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Den Gegner zum Statisten degradiert: Lorenz Pröll (am Ball) beim Wurf auf das gegnerische Tor. Der TSV-Spieler steuerte zwei Tore zum Heimerfolg bei.

Handball

Zwischensprint vor der Pause bringt Weilheim auf Kurs

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Die Handballer des TSV Weilheim haben sich in der Bezirksoberliga auf den zweiten Platz verbessert. Beim Heimsieg über die SG Biessenhofen brauchte das Team aber eine gewisse Anlaufzeit.

Weilheim – Jedes gute Pferd springt nur so hoch, wie es muss. An diesem Spruch orientierten sich offenbar die Weilheimer Handball-Männer beim Heimspiel gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf. Kurz vor der Pause nahmen die TSV-Männer die Zügel in die Hand und galoppierten dem Schlusslicht – um im Bild zu bleiben – zu einem 30:22 (14:10)-Sieg davon. Mit dem Erfolg rückten die Kreisstädter auf Platz zwei der Bezirksoberliga nach vorne, da Konkurrent Kaufbeuren das Spitzenspiel gegen Immenstadt verlor.

„Letztlich war es ein verdienter Sieg, der auch in der Höhe in Ordnung ging“, sagte TSV-Teamsprecher Lukas Schwendele nach der erfolgreich erledigten Pflichtaufgabe gegen die abstiegsbedrohten Allgäuer. In der ersten Hälfte machten sich die Weilheimer mit zahlreichen ausgelassenen Großchancen das Leben noch schwer. „Dabei haben wir vorher sogar intensiv Sieben-Meter trainiert“, grummelte Felix Becker, der selbst zu den vier TSV-Werfern gehörte, die Strafwürfe ausließen. Hinzu kamen zahlreiche freie Würfe, die die Weilheimer nicht im Kasten unterbrachten, und einige leichtfertige Ballverluste. 

TSV Weilheim: Viele Strafwürfe nicht genutzt

Biessenhofen erwies sich dagegen beim Abschluss als wesentlich effektiver. Bis elf Minuten vor der Pause verwerteten die Gäste ihre Möglichkeiten eiskalt, sodass sie sogar mit 8:7 (19.) in Führung lagen. Ein Tor in Unterzahl von Julius Krause sorgte dann bei den Hausherren für Auftrieb – danach setzten sie sich bis zum Seitenwechsel mit vier Toren ab.

Lorenz Issert (vom Kreis) und Max Osthöver (aus dem Rückraum) hatten nach der Pause mit ihren Toren großen Anteil am schnell größer werden Vorsprung der Weilheimer, bei denen sich am Ende fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintrugen. „Wir sind gut aus der Kabine gekommen“, freute sich Schwendele über den Auftritt zu Beginn der zweiten Hälfte, der den TSV-Herren eine 22:14-Führung (41.) bescherte. Auch durch eine Auszeit der SG im Anschluss ließen sich die Weilheimer nicht nachhaltig ausbremsen. Die Gäste kamen zwar noch mal auf fünf Tore heran, ein Doppelpack von Schwendele zum 26:19 (53.) verschafften den Hausherren aber wieder Luft.

Statistik: Spieler TSV Weilheim: Max Osthöver (8 Tore/1 Siebenmeter), Lukas Schwendele (5), Felix Becker (4/1), Lorenz Pröll (2), Lorenz Issert (2), Julian Langnickel (2), Julius Krause (2), Moritz Krause (2), Thomas Beinlich (1), Markus Wichtl (1), Korbinian Wimmer (1), Philipp Bauer; Tor: Benedikt Blacek.

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