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Iris schmidbauer beim WM-Wettkampfv 

Klippenspringen

Schmidbauer: Medaille verpasst, Olympia fest im Blick

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Klippenspringerin Iris Schmidbauer hat der der Schwimm-WM die ersehnte Medaille verpasst. Trotzdem zeigte sie, dass sie zu den Besten gehört. Sie wagte den schwierigsten Sprung und hat schon ein neues Ziel.  

Gwangju/Pähl - Die große Aufholjagd ist Iris Schmidbauer dann doch nicht mehr geglückt. Zwar verbesserte sich die Klippenspringerin aus Pähl im zweiten Teil des WM-Wettkampfs um einige Ränge, mehr als der achte Platz sprang dann aber letztlich nicht heraus.

Angesichts ihrer Auftritte im Vorfeld galt die 24-Jährige als eine der Springerinnen im 13-köpfigen Feld, die um die Medaillen mitmischen können. Das Wort „Enttäuschung“ wäre in diesem Zusammenhang allerdings zu hart, denn Schmidbauer wusste selbst am besten, dass nur im optimalen Fall der Podestplatz realistisch gewesen wäre. Sie selbst sprach vor der WM weniger von einer Medaille als vielmehr davon, persönliche Bestleistung springen zu wollen. Die 295,50 Punkte, die sie bislang zu Buche stehen hat (erreicht bei ihrem Sieg im Juni in Thun), hätten in Gwangju gerade so für Bronze gereicht.

High-Diving: Rhiannan Iffland holt erneut WM-Titel 

Die Drittplatzierte, Jessica Macaulay (Großbritannien), kam auf 295,40 Punkte. Den Sieg holte sich Topfavoritin Rhiannan Iffland (298,05) aus Australien, die sich von Platz fünf zur Halbzeit noch ganz nach vorn schob und so ihren Titel von 2017 verteidigte. Silber ging – wie in Budapest – an die Mexikanerin Adriana Jimenez (297,90). Schmidbauer kam insgesamt auf 233,55 Punkte.

Knackpunkt war bei ihren Sprüngen die Ausführung, die von sieben Juroren bewertet wurden. Dass sie es technisch drauf hat, bewies die Pählerin im letzten Durchgang. Dort zeigte sie den schwierigsten Sprung, den Frauen aus 20 Metern Höhe derzeit zeigen, den Dreifach-Rückwärtssalto mit zwei Schrauben. „Ich konnte meinen schwierigen Sprung üben und mir im Wettkampf die Erfahrung holen“, sagte Schmidbauer, „das hat Spaß gemacht.“

High-Diving: Schmidbauer hat Olympia im Blick 

Sie rechnet damit, dass Klippenspringen (im WM-Programm seit 2013) „früher oder später olympisch wird“. Und dann gilt: „Ich will bereit sein, wenn es so weit ist.“ Jetzt will Schmidbauer nach ihrem „Leben aus dem Koffer“ seit einem Jahr in Dresden sesshaft werden und mit den Wasserspringern Tina Punzel und Martin Wolfram professioneller trainieren: „Vielleicht finde ich einen Sponsor, der mir dabei hilft, damit ich wirklich Vollgas geben, meine Sprünge perfektionieren und nächstes Jahr voll durchstarten kann.“ Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow will sich „zusätzlich um High-Diving kümmern und es ein bisschen pushen“. Mit Blick auf Schmidbauer, in Gwangju einzige deutsche Klippenspringerin, sagte er: „Mit ihr werden wir in den nächsten Jahren auf jeden Fall noch Erfolge erleben.“ (mit sid)

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