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Auch kommende Saison an der Seitenlinie: Andrea Daisenberger bleibt Oberhausens Trainerin des Damenteams.

Handball

BSC Oberhausen und TSV Peißenberg von Acht-Stufen-Plan nur mäßig begeistert

  • vonRoland Halmel
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Auch die Handballer in der Region versuchen, sich langsam wieder in die Normalität zu tasten. Ein Plan des Deutschen Handball-Bundes stößt dabei auf geringe Begeisterung bei den Klubs aus der Region.

Peißenberg/Oberhausen – Die Politik macht sich Gedanken, wie das gesellschaftliche Leben langsam zu einer dann neuen Normalität zurückkehren soll. Die Sportverbände stellen ebenfalls Überlegungen an, wie und wann künftig Sport getrieben kann. Der Deutsche Handballbund (DHB) stellte ein Positionspapier vor, wie es weitergehen könnte. Unter dem Motto „Return to play“ gibt es Handlungsempfehlungen, wie Trainingsprozesse in den verschiedenen Stufen mit Blick auf Hygiene- und Schutzmaßnahmen organisiert werden. Zudem wurde ein achtstufiger Plan entworfen, der zur Rückkehr in den Spielbetrieb auch mit Zuschauern führen soll (siehe unten).

Handball: Begeisterung beim TSV Peißenberg hält sich in Grenzen

„Im Erwachsenenbereich kann ich mir eine stufenweise Rückkehr zum Spiel- und Trainingsbetrieb gut vorstellen. Bei den Kindern sieht es aber ganz anders aus“, sagt Pierre Engelhardt, Handballerchef beim TSV Peißenberg. Die Begeisterung über diese Pläne des Verbands hält sich bei ihm aber in sehr überschaubaren Grenzen. „Wir bräuchten viel mehr Trainer und Hallenzeiten, das ist eher unrealistisch“, so Engelhardt.

Handball: BSC Oberhausen will mit Trainingsstart bei den Kindern noch warten

Ähnlich sehen es auch die Handballerinnen beim Nachbarn BSC Oberhausen: „Im Nachwuchs haben wir eine hohe Trainingsbeteiligung und nur eine halbe Halle. Das sind schlechte Voraussetzungen, den Acht-Stufen-Plan umzusetzen“, sagt Alexandra Vincenzi von der BSC-Abteilungsleitung. Daher wollen die Oberhausenerinnen mit dem Trainingsstart bei den Kindern noch warten. „Im Juni werden wir entscheiden, wie es da weiter geht.“

Handball: Vorerst noch Laufen, Radfahren und Krafttraining

Dann werden auch die BSC-Frauen langsam wieder in die gemeinsame Vorbereitung einsteigen. Bis dahin halten sie sich mit Laufeinheiten, Radfahren und Krafttraining fit. „Wir warten die Entwicklung in Sachen ,Corona’ ab“, so Vincenzi, die nichts übers Knie brechen will. Eine Entscheidung ist beim BSC indessen schon gefallen: Andrea Daisenberger, die eine Hälfte des Trainergespanns, hat für die kommende Saison bereits grünes Licht gegeben. Die Gespräche mit der zweiten Trainerin, Karin Feistl, laufen noch. 

Stufenplan des Deutschen Handballbunds:

1. Autonomes Training (Athletik- und/oder Techniktraining mit Trainingsempfehlungen);

2. Individuelles Training (Athletik- und/oder Techniktraining mit Partner oder Anleitung durch Trainer);

3. Kleingruppentraining outdoor (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe im Freien);

4. Kleingruppentraining indoor (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe in der Halle);

5. Mannschaftstraining (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe);

6. Mannschaftstraining plus (handballspezifisches Training mit Zweikämpfen); 

7. Testspiel- und Wettkampfbetrieb (ohne Publikum);

8. Wettkampfbetrieb plus (Spielbetrieb mit Publikum).

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