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SchnellerPenzberger: Sprinter Raffieu Deen Johnson (knapp vor David Faltenbacher) holte über die 200 Meter die Bronzemedaille.
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Andreas Kölbl (rechtes Foto) lag über die 800 Meter lange in Führung, wurde am Ende Fünfter.
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Engagierter lauf: Katharina Vogl (TSV Peißenberg) als Zweite im Zwischenlauf, vor ihr die bayerische Meisterin der Frauen, Julia Hofer vom 1. FC Passau.

Leichtathletik: Südbayerische Hallen-Meisterschaft

Johnson startet mit zwei Bestleistungen

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Bei der südbayerischen Hallenmeisterschaft waren die Athleten aus Penzberg und Peißenberg gut drauf. Pfeilschnell war ein 18-jähriger Penzberger.

Landkreis – Mit der südbayerischen Hallen-Meisterschaft in der Münchener Werner-von-Linde-Halle hat für die Leichtathleten die Saison begonnen. Für den TSV Penzberg und den TSV Peißenberg gab es dabei gute Ergebnisse.

TSV Penzberg: Raffieu Deen Johnson sorgte für die Topleistung aus Penzberger Sicht. Über die 200 Meter der Männer holte sich der 18-Jährige mit persönlicher Hallen-Bestzeit von 22,83 Sekunden die Bronzemedaille. Obwohl er schon drei 60-Meter-Läufe in den Beinen hatte, steigerte er sich um eine halbe Sekunde. „Am Start waren meine Beine sehr müde, doch im Verlaufe des Rennens wurden sie immer lockerer“, sagte der Penzberger.

Vor dem 200-Meter-Lauf hatte er sich souverän für das 60-Meter-Finale qualifiziert, in dem er mit 7,11 Sekunden Sechster wurde. Dabei kam er nicht an seine Zeit vom Halbfinale heran, als er mit 7,05 Sekunden einen persönlichen Rekord geschafft hatte. Das lag vor allem an den Schwierigkeiten, die er mit seinem Startblock hatte. „Als Raffieu den Startblock eingestellt hatte, fiel ihm auf, dass einer der beiden Blöcke wackelte“, berichtete Trainerin Conny Lechner-Brennauer. Die Kampfrichter brachten ihm einen neuen Block, doch auch an diesem wackelte ein Teil. „Aus diesem Grund habe ich mich nicht getraut, mich beim Start mit voller Kraft abzudrücken“, so Johnson. Mit seiner Zeit aus dem Halbfinale wäre ein Podestplatz möglich gewesen. Souveräner Sieger wurde mit 6,82 Sekunden der Augsburger Aleksandar Askovic. Für die 4 x 200-Meter-Staffel musste Johnson seinen Start kurzfristig wegen muskulärer Probleme absagen. Mit Andreas Kölbl, Michael Speinle und Paul Hahn wäre eine Medaille „mehr als wahrscheinlich gewesen“, so der TSV Penzberg.

Eine Stunde vor der Staffel hatte der 23-jährige Kölbl über 800 Meter einen nicht ganz gelungenen Auftritt, als er mit 2:01,57 Minuten den fünften Platz belegte. Bis 300 Meter vor dem Ziel lag der Sindelsdorfer in Führung. „Aber auf einmal wurden meine Beine blau und nichts ging mehr“, so Kölbl. Der 400-Meter-Hürden-Spezialist war die ersten 200 Meter in 27,90 Sekunden gelaufen und hatte sich so zehn Meter Vorsprung erlaufen. Nach 400 Metern (57,19) war seine Führung immer noch deutlich. Kölbl blieb mehr als fünf Sekunden über seiner Bestzeit. Einen persönlichen Rekord schaffte Michael Speinle, der bei seinem ersten Hallen-Einzelstart über 200 Meter mit 25,61 Sekunden den 16. Rang erreichte.

TSV Peißenberg: „Guter Auftakt ins neue Jahr“, so lautete das Fazit von Trainerin Sabine Osenberg. Katharina Vogl (Jg. 1999) und Franziska Aderbauer (Jg. 2000) starteten diesmal bei den Frauen. Vogl zeigte sich im 60-Meter-Sprint im Vorlauf und Zwischenlauf mit 7,94 und 7,91 Sekunden von ihrer besten Seite, so der TSV auf seiner Homepage. Dennoch sah Trainerin Osenberg noch Luft nach oben, denn: „Der Start war noch nicht optimal.“ Im Endlauf hatte Vogl mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen, die TSV-Athletin nahm daher das Tempo etwas heraus. Mit 8,03 Sekunden wurde sie Achte, den Titel holte sich Julia Hofer (FC Passau) in 7,61 Sekunden. Parallel zu den 60 Metern war Vogl im Weitsprung in Aktion. Mit 5,38 Metern und Platz fünf war sie die beste U-20-Sportlerin.

Aderbauer hatte im Hürdenlauf Pech: Sie blieb an der dritten Hürde mit dem Nachziehbein hängen und musste aufgeben. Im 60-Meter-Sprint lief sie 8,68 Sekunden. Den Weitsprung beendete sie als Neunte mit 4,81 Metern. Ihre beiden besten Versuche waren jeweils knapp ungültig. Eine Premiere war für sie das Stoßen mit der 4-Kilo-Kugel: Mit 8,29 Metern wurde Aderbauer Elfte.

Die erste Peißenberger Bestleistung der Saison stellte Maike Hermann (U-18) auf, die über 60 Meter nach 9,22 Sekunden ins Ziel kam. „Meine Reaktionszeit kann ich noch optimieren“, sagte die 16-jährige. Erstmals lief sie die 400 Meter – und benötigte dafür 69,18 Sekunden. Florian Kern (U-18) gelangen zwei persönliche Rekorde. Die 60 Meter lief er in 7,93 Sekunden, im Weitsprung steigerte er sich um acht Zentimeter auf 5,46 Meter, was Platz fünf bedeutete. 

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