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Erlebte schwere Stunden - nicht nur auf dem Rad: Lukas Krämer beim Auftritt am Samstag auf Hawaii.

Triathlon

Ironman-WM: Triathlet Lukas Krämer bleibt ein Top-Platz auf Hawaii verwehrt

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Triathlet Lukas Krämer war zum vierten Mal bei der Ironman-WM auf Hawaii am Start. Im Vergleich zu den Jahren davor lief es für ihn nicht so gut, bei den Profis landete er im hinteren Mittelfeld.

Kona - „Hawaii 4.0“ – so hat Lukas Krämer seinen Auftritt bei der Ironman-WM auf „Facebook“ überschrieben. Nach 2014, 2015 und 2016 war der Peißenberger wieder beim bekanntesten Langdistanz-Triathlon der Welt am Start – und das erstmals als nomineller Profi. Im Vergleich zu seinen bisherigen Auftritten lief es am Samstag für den Berufsfeuerwehrmann jedoch nicht ganz so erfolgreich. 

Mit der Zeit von 9:47:15 Stunden belegte Krämer bei den männlichen Profis den 41. Platz unter 52 Teilnehmern. Unter 1721 männlichen Finishern (die Age-Grouper starteten einige Zeit nach den Profis) landete er auf dem 352. Rang. Seine Bestzeit auf Hawaii schaffte der Peißenberger 2016, damals blieb er unter der Neun-Stunden-Marke (8:55:24), war bester Amateur und Sieger in der Altersklasse „30-34“. Allerdings sind Vergleiche speziell auf Hawaii schwierig, denn die Bedingungen auf Big Island sind oft sehr unterschiedlich.

Hawaii: Lukas Krämer landet auf Platz 41 

Die 3,8 Kilometer Schwimmen absolvierte Krämer in 57:50 Minuten. Die Top-Gruppe mit allen Favoriten war da zehn Minuten schneller; Josh Amberger (Australien) stieg nach 47:28 Minuten als Erster aus dem Wasser. Danach waren 180 Kilometer mit dem Rad zu absolvieren. Diese Distanz brachte Krämer – mit einem neu gestalteten Zeitfahrhelm unterwegs – in 4:48:41 Stunden hinter sich. Als schnellster Radler der Profis tat sich Boris Stein (Eitelborn) hervor – er benötigte 4:13:18 Stunden, stieg beim Laufen aber aus. Zum Schluss wartete auf die Athleten noch der obligatorische Marathon. Die 42,195 Kilometer absolvierte Krämer in 3:54:52 Stunden, dies entspricht einer Kilometerzeit von 5:33 Minuten.

Hawaii: Lukas Krämer kämpft mit körperlichen Problemen

Krämer war nach dem Rennen enttäuscht: In der ersten Disziplin „bin ich irgendwie totalen Mist zusammengeschwommen.“ Der „gebrauchte Tag“ habe sich dann durch das ganze Rennen durchgezogen. Auf dem Rad „bekam ich bereits ab ca. Kilometer 60 extreme Probleme mit dem Gesäßmuskel, so dass ich gefühlt 100 Kilometer mehr oder weniger mit einem Bein gefahren bin, bevor sich der Muskel wenigstens wieder etwas entspannte“, so der 35-Jährige. Beim Laufen kam kurz Hoffnung auf, das Rennen versöhnlich abschließen zu können. „Allerdings platzte auch diese Hoffnung nach ca 15 km als sowohl wieder Gesäßmuskel als nun auch beide Leisten komplett dicht machten. Und so wurde es ein sehr langer Wandertag“, so Krämer.

„Besonders bitter ist das Ganze“, so der Peißenberger, „da ich bis vor drei Wochen in Tucson die besten Trainingswerte aller Zeiten hatte und dabei zudem so schmerzfrei wie seit Jahren nicht mehr war.“ Die letzten drei Wochen vor dem Wettkampf sei dann zwar ein Zipperlein nach dem anderen gekommen und zum Glück auch wieder gegangen. Ich „dachte und hoffte, dass das mit der normalen Aufregung vor dem Wettkampf zu tun hat. Dementsprechend optimistisch bin ich eigentlich in das Rennen gestartet.“ 

Hawaii: Anne Haug gewinnt erstmals bei den Frauen

Was den Gesamtsieg betrifft, regierten die Deutschen mehr denn je. Bei den Männer gewann Jan Frodeno mit Streckenrekord von 7:51:45 Stunden (47:31/4:16:02/2:43:15). Die Bestmarke von Patrick Lange aus dem Vorjahr verbesserte Frodeno (er war schon 2015 und 2016 Hawaii-Sieger) um 54 Sekunden. Die weiteren Plätze gingen an Tim O’Donnell (USA/7:59:40) und Sebastian Kienle (GER/8:02:08). Bei den Frauen gab es eine Premiere: Erstmals siegte eine deutsche Athletin. Anne Haug aus Bayreuth triumphierte in 8:40:10 Stunden vor Lucy Charles Barclay (GBR/8:46:44) und Sarah Crowley (AUS/8:48:13).

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Lukas Krämer und sein Kampf mit Seitenstechen - Die Messlatte lag sehr hoch: Bei der „Challenge“ in Roth im vergangenen Jahr erreichte der Peißenberger Triathlet Lukas Krämer den herausragenden neunten Rang. Jetzt bestätigte der 35-Jährige diese Leistung mit einer erneuten Top-Platzierung.

Krämer qualifiziert sich zum vierten Mal für Hawaii - Das Jahr begann nicht gut für Triathlon-Profi Lukas Krämer. Dank eines starken Auftritts in Argentinien hat er nun die Quali für Hawaii geschafft.

Krämer triumphiert erneut auf Hawaii - Er hat es wieder getan: Lukas Krämer hat nach 2014 erneut seine Altersklasse bei der Ironman-WM gewonnen. Profi Stefan Schmid wurde 25.

Schockmoment in Texas - Lukas Krämer und Mathias Mayr bereiten sich auf einen Ironman vor. Krämer absolvierte dazu in Waco ein Rennen, das absolut anders lief als gedacht.

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