwung. Heidi Frankl, die vertretungsweise das Peißenberger Gehäuse hütete, machte einige Möglichkeiten der Weilheimerinnen zunichte. In der Offensive setzte neben Führmann und Brauer auch Nachwuchsspielerin Theresia Ostermair auf der Außenposition die Akzente und erzielte zwei Treffer. Dadurch setzten sich die Gastgeberinnen bis auf 20:16 (41.) ab.

Handball: Weilheim startet Aufholjagd

Angetrieben von Andrea Pruy, die innerhalb von 28 Sekunden zweimal traf, starteten die Weilheimerinnen dann eine Aufholjagd, die allerdings durch das verletzungsbedingte Aus von Anne Apelt erschwert wurde. Damit fehlten im Rückraum der Gäste, die bereits ohne Elisabeth Zwiekopf und die angeschlagene Sarah Mannefeld auskommen mussten, die Alternativen. Dennoch kämpften sich die Weilheimer Frauen mehrfach bis auf ein einziges Tor heran. Die durchaus vorhandenen Ausgleichschancen ließen sie jedoch ungenutzt. Dadurch brachten die Peißenberger Handballerinnen in der dramatischen Schlussphase ihren Minimalvorsprung ins Ziel.

Peißenberg: Julia Brauer (8 Tore/6 Siebenmeter), Steffi Führmann (6/3), Madita Rinke (4), Theresia Ostermair (4), Johanna Heger (1), Anna-Lena Ende, Nicola Kessler, Sophia Reinermann, Franziska Nutzinger, Victoria Trautmann, Vanessa Schober; Torhüterin: Heidi Frankl.

Weilheim: Karen Albust (7 Tore), Andrea Pruy (5/2 Siebenmeter), Anne Apelt (4), Lea Stadler (2), Anita Tratz (1), Sabrina Gerold (1), Luca-Sophie Padberg (1), Veronika Melypataki (1), Sarah Mannefeld, Sabrina Pudil, Franziska Klang, Katrin Wichtl; Torhüterinnen: Marlene Zwiekopf, Marianne Rupp.

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