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Weilheim erlebt gegen „Graue Panther“ blaues Wunder

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Von: Roland Halmel

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Wieder endet ein Weilheimer Angriff erfolglos: In dieser Situation wird Lorenz Issert (im roten Trikot, links) von den routinierten Fürstenfeldbruckern gestoppt. © Halmel

Den Start in die Rückrunde der Bezirksoberliga hatten sich die Handballer des TSV Weilheim mit Sicherheit anders vorgestellt. Nach der 23:27-Heimniederlage gegen TuS Fürstenfeldbruck III bleiben die Weilheimer weiter in unangenehmer Nähe der Abstiegszone.

Weilheim – Die Wiedergutmachung für die Niederlage im Hinspiel sowie einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf haben die Handballer des TSV Weilheim zum Auftakt der Rückrunde in der Bezirksoberliga verpasst. Die „Grauen Panther“ des TuS Fürstenfeldbruck III erwiesen sich für die Kreisstädter wie schon beim 26:27 im Hinspiel als zu abgezockt. Gegen die TuS-Routiniers erlebten die Weilheimer ihr blaues Wunder. Schlussendlich verließen sie erneut als Verlierer die heimische Jahnhalle, diesmal mit 23:27 (13:14). „Gegen die alten Haudegen haben wir vorn viel zu ungeduldig gespielt“, bekannte Michael Sander, der den beruflich verhinderten Coach Niko Jovanovic vertrat.

Zu seinem Leidwesen musste er viele überhastet vorgetragene Aktionen seiner Mannschaft beobachten. Der Trumpf der TSV-Handballer, das schnelle Spiel nach vorn, kam gegen die meist bedächtig spielenden Fürstenfeldbrucker daher auch viel zu selten zum Tragen. „Angriffe aus der ersten und zweiten Welle sind viel zu selten gekommen“, bedauerte Sander.

Dabei lief es in der ersten Hälfte für die Weilheimer noch recht ordentlich. Vor allem dank der Treffer von Max Osthöver, der nach langer Verletzungsphase ins Team zurückkehrte, lagen die Hausherren ständig in Front. Nach 20 Minuten führten die Gastgeber erstmals mit drei Toren (10:7). In den letzten fünf Minuten vor dem Wechsel blieben die Weilheimer jedoch ohne Torerfolg. Die Gäste kämpften sich so wieder heran, und kurz vor dem Pausenpfiff gelang ihnen sogar der Führungstreffer.

Den Start in die zweite Hälfte verschliefen die TSV-Herren komplett. Die „Grauen Panther“ setzten sich so mit vier Toren ab. Danach kämpfte sich der TSV wieder auf 17:18 (42.) heran. Damit aber hatte er sein Pulver verschossen. Die Gäste waren mehrfach am Kreis und bei Strafwürfen erfolgreich, sodass der Rückstand für die Weilheimer wieder anwuchs. Daraufhin packten sie die Brechstange aus, was gegen die abgeklärte TuS-Abwehr jedoch das falsche Mittel war. Vor allem Lukas Schwendele vergab zahlreiche Würfe. Beim Stande von 20:25 (52.) war schließlich die Entscheidung gefallen. In der zerfahrenen Schlussphase mit vielen Strafzeiten verwalteten die Fürstenfeldbrucker ihre Führung clever.

Weilheims Spieler und Tore: Max Osthöver (8), Nico Beinlich (6/3 Siebenmeter), Lukas Schwendele (5), Lorenz Issert (2), Julius Krause (1), Philipp Bauer (1), Josef Rohmer, Florian Theimer, Timo Weinmann; Torhüter: Alex Porst, Benedikt Blacek

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