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Zum Erfolg trägt auch eine gute Abwehrarbeit bei: Die beiden Peißenbergerinnen Steffi Führmann und Julia Brauer (in weißen Trikots von links) stoppen in dieser Szene einen von Christine Lautenbacher vorgetragenen Angriff des BSC.

Handball: Bezirksoberliga

Lange ist das Derby zwischen Peißenberg und Oberhausen spannend - dann aber zieht eine der beiden Mannschaften davon

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Die Kulisse war stattlich: Etwa 200 Zuschauer verfolgten in der Glückauf-Halle ein lange Zeit sehr spannendes Nachbarderby zwischen Peißenberg und Oberhausen.

Peißenberg/Oberhausen – Die Handballerinnen des TSV Peißenberg können Derby. Nach dem Erfolg gegen den TSV Weilheim gewann die Mannschaft aus der Marktgemeinde auch das zweite Landkreisduell der Bezirksoberliga gegen den BSC Oberhausen. Mit dem 30:23 (14:13)-Heimsieg gegen den BSC Oberhausen machten sich die Peißenbergerinnen selbst das schönste Weihnachtsgeschenk.

Handball: Plan des TSV Peißenberg geht auf

„Unser Abwehrkonzept mit einem vorgezogenen Störer ist aufgegangen, und dazu war auch der Heimvorteil mitentscheidend“, urteilte Christian Führer, der zusammen mit Martin Trautmann das TSV-Damenteam betreut, nach dem erst zweiten Saisonsieg. Damit haben die Peißenbergerinnen die Abstiegsplätze verlassen und sich auf Rang neun verbessert. Enttäuschung herrschte verständlicherweise auf Oberhausener Seite: „Schade, die Mannschaft hat leider nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten und was sie kann“, sagte BSC-Trainerin Andrea Daisenberger. „Vielleicht hat das auch an der Derbysituation gelegen“, ergänzte Karin Feistl, die zusammen mit Daisenberger den BSC coacht.

Handball: Offener Schlagabtausch in der Glückauf-Halle

Vor über 200 Zuschauern in der sehr gut gefüllten Peißenberger Glückauf-Halle lieferten sich beide Teams in der ersten Hälfte einen offenen Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Zunächst legten die Peißenbergerinnen vor, nach dem 4:4 (8.) wurden die Gäste stärker. Aber auch ihre zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung hatte nur kurze Zeit Bestand, da Julia Brauer mit vier Treffern in Folge den TSV wieder in Front brachte.

Handball: Diesmal gibt Peißenberg eine Führung nicht mehr her

Nach dem Seitenwechsel wogte die umkämpfte Partie weiter hin und her. Bei den Oberhausenerinnen bewies Elisabeth Vincenzi bei Strafwürfen Nervenstärke. Innerhalb von drei Minuten verwandelte sie drei Siebenmeter sicher. Bis zum 18:18 (38.) lagen beide Teams gleichauf. Danach bekamen die Peißenbergerinnen aber langsam Oberwasser. Trotz kurzer Deckung für Brauer erarbeiteten sie sich einen Drei-Tore-Vorsprung, nicht zuletzt, weil Steffi Führmann immer wieder Lücken in der BSC-Abwehr fand. „Das hatten wir doch zuletzt schon gegen Murnau“, sagte Peißenbergs Coach Trautmann, der Ungemach für sein Team befürchtete. Auch bei der Niederlage am Staffelsee im Spiel zuvor hatten seine Schützlinge einen deutlichen Vorsprung aus der Hand gegeben.

Handball: Auch Auszeit bringt Oberhausen nicht mehr auf Kurs

Diesmal jedoch wurden die Peißenbergerinnen durch die Führung jedoch beflügelt. Die Oberhausenerinnen hingegen verkrampften zusehends. Bei den Gästen, die in Regina Weingand ihre erfolgreichste Torschützin hatten, schlichen sich Ungenauigkeiten beim Abschluss ein und auch die Abwehr stand nicht mehr so stabil. Mit vier Treffern in Folge zum 28:22 (56.) sorgten die TSV-Handballerinnen für die Entscheidung. Die anschließende Auszeit brachte die Oberhausenerinnen dann auch nicht mehr auf Kurs. Ein Doppelpack der stark aufspielenden Führmann machte den deutlichen Derby-Erfolg für die TSV-Frauen perfekt. Ein besonderes Geschenk war das 30:23 für Peißenbergs Geburtstagskind Nicole Kessler. 

Peißenbergs Spielerinnen und Tore: Steffi Führmann (14/5 Siebenmeter), Julia Brauer (6/2), Lucia Ferchl (4), Madita Rinke (2), Anna-Lena Ende (1), Nicole Kessler (1), Sophia Reinermann (1), Theresa Ostermair (1), Sarah Büker, Franziska Nutzinger, Victoria Trautmann, Philomena Trautmann; Torhüterinnen: Vanessa Schober, Heidi Frankl.

Oberhausens Spielerinnen und Tore: Regina Weingand (6), Susi Feldl (5/2 Siebenmeter), Elisabeth Vincenzi (5/3), Irmi Dittel (3), Eva Benedikt (2), Theresa Nutzinger (2), Veronika Rohr, Kaya Richter, Simone Schüller, Magdalena Reindl, Christine Lautenbacher; Torhüterinnen: Michaela Scheffel, Christina Weingand.

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