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Kader zu klein, Leistungsgefälle zu groß

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Unschwer zu erraten, wie das Spiel geendet hat: Die Weilheimer (v. l.) Moritz Krause, Julius Krause und Max Pröll nach der knappen Niederlage gegen Dietmannsried. foto: halmel
Unschwer zu erraten, wie das Spiel geendet hat: Die Weilheimer (v. l.) Moritz Krause, Julius Krause und Max Pröll nach der knappen Niederlage gegen Dietmannsried. © Halmel

Weilheim – Ein kleiner Kader und ein zu großes Leistungsgefälle im Team: Das war ausschlaggebend für die Niederlage der Weilheimer gegen Dietmannsried.

Nach dem 29:30 (13:14) im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus dem Allgäu gerät das Mittelfeld der Landesliga langsam außer Sicht. „Wir sind kräftemäßig an die Grenzen gekommen“, erkannte TSV-Trainer Carsten Rösler nach der intensiven und hart umkämpften Partie.

In der entscheidenden Phase fehlte einigen Weilheimern die nötige geistige Frische. Moritz Krause beispielsweise schnappte sich kurz vor Schluss bei einem Siebenmeter für die Weilheimer den Ball, um ihn dann dem Torhüter quasi als Rückgabe in die Arme zu werfen. „Er war gar nicht als Schütze vorgesehen“, raufte sich Rösler an der Seitenlinie die Haare. Dazu kamen einige verballerte Großchancen und leichtfertig verschenkte Bälle – und schon war die vierte Heimniederlage besiegelt.

Nach ausgeglichenem Beginn dominierten zunächst die Weilheimer. Max Pröll, der eine starke Partie lieferte, und seine Teamkollegen erarbeiteten sich so eine deutliche 10:5-Führung (16.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die TSV-Abwehr sehr sicher gestanden. Danach jedoch häuften sich bei den Hausherren vorn wie hinten die Fehler. Die Folge: Dietmannsried kam Tor um Tor näher. Nach dem 13:13-Ausgleich gingen sie quasi mit dem Pausenpfiff sogar noch in Führung. „Die HSG hat unsere Schwächephase eiskalt bestraft“, ärgerte sich Rösler, der sein Team in der Kabine aber wieder aufrichtete.

Mit einer 5-1-Deckung bremste der TSV in der zweiten Hälfte die Gäste zunächst aus, und auch die Abschlussquote wurde wieder besser. Beim Stand von 17:16 (34.) lagen die Hausherren wieder vorn. Die Führung war aber schnell wieder verspielt, da die Weilheimer in der Folge die linke Angriffsseite der Allgäuer überhaupt nicht mehr in den Griff bekamen. Vor allem Andreas John, der in Hälfte eins aus dem Rückraum reihenweise Fahrkarten warf, traf nun von der Linksaußen-Position nach Belieben. Die Gastgeber, die auch noch Nico Beinlich durch eine Verletzung verloren, rannten so ständig einem Rückstand hinterher, der in der 45. Minute (21:24) erstmals bedrohliche Formen annahm. In dieser Phase bekamen die Weilheimer Torhüter – Andy Böhm hatte zwischendurch den in der ersten Hälfte noch gut haltenden Nachwuchsmann Fabian Schnabel abgelöst – keine Hand mehr an den Ball. Ein gehaltener Strafwurf von Böhm leitete dann aber die Aufholjagd der TSV-Herren ein, die sie wieder auf 26:27 (55.) heranbrachte. Überhastete Abschlüsse und Krauses Siebenmeter-Patzer spielten danach den körperlich sehr robusten Gästen in die Karten. Die Allgäuer setzten sich dadurch wieder mit drei Toren ab. Danach lief den Weilheimern die Zeit davon. Der Anschlusstreffer fiel erst 20 Sekunden vor der Schlusssirene – zu spät, um die Partie noch zu wenden.

-Roland Halmel-

Statistik

Weilheims Spieler und ihre Tore: Max Pröll (7), Andreas Rohmer (6), Lukas Schwendele (5), Julius Krause (4), Nico Beinlich (3), Moritz Krause (2), Lorenz Issert (1), Philipp Bauer (1/1 Siebenmeter), Lorenz Pröll, Ronny Glass, Adrian Rangnick; Torhüter: Fabian Schnabel, Andreas Böhm.

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