+
Die Top-Drei im Sprint: (v.l.) Alois Kriesmair (2. Platz/KSV Peißenberg), Julian Kral (1. Platz/Fortuna Penzberg) und Daniel Hey (3. Platz/Gut Holz Huglfing).

Kegeln: Bezirksvorentscheidung

Kral beweist im Sprint größte Ausdauer

  • schließen

Die Disziplin „Sprint“ ist noch relativ neu. Bei der Meisterschaft der Männer im Kreis „Zugspitze“ ging es spannend zu, der sudden victory entschied.

Penzberg – Wer im Sportkegeln erfolgreich sein will, der muss nicht zuletzt sehr nervenstark sein. Deutlich wurde das bei der Bezirksvorentscheidung der Männer in der Disziplin „Sprint“ (2 x 20 Wurf). Der Großteil der Duelle in den K.o.-Runden wurde erst in der Verlängerung, dem „sudden victory“, entschieden. Sogar in einzelnen Sätzen waren zur Ermittlung des Siegers Extra-Würfe nötig. Gold holte sich am Ende Julian Kral vom Landesligisten SKC Fortuna Penzberg. Der 26-Jährige hatte heuer schon bei den Einzelmeisterschaften über 120 Wurf diverse Erfolge gefeiert. Nach seinen Siegen bei der Kreismeisterschaft und der Bezirksmeisterschaft schaffte er es sogar bis zur DM (wir berichteten).

Auf seiner Heimbahn in Penzberg holte er sich nun den Titel im Sprint, wobei er dafür einige haarige Situationen überstehen musste. Im Achtelfinale gegen Klaus Bichlmeyr (Gut Holz Huglfing) stand es nach zwei Sätzen 1:1. Es ging also in den „sudden victory“. Nach jeweils drei Wurf lagen beide Athleten erneut gleichauf. Wieder wurden drei Wurf gespielt – und nun hatte Kral mit insgesamt 36:33 Holz das bessere Ende für sich.

Im Viertelfinale (gegen Andreas Stoß von Gut Holz Peißenberg) sowie im Halbfinale (gegen Daniel Hey von Gut Holz Huglfing) setzte sich Kral mit 2:0 Sätzen durch. Der Kampf um Gold wurde dann wieder eine enge Angelegenheit. Gegner Alois Kriesmair (Gut Holz Peißenberg) gewann den ersten Durchgang (90:834), Kral entschied zweiten Satz für sich (95:73). Wieder wurde ein „sudden victory“ nötig. Mit 22:19 behielt Kral die Oberhand.

Kriesmair hatte im Achtelfinale gegen Markus Jung (SKC Oberau) besondere Nervenstärke beweisen müssen. Nach dem ersten Satz lagen beide gleichauf (85:85). Ein Extrawurf musste entscheiden, Jung gewann mit 7:5. Im zweiten Satz zeigte Kriesmair ein starkes Abräumen (52 Holz auf 10 Wurf) und gewann den Durchgang mit 113:73. Damit ging es in den „sudden victory“den Kriesmair hauchdünn mit 21:20 gewann. Der Forster musste auch im Viertelfinale (gegen Thomas Feuchtinger von Schwarz-Gelb Schongau) und im Halbfinale (gegen Christian Echtler von Schwarz-Blau Burggen) in den „sudden victory“, behielt jeweils die Oberhand. Bronze holte sich Daniel Hey (Gut Holz Huglfing), der Christian Echtler (Schwarz-Blau Burggen) mit 2:0 Sätzen besiegte.

Schon in der Qualifikation, in der die K.o.-Paarungen ermittelt wurden, zeigten sich die Sportler gut in Form. Die Schongauer Werner Strass (204) und Marcus Wolf (202) übersprangen jeweils die 200-Holz-Marke. Acht weitere Kegler erzielten 180 Holz und mehr. Die besten 16 der insgesamt 20 Teilnehmer zogen in die K.o.-Runde ein. Dort hatten die Top-Spieler aus der Qualifikation – wie in den beiden Jahren zuvor – kein rechtes Glück. Wolf und Strass schieden im Achtelfinale aus.

Für die nächste Runde, die Bezirksmeisterschaft, haben sich neben den Medaillengewinnern – Julian Kral, Alois Kriesmair und Daniel Hey – sowie dem Viertplatzierten, Christian Echtler, die restlichen Teilnehmer des Viertelfinales qualifiziert. Das waren Andreas Seitz (FC Seeshaupt), Thomas Feuchtinger (Schwarz-Gelb Schongau), Alexander Wassermann (FC Seeshaupt) und Andreas Stoß (KSV Peißenberg).

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Beste Gelegenheit für Experimente
Das Heimspiel gegen den TSV Ottobeuren II bot den Handballerinnen des TSV Peißenberg ausgiebig die Möglichkeit zum Experimentieren. Der Tabellenletzte aus dem Allgäu war …
Beste Gelegenheit für Experimente
Weilheim erst nach der Pause überlegen
Nach fünf Niederlagen in Folge sind die Handballerinnen des TSV Weilheim in die Erfolgsspur zurückgekehrt.
Weilheim erst nach der Pause überlegen
Lehner glänzt, Deglmann zeigt Zähne
Einmal gewonnen, einmal verloren – der SK Weilheim ist ordentlich in die 2. Bundesliga Ost gestartet. Bei der knappen Niederlage gegen Favorit Aue fehlte nicht viel zu …
Lehner glänzt, Deglmann zeigt Zähne
Frühe rote Karte schockt Weilheim
Eine frühe rote Karte und zwei überragende Ex-Schongauer im Trikot der Gäste: Das waren die entscheidenden Faktoren für die 25:31 (10:16)-Heimniederlage der Weilheimer …
Frühe rote Karte schockt Weilheim

Kommentare