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Zupacken im Nachbarduell: Die Gäste vom BSC Oberhausen (in Weiß, von links Elisabeth Vincenzi und Regina Weingand) behielten gegen den TSV Weilheim (am Ball Anne Apelt) mit zwei Toren Vorsprung die Oberhand. 

Handball: Bezirksoberliga

Viel Nervosität im Landkreis-Derby - und ein Sieger

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Tolle Atmosphäre, aber auch viel Nervosität - im Handball-Derby in der Frauen-Bezirksoberliga zwischen Weilheim und Oberhausen war einiges geboten. Am Ende jubelten die Gäste.

Weilheim/Oberhausen – Im fünften Saisonspiel der Bezirksoberliga gingen die Weilheimer Handball-Frauen erstmals leer aus. Ausgerechnet im Derby gegen den BSC Oberhausen kassierten sie eine 20:22 (10:9)-Heimniederlage. „Wegen zu viel Nervosität haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, ärgerte sich TSV-Coach Michael Sander, der die Partie wegen einer Sperre aus dem Spiel in Mindelheim von der Tribüne aus verfolgen musste. „Letztlich haben wir uns selbst geschlagen“, urteilte er nach dem fairen Derby vor guter Kulisse. „Die Stimmung war toll“, sagte Sander.

Von der Atmosphäre begeistert waren auch die Oberhausenerinnen, die in der Vergangenheit gegen den Nachbarn nicht oft gewannen. „Die Mannschaft war zum richtigen Zeitpunkt wach und konzentriert“, sagte BSC-Teamsprecherin Alexandra Vincenzi mit Blick auf die Schlussphase, in der der BSC kaltschnäuziger agierte. „Der Derbysieg ist für die Moral extrem wichtig“, erhofft sich Vincenzi einen Push.

Handball: Beide Teams loben super Atmosphäre

In den ersten Minuten zeigte sich, dass beide Mannschaften Probleme hatten, mit der Derbysituation umzugehen. Viele Fehler bestimmten das Spiel, sodass nach 13 Minuten nur ein mageres 2:2 auf der Anzeigentafel stand. Danach bekamen die Gastgeberinnen Oberwasser, weil Zugang Anne Apelt dreimal traf und so die TSV-Frauen in Führung brachte. Zwei verworfene Siebenmeter, am Ende waren es drei, verhinderten allerdings ein etwas dickeres Polster auf die Gäste als zwei Tore. Die BSC-Frauen glichen so wieder aus, bis zur Pause verlief die partie mit mehreren Führungswechseln ausgeglichen.

Handball: Ständige Führungswechsel im Derby 

Nach der Halbzeit legten die TSV-Frauen dank der treffsicheren Karen Albust wieder vor – aber nur für kurze Zeit. Mit Treffern von Elisabeth Vincenzi und Susi Feldl schlugen die Gäste zurück. Die Weilheimerinnen konnten in dieser Phase drei Strafzeiten gegen die BSC-Damen – die einzigen für die Gäste in der fairen Partie; der TSV kassierte eine – nicht in Tore ummünzen. Bis Mitte der zweiten Hälfte lagen die Oberhausenerinnen in Front. Dann kämpften sich die Weilheimer Frauen wieder nach vorne (18:16/52.). In der Schlussphase lief es für die Gastgeberinnen, wie schon zuletzt in Mindelheim, nicht mehr nach Wunsch. Jeweils durch Doppelpacks von Simone Schüller und Vincenzi zogen die BSC-Frauen vorbei.  rh

Statistik: TSV Weilheim: Karen Albust (6 Tore/1 Siebenmeter), Anne Apelt (4), Andrea Pruy (4), Lea Stadler (3/1), Luca-Sophie Padberg (1), Annika Sparlinek (1), Sabrina Pudil (1), Elisabeth Zwiekopf, Franziska Klang, Sabrina Gerold, Anita Tratz; Tor: Marlene Zwiekopf, Veronika Bauer. BSC Oberhausen: Elisabeth Vincenzi (7), Susi Feldl (5/3), Eva Benedikt (4), Simone Schüller (3), Irmi Dittel (2), Regina Weingand (1), Magdalena Reindl, Christine Lautenbacher, Kaya Richter, Veronika Rohr; Tor: Michaela Scheffel.

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