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Hugo Mann: Meistertitel als schöne Dreingabe zum Trainingslauf

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Von: Paul Hopp

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Leichtathlet Hugo Mann aus Penzberg beim 10-Kilometer-Straßenlauf in Aichach 2022.
Zeit für einen Gruß in Richtung der fotografierenden Ehefrau bleibt auch bei hohem Tempo: Hugo Mann vom TSV Penzberg war bei seinem Lauf im Schnitt mit 14,66 km/h unterwegs. © Karin Mann

Die bayerische 10-Kilometer-Meisterschaft bot Hugo Mann eine gute Gelegenheit zu einem Tempolauf. Und der Penzberger machte ordentlich Dampf und holte gar einen Titel.

Aichach – Das Niveau, auf dem sich ein Athlet befindet, zeigt sich auch daran, welchen Stellenwert er bestimmten Wettkämpfen beimisst. Für Hugo Mann (67) war das 10-Kilometer-Rennen in Aichach, obwohl als bayerische Meisterschaft ausgeschrieben, jetzt nicht das Nonplusultra-Rennen dieser Saison. Dem Laufsportler des TSV Penzberg diente das Ganze als „eine gute Tempoeinheit“, wie er sagt.

Der promovierte Finanzwissenschaftler ist für gewöhnlich auf längeren Strecken zu Hause, dort deutschlandweit in seiner Klasse einer der Besten und hat für heuer nicht zuletzt die bayerische Meisterschaft im Halbmarathon in Ebermannstadt (4. September) im Visier. Der Lauf in Aichach diente also zu Trainingszwecken – und endete für Mann trotzdem mit einer Goldmedaille. In der M65-Klasse belegte er mit der Zeit von 40:55 Minuten souverän den ersten Platz. Auf den Zweiten, den drei Jahre jüngeren Lutz Schmalstieg (TG Kitzingen), hatte der Penzberger 61 Sekunden Vorsprung.

Für Hugo Mann stand das Tempo im Vordergrund

Auch wenn er die Platzierungen nicht ganz aus dem Blick hatte, so „stand das Tempo im Vordergrund“, sagt Mann. Und deswegen kümmerte er sich zunächst auch nicht um irgendwelche Konkurrenten, sondern legte flott los. Den ersten Kilometer absolvierte er in 3:42 Minuten – „natürlich viel zu schnell“, so der Penzberger.

Bis zur Mitte des Rennens auf einer viermal zu absolvierenden 2,5-Kilometer-Runde in Nähe der Freisportanlage schaffte Mann eine Kilometerzeit von unter vier Minuten und „und blieb bis dahin an einer ziemlich flotten, großen Gruppe dran“, wie er berichtet. Zu Beginn der dritten Runde merkte der Langstreckenspezialist, dass er das enorm hohe Tempo nicht würde durchhalten können. Mit zunehmender Dauer nahm die Schwüle immer mehr zu und machte es den Athleten nicht einfach. Im zweiten Rennabschnitt sei er „kräftemäßig ziemlich eingegangen“, so Mann. Zu einer starken Zeit und einer durchschnittlichen Kilometerzeit von 4:05 Minuten (entspricht 14,7 km/h) reichte es aber allemal.

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Gern hätte Mann die 40-Minuten-Marke unterboten, „aber aufgrund der fehlenden Wettkampfpraxis und der damit fehlenden Tempohärte war das nicht möglich“. Da es letztlich aber auch so für den Meistertitel gereicht hat, „bin ich mit dem Rennen natürlich sehr zufrieden“, so der Penzberger. Schneller als Mann ist heuer in Bayern bis dato nur ein M65-Athlet die 10 Kilometer gelaufen. Ludwig Lang (Jg. 1954) lief im April in Ruhstorf die Distanz in 39:39 Minuten.

Er liegt damit auch in der Bestenliste des Deutschen Leichtathletikverbands ganz vorn. Hugo Mann taucht in der DLV-Liste noch nicht auf – der Verband weist auf seiner Homepage auf Verzögerungen bei den Eintragungen hin –, nach derzeitigem Stand liegt er deutschlandweit aber an Nummer vier. 113 Frauen und Männer waren in Aichach am Start und damit weniger als 2019. Bei den Männern war Tobias Ritter (LG Telis Finanz Regensburg/31:03) der Schnellste, bei den Frauen siegte Lisa Fuchs (LG Passau/35:44).

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