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Spektakuläre Flugeinlage: Weilheims Handballer (hier kann Lukas Schwendele nur durch ein Foul gebremst werden) boten gegen Memmingen eine überzeugende Leistung und landeten am Ende den höchsten Saisonsieg. 

Handball: Bezirksoberliga

Weilheim verschafft sich Luft

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Die Handballer des TSV Weilheim können doch noch gewinnen. Mit dem Heimsieg gegen den TV Memmingen haben sie sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga ein wenig Luft verschafft.

Weilheim – Die Durststrecke von vier sieglosen Spielen in Folge ist für die Weilheimer Handballer vorbei. Im ersten von zwei so wichtigen Duellen in Folge gegen direkte Konkurrenz im Tabellenkeller setzten sich die Mannen von Trainer Niko Jovanovic gegen den TV Memmingen in der heimischen Jahnhalle deutlich mit 33:21 (16:8) durch. „Dachsbausieg, Dachsbausieg“, skandierten die Weilheimer nach Spielschluss hörbar erleichtert, nachdem sie einen Siegerkreis gebildet hatten.

„Der Sieg war auch ganz wichtig“, so Jovanovic. Dem TSV-Coach war ein großer Stein vom Herzen gefallen. „Das war heute auch ganz viel Kopfsache“, so Jovanovic, der mit der Leistung seines Teams, mal abgesehen von der Anfangsphase, sehr zufrieden war. „Obwohl die Memminger deutlich mehr unter Druck gestanden haben, waren sie weniger nervös als wir“, urteilte Jovanovic über den zähen Beginn seiner Mannschaft, der einen schnellen 1:4-Rückstand (7.) zur Folge hatte. In dieser Phase ging der Tabellenvorletzte aus dem Allgäu im Abschluss wesentlich konsequenter zur Sache als die Gastgeber. Nach dem zweiten Treffer der Hausherren durch Max Osthöver, der vor allem in der Abwehr herausragte, platzte bei den Weilheimern aber der Knoten. In Windeseile ließen sie fünf weitere Tore, erzielt von fünf verschiedenen Schützen, folgen. Die anschließende Auszeit der Memminger konnte die TSV-Herren nur kurzzeitig ausbremsen. Trotz einiger Fehlversuche von Pechvogel Lukas Lukas Schwendele bauten die Gastgeber ihre Führung aus, nicht zuletzt weil sie von Außen sicher trafen. „Korbi war super drauf“, lobte Jovanovic dabei besonders Youngster Korbinian Wimmer, der bis zur Pause viermal traf und damit großen Anteil am komfortablen Acht-Tore-Vorsprung der Weilheimer hatte.

Nach dem Wechsel hielten die Jovanovic-Schützlinge das Tempo und die Trefferquote hoch. Mitte der zweiten Hälfte nahmen sie den Fuß dann aber ein wenig vom Gas. In zehn Minuten gelang ihnen nur noch ein Treffer, da die Genauigkeit im Abschluss merklich nachließ. Die Abwehr machte aber weiterhin einen guten Job, und auch die beiden Torleute hielten sicher. Die Allgäuer kamen dadurch aber nicht wirklich näher. In der Schlussphase zogen die Weilheimer in der Offensive die Zügel wieder an. Die Belohnung hierfür war der höchste Saisonsieg, die Wiedergutmachung für die Hinspielniederlage und frisches Selbstvertrauen für das nächste Vier-Punkte-Spiel am kommenden Wochenende gegen Gröbenzell.

Weilheims Spieler und Tore: Nico Beinlich (7/1 Siebenmeter), Philipp Bauer (6/2), Korbinian Wimmer (5), Lukas Schwendele (5), Timo Weinmann (4), Moritz Krause (3), Josef Rohmer (2), Max Osthöver (1), Andreas Kunz, Florian Theimer; Torhüter: Alex Porst, Benedikt Blacek

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