1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Weilheim

Top-Ergebnis und Niederlage für Seeshaupt, ein Dämpfer für Eberfing

Erstellt:

Von: Paul Hopp

Kommentare

Sportkeglerin Ramona Resch vom FC Seeshaupt in der Saison 2021/2022.
Ramona Resch aus Paterzell; Sportkeglerin beim Zweitligisten FC Seeshaupt (Saison 2021/2022). © SKK Seeshaupt

Nicht gut lief es für die höherklassigen Kegel-Teams aus der Weilheimer Region. Sowohl die Seeshaupter Frauen als auch die Eberfinger Männer verloren. Es gab in den Partien allerdings auch Highlights - eines gelang Ramona Resch.

2. Bundesliga, Frauen: Es ist ein Schritt in neue Sphären, der Ramona Resch da gelungen ist. Mit ihren 602 Holz hat die 21-Jährige aus Paterzell eine Marke übersprungen, die im Kegelkreis „Zugspitze“ schon noch etwas Besonderes darstellt. Ein Sechshunderter-Ergebnis hätte jeder Sportkegler gern in seiner Liste stehen. Resch ist die persönliche Bestleistung beim Zweitliga-Wettkampf ihres Klubs, dem FC Seeshaupt, beim DKC Waldkirch gelungen. Ihren bisherigen Rekord (578) übertraf sie deutlich. Zum Happy-End mit dem Team kam es aber nicht – die Seeshaupterinnen mussten sich insgesamt mit 2,5:5,5 geschlagen geben. Spielentscheidend wirkte sich die Gesamtholzzahl aus: In dieser Wertung hatte Waldkirch (3333:3214) deutlich mehr zu bieten.

Der Wettkampf in der Heinz-Rösch-Kegelhalle in Freiburg wurde auf sechs Bahnen ausgetragen. Das heißt, es wurde in zwei Durchgängen von je drei Keglerinnen gespielt. Ramona Resch ging im ersten Durchgang auf die Bahn. Vor allem im Abräumen glänzte die Paterzellerin, mit 231 Holz (63/63/42/63) gelang ihr ein absolutes Top-Resultat. Ihrer direkten Konkurrentin, Alexandra Kempf (534), nahm sie neben dem Mannschaftspunkt noch 68 Holz ab.

Ramona Resch schafft mit 602 Holz persönlichen Rekord

Mit Resch waren noch Petra Kräh und Nadine Wieser für Seeshaupt in Aktion. Kräh (533 Holz/2:2 Sätze) teilte sich am Ende mit der holzgleichen Gegnerin, Andrea Martin, den Mannschaftspunkt. Die FC-Spielerin stand im vierten Satz beim Stand von 1:2 und einem Rückstand von elf Holz unter Druck. Mit einem 140:129 wendete sie eine Niederlage ab. Wieser (546/2:2) hatte nach einer 2:0-Satzführung etwas Pech, ihr fehlten am Ende zwölf Holz zum Gewinn des Mannschaftspunkts. Bei Halbzeit der Begegnung hatten die Seeshaupterinnen beim Stand von 1,5:1,5 immerhin 57 Holz Vorsprung. „Das Spiel war somit noch in alle Richtungen offen“, so eine Mitteilung.

Im zweiten Durchgang war auf FC-Seite allerdings nur noch Manuela Seitz (554/3:1) erfolgreich. Sie nahm ihrer Kontrahentin 38 Holz ab. Das reichte jedoch bei weitem nicht, da Nicola Dreer (454/0:4) und Petra Heinfling (525/0:4) zusammen mehr als 200 Holz einbüßten. Die Waldkircherinnen Lina Lang (584) und Katja Francz (609) spielten stark auf und bescherten ihrem Team den vierten Saisonsieg im siebten Spiel. Francz trumpfte bei ihrem Auftritt vor allem in die Vollen auf: In dieser Disziplin kam sie auf 397 Holz (107/93/95/102). Anders als Resch spielte die 51-Jährige keine Bestleistung – ihr Rekord liegt bei 636 Holz. Ihre nächste Partie haben die Seeshaupterinnen am 6. Februar. Dann geht es zu Hause gegen Gaisbach.

Landesliga, Männer: Andreas Gattinger ist einer derjenigen, die Ergebnisse durchaus einzuordnen wissen – und keinesfalls beschönigen. Die Analyse des Auswärtsauftritts gegen die SG Steppach/Deuringen fiel prompt auch wenig schmeichelhaft aus. „Nicht gut“, „in Summe zu wenig“ und „schwach“ waren Formulierungen, die Gattinger nach der 2:6-Niederlage der Eberfinger Sportkegler beim bis dato Vorletzten der Landesliga Süd wählte. Die SG habe sich „überraschend stark“ präsentiert. Aber das wollte der Gut-Holz-Spieler keinesfalls als Ausrede gelten lassen. Mit 3237 Holz blieben die Gäste doch deutlich hinter dem Team aus dem Ortsteil der Stadt Neusäß zurück, das auf 3332 Holz gekommen war.

Gut Holz Eberfing kassiert überraschende Niederlage

Den Eberfingern half auch ein starker Endspurt nicht mehr, bei dem Alois Kriesmair (549 Holz/3:1 Sätze) und Markus Lindner (584/2:2) jeweils einen Mannschaftspunkt holten und den Gegnern zusammen 51 Holz abnahmen. Denn der Rückstand aus den Start- und Mittelpaarungen war schon zu groß. Lindners Tagesbestleistung zeigte, „dass was gegangen wäre“, so Gattinger spürbar frustriert. Derlei Duelle mit Teams aus hinteren Regionen „sind Spiele, die du gewinnen solltest“. In der Tabelle haben die Eberfinger als Dritte (10:8 Punkte) den Anschluss an die Top-Teams Alle Neune Thal (16:2) und SKC Unterthingau (14:4) fürs erste verloren.

Die Partie in Steppach begann ungünstig für die Eberfinger. Hubert Resch (526/1:3) und Tobias Zahler (517/1:3) kamen nicht in Fahrt. Sie verloren ihre direkten Duelle und büßten insgesamt 89 Holz ein. Auch im Mittelpaar gingen die Gäste leer aus. Gattinger (540/1:3) verlor gegen den besten SG-Spieler an diesem Tag, Christian Saule (582), am Ende deutlich. Matthias Lange (521/1:3) – er ersetzte Eric Kühberger, der zuletzt in Eberfing Bahnrekord gespielt hatte – musste 15 Holz abgeben.

Auch interessant

Kommentare