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Endlich wieder ein Sieg: Victoria Trautmann (weißes Trikot) und der TSV Peißenberg sammelten wichtige Punkte.

Handball

Peißenberger Frauen entfachen Feuerwerk - und müssen dann zittern

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Das war nichts für schwache Nerven: Im Heimspiel gegen den TSV Ottobeuren lagen die Handballerinnen des TSV Peißenberg schon weit vorn - und mussten dann ordentlich zittern.

Peißenberg – Vier Niederlagen in Folge, darunter die Derbypleite in Oberhausen, mussten die Peißenberger Handball-Damen zuletzt wegstecken. Im fünften Spiel der Rückrunde gelang den Schützlingen der Trainer Christian Führer und Martin Trautmann wieder ein Erfolgserlebnis. Gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, den TSV Ottobeuren, feierten die Peißenbergerinnen einen 23:21 (14:8)-Heimerfolg.

„Der Sieg war wichtig und verdient“, zeigte sich Führer danach erleichtert, da sein Team dadurch den Anschluss zu den Mittelfeldplätzen hält. „Die erste Halbzeit war stark, und über die zweite sollte man nicht viel reden“, sagte Führer über den wechselvollen Auftritt.

TSV Peißenberg: Torwirbel in der Anfangsphase

Den Peißenbergerinnen war in den ersten Minuten anzumerken, dass sie Wiedergutmachung für die Niederlage in Oberhausen leisten wollten. Die Allgäuerinnen, die nach einem Fehlstart in die Saison zuletzt gute Leistungen gezeigt und drei von fünf Partien gewonnen hatten, wurden in der Anfangsphase förmlich überrollt. Erst nach dem 10:2 (17.) ließ der Angriffswirbel der Gastgeberinnen um die treffsichere Steffi Führmann etwas nach. Das war auch dem Umstand geschuldet, dass ihre beste Werferin und die Top-Torschützin der Liga, Julia Brauer, die angeschlagen ins Spiel gegangen war, kaum noch laufen konnte.

Dennoch behielten die Peißenbergerinnen bis Mitte der zweiten Hälfte eine komfortable Fünf-Tore-Führung. In der Schlussphase ging den Gastgeberinnen jedoch langsam die Puste aus. Ottobeuren kämpfte sich bis auf 21:22 (59.) heran. Kurz danach kassierten die Gäste jedoch eine Strafzeit, und Brauer bewies ihre Nervenstärke. 40 Sekunden vor der Sirene übernahm sie bei einem Siebenmeter die Verantwortung und traf zum so wichtigen Sieg. 

Statistik: Spielerinnen TSV Peißenberg: Julia Brauer (8 Tore/4 Siebenmeter), Steffi Führmann (7/1), Franziska Welzmüller (4), Lucia Ferchl (2), Nicole Kessler (2), Franziska Nutzinger, Sophia Reinermann, Anna-Lena Ende, Philomena und Victoria Trautmann. Tor: Heidi Frankl, Vanessa Schober.

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