1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Weilheim

Sportkegeln kurios: Weniger war diesmal mehr

Erstellt:

Von: Paul Hopp

Kommentare

Regina Resch und >Ramona Resch beim Tandem-Kegeln 2021.
Top bei den Frauen im Kreis und im Bezirk: die Geschwister Regina Resch (l.) und Ramona Resch. © Sportkegelkreis Zugspitze

Das war außergewöhnlich: Im Wettkampf der Männer bei der Bezirksmeisterschaft im Tandem (120 Wurf) entschieden über die Verteilung der Medaillen nicht die erzielten Holz, sondern die Anzahl der Fehlwürfe. Bei den Frauen siegte ein Geschwister-Team.

Schongau – Der Sportwart des Kegelkreises Zugspitze, Alois Kriesmair, nannte das Ergebnis „kurios“. Im Wettkampf der Männer bei der Bezirksmeisterschaft im Tandem (120 Wurf) entschieden über die Verteilung der Medaillen nicht die erzielten Holz, sondern die Anzahl der Fehlwürfe. Involviert in das Prozedere waren insgesamt fünf Zweier-Teams, darunter auch das Duo vom SKC Eberfing, in dem Kriesmair mit von der Partie gewesen war. An Spannung mangelte es auf den Bahnen in Schongau auch in den anderen Konkurrenzen nicht, weswegen die Titelkämpfe den Beteiligten noch länger in Erinnerung bleiben dürften.

Männer: Es war wahrlich eine starke Leistung, die Pascal Schouten und Daniel Hey abgeliefert hatten. Gegenüber der Kreismeisterschaft an gleicher Stelle in der Woche davor (wir berichteten) hatte sich das Duo vom FC Seeshaupt um satte 59 Holz gesteigert. Auf 357 Holz kamen Schouten und Hey bei den Bezirkstitelkämpfen. Und dennoch reichte es nicht zu Gold, weil ein Duo aus dem Chiemgaukreis um einen Hauch besser war. Peter Ebert und Johann Christian vom SKV Waldkraiburg hatten ebenfalls 357 Holz erzielt. In so einem Fall werden die Fehlwürfe (ein Wurf an einem stehenden Kegel vorbei) herangezogen; wer weniger Fehler produziert, liegt vorn. In dieser Wertung waren die Chiemgauer knapp besser (13:14).

Sportkegler Hubert Resch und Alois Kriesmair bei der Tandem-Meisterschaft 2021.
Zweiter im Kreis, Dritter im Bezirk: Das Duo vom SKC Eberfing, Hubert Resch (l.) und Alois Kriesmair. © Sportkegelkreis Zugspitze

Im Kampf um Bronze ergab sich das gleiche Spielchen, da hatten am Ende gleich drei Teams je 303 Holz zu Buche stehen. Das Duo vom SKC Eberfing, Alois Kriesmair/Hubert Resch, gewann schließlich die Medaille. Ihre 16 Fehlwürfe hatten weder Manfred Deixelberger/Dieter Gerstenberger (20) vom TSV Iffeldorf noch Bernhard Meixner/Florian Habl (22) vom SV Kirchanschöring unterboten. Die amtierenden Sieger im Kreis „Zugspitze“, Thomas Sepp/Karlheinz Kölsch vom SKC Frischauf Weilheim, mussten sich mit dem sechsten Platz (289 Holz) begnügen.

Sportkegeln: Über die Medaillen entscheiden die Fehlwürfe

Frauen: Gemeinsam sind die Geschwister Ramona Resch (FC Seeshaupt) und Regina Resch (SKC Eberfing) einfach eine Macht. Nach dem überlegenen Sieg bei der Kreismeisterschaft gelang ihnen auch bei der oberbayerischen Meisterschaft ein klarer Erfolg. Mit 326 Holz toppten sie ihr Ergebnis aus der Vorwoche noch um 13 Holz. Mit 98 Holz im ersten Durchgang schockten sie gleich einmal die Konkurrenz.

Sabrina Kießlich/Brigitte Schwaiger (SV Wacker Burghausen) glänzten im zweiten Durchgang mit 99 Holz, spielten insgesamt aber bei Weitem nicht so konstant. Mit 294 Holz holten sie die Silbermedaille. Bronze holten Angelika Schmidt und Stefanie Stoller vom TSV Peißenberg. Sie bestätigten mit 243 Holz ihr Ergebnis von der Kreismeisterschaft, bei der sie Zweite geworden waren.

Mixed: Bei den Mixed-Teams lieferten sich drei Teams ein enges Rennen um den Titel. Nach vier Bahnen betrug der Abstand zwischen Platz eins und drei nur sechs Holz. Die Goldmedaille holten sich Simone Obermaier/Wilhelm Kumpfmüller (330 Holz) vom SKK Bad Endorf. Sie lagen zwei Punkte vor Ramona Resch (FC Seeshaupt) und Alois Kriesmair (SKC Eberfing).

Das Duo hatte im zweiten Durchgang mit 107 Holz aufgetrumpft und sich so nach vorn katapultiert. Bei einem Gleichstand hätten Resch/Kriesmair Gold gewonnen, denn sie hatten zwei Fehlwürfe weniger auf dem Konto (16:18). Den dritten Platz belegten Brigitte Schwaiger und Rudi Feichtner (324) vom SV Wacker Burghausen. Zwei Durchgänge lang lagen Inge Dietrich/Thomas Sepp (Frischauf Weilheim) auf Medaillenkurs. Das Niveau konnten beide nicht halten. 309 Holz bedeuteten den vierten Platz.

Übrigens: Alle Entwicklungen und Ergebnisse zur anstehenden Bundestagswahl aus Ihrer Region sowie alle anderen wichtigen Geschichten aus der Region Weilheim-Penzberg gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Weilheim-Penzberg-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare