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Diese Dynamik hatte Seltenheitswert: So schwungvoll im Angriff wie hier Moritz Krause präsentierten sich die Weilheimer Männer im Heimspiel gegen den TSV Landsberg zu selten.

Handball

Weilheim erschreckend angriffsschwach

Die Weilheimer Handballer sind in der Bezirksoberliga in große Abstiegsgefahr geraten. Bei der Niederlage gegen Landsberg lag das Problem im Angriff.

Weilheim Eine desolate Leistung im Angriff haben die Weilheimer Handball-Männer im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten TSV Landsberg abgeliefert. Damit verpassten es die Mannen von Trainer Niko Jovanovic, zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu verbuchen. Durch die 18:24 (6:11)-Heimniederlage geht das große Zittern bei den Weilheimern weiter.

„Ich bin sprachlos“, bekannte Jovanovic nach Spielschluss. Zwei Wochen nach dem Sturmlauf in Kaufbeuren, bei dem seine Truppe mit 19 Toren in 26 Minuten einen hohen Rückstand noch in einen Sieg verwandelt hatte, präsentierte sich der Weilheimer Angriff in eigener Halle völlig daneben. „Einige haben in der Faschingspause nicht trainiert und andere dachten wohl, dass es nach dem Kaufbeuren-Sieg alles gelaufen ist“, begab sich Jovanovic auf Ursachenforschung. „Die Abwehr war ja über weite Strecken in Ordnung, aber vorne waren wir einfach zu ungeduldig.“

Von Beginn an lagen die Weilheimer gegen Landsberg im Hintertreffen. Bis zum Stand von 6:9 (24.) schien der Rückstand noch nicht bedrohlich. Im Anschluss meldete sich der Weilheimer Angriff jedoch für längere Zeit komplett ab. Ungenaue und überhastete Würfe in Verbindung mit unnötigen Ballverlusten machten es den Landsbergern leicht, sich abzusetzen. Nach der Pause zeigten sich dann auch noch die Weilheimer Abwehr und die Torleute von der Rolle. Bei den Lechstädtern war so praktisch jeder Versuch ein Treffer. Erst nach dem 9:18-Rückstand (41.) fingen sich die Hausherren wieder. Die Deckung arbeitete danach konzentriert und gestattete den Gästen nur noch sechs Treffer. In der Offensive wechselten sich Erfolgsmomente durch Moritz Krause oder Nico Beinlich mit unglücklichen Aktionen ab. Eine Aufholjagd wie in Kaufbeuren kam so nicht zustande. Nur das Endresultat fiel nicht ganz so deprimierend aus. An den langen Gesichtern auf der Weilheimer Bank änderte dies nichts. „Aus den verbleibenden fünf Spielen brauchen wir jetzt noch zwei Siege – und das wird mit so einer Leistung sehr schwer“, so TSV-Trainer Jovanovic.

Statistik

Weilheims Spieler und ihre Tore: Nico Beinlich (7 Tore/4 Siebenmeter), Max Osthöver (2), Adrian Rangnick (2), Moritz Krause (2), Josef Rohmer (2), Lukas Schwendele (1), Timo Weinmann (1), Philipp Bauer (1), Lorenz Issert, Florian Theimer; Tor: Benedikt Blacek, Alex Porst.

Landsbergs Spieler und ihre Tore: Jonathan Giez (7 Tor/4 Siebenmeter), Christian Eisen (4), Fynn Meier (4), Gatto Piepenburg (3), Mustafa Uyar (3), Markus Bräutigam (2), Kai Roth (1), Michael Juchem, Christoph Stöcker, Tobias Giez, Moritz Hierstetter, Leif Erhard, Lukas Spieß.

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